Mitglieder

Renate Ahrens

renate_ahrens_web Renate Ahrens wurde 1955 in Herford geboren, studierte Anglistik und Romanistik in Marburg, Lille und Hamburg und war einige Jahre als Lehrerin tätig, bevor sie 1986 mit ihrem Mann nach Dublin zog und als freie Autorin zu arbeiten begann. Sie schreibt Romane, Kinderbücher und Theaterstücke. 1996-97 lebte sie in Kapstadt und 2002-03 in Rom, seitdem wieder abwechselnd in Dublin und Hamburg. Renate Ahrens ist Mitglied im P.E.N.-Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland.   Nähere Informationen zur Autorin unter: www.renate-ahrens.de (mehr …)

Doğan Akhanlı

309px-Dogan_Akhanli_(9279)Doğan Akhanlı, geboren 1957 in Şavşat, Provinz Artvin, Türkei, ist ein türkischstämmiger deutscher Schriftsteller. Er lebt seit 1992 in Köln. Nach dem Militärputsch in der Türkei 1980 ging er in den Untergrund, 1985 bis 1987 saß er als politischer Häftling im Militärgefängnis von Istanbul. 1998/99 erschien in türkischer Sprache seine Trilogie Kayıp Denizler (Die verschwundenen Meere). Die ersten beiden Bände heißen Denizi Beklerken (Warten auf das Meer) und Gelincik Tarlası (Das Mohnblumenfeld). Der letzte Band Kıyamet Günü Yargıçları (Die Richter des jüngsten Gerichts) thematisiert den Völkermord an den Armeniern. Die Trilogie bildet eine kritische Bestandsaufnahme der politischen Entwicklung der Türkei in den Jahren, die der Autor während seiner Jugend als Zeitzeuge und politisch Verfolgter erfahren hat. (mehr …)

Gabrielle Alioth

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Gabrielle Alioth,  1955 in Basel geboren. Studium der Wirtschaftswissenschaften und Kunstgeschichte an den Universitäten Basel und Salzburg.

1982/83 längere Aufenthalte in Straßburg. Ab 1979 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Prognos AG, Basel.

1984 Übersiedlung nach Irland, als freie Übersetzerin und Journalistin für deutsche Zeitungen und Rundfunkstationen tätig.

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Peter Ambros

ambrosPeter Ambros,  Jahrgang 1948, Autor, Historiker und Übersetzer aus Trnava (Tschechoslowakei bzw. Slowakische Republik). Studium der Soziologie, Geschichte und Judaistik in Bratislava, Jerusalem und Berlin, in den Jahren 1983–85 Studienaufenthalt in Toronto in Kanada. Von 1986 bis 1998 verantwortlich für die Presse– und Öffentlichkeitsarbeit der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, insbesondere intensive Zu– und Zusammenarbeit bei der Öffentlichkeitsarbeit Heinz Galinskis in seinen letzten sechs Lebensjahren. (mehr …)

Peter Arnds

Arnds_PeterPeter Arnds wurde 1963 in Hannover geboren, studierte von 1982 bis 1990 an der LMU in Muenchen (MA), am Colby College Maine und von 1992-95 an der University of Toronto (PhD). Er lebt seit 1990 im Ausland, zunächst in Australien, dann Kanada, von 1995 bis 2008 in Kansas und seit 2008 in Dublin, wo er jetzt als Professor für Weltliteratur und Literaturübersetzung wirkt. Gastprofessuren in Afghanistan an der University of Kabul (2007) und an der Jawaharlal Nehru University Delhi (2012 und 2016). Von 2007 bis 2009 war er Präsident der “Society of Contemporary American Literature in German.” Von Mai bis August 2016 wird er am J.M. Coetzee Centre for Creative Practice an der University of Adelaide unterrichten und schreiben, vor allem an den Projekten The Poetics of Wolves. Sein Roman Aufbruch und dessen Übersetzung Searching for Alice liegen fertig vor und suchen einen Verlag. Er ist Autor von sechs Büchern über Wilhelm Raabe, Charles Dickens, Günter Grass sowie einer Literaturgeschichte des Wolfs (Lycanthropy in German Literature, Palgrave Macmillan, 2015) und über 50 Aufsätzen Literaturkritik. Er schreibt auf Deutsch und Englisch. Vor kurzem erschien der Lyrikband A Rare Clear Day (Red Fox Press 2015), der bei einem mehrwöchigen ‘writer-in-residence Aufenthalt im Heinrich Böll Cottage auf Achill Island 2012 entstanden ist, sowie die Übersetzung von Patrick Boltshausers Roman Stromschnellen (Rapids, Dalkey Archive Press, 2014). Rapids wurde im November 2015 für den IMPAC Preis (International Dublin Literary Award 2016) nominiert. Weiterhin Autor zahlreicher Kurzgeschichten und Gedichte in Zeitschriften und Anthologien, z.B. Cyphers (A Dublin Literary Journal), Animal: A Beast of a Literary Magazine, TransLit, the journal of the Society of Contemporary American Literature in German, Prairie Poetry, sowie in der FAZ und in Landing Places: Immigrant Poets in Ireland, Hg. Eva Bourke and Borbala Farago (Dedalus Press).

Isolde Asai

isolde_asaiIsolde Asai wurde geboren am 23. Juni 1957 in Ummendorf. 1977–1981 Studium an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Erste Prüfung für das Lehramt an Realschulen in den Fächern Deutsch und Katholische Theologie mit der Arbeit Untersuchungen zu Alfred Döblins Theorie und Poetik des Romans (dargestellt am Beispiel der “Drei Sprünge des Wang–lun”). Aufgrund des Umzugs nach Japan und der Geburt der Kinder Unterbrechung der Ausbildung. 1986–1988 Referendariat. Zweite Staatsprüfung für das Amt des Lehrers mit fachwissenschaftlicher Ausbildung in den Fächern Deutsch und Katholische Theologie. 1989 Erwerb der Lehrbefähigung als Lehrer für Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut Tokio. Dozenturen an der Literarischen Fakultät der Keio Universität, der Fakultät für Internationale Kommunikation der Hosei Universität und der Juristischen Fakultät der Waseda Universität. (mehr …)

Claudia A. Becker

cbeckerDr. Claudia A. Becker wurde in einer Kleinstadt im Hunsrück, Rheinland-Pfalz,  geboren und studierte Anglistik und Germanistik an der Universität Trier. Mehrere Kurzaufenthalte zu Studienzwecken in den D-A-CH-Staaten, in Frankreich, England, Wales, Italien, Luxemburg und Tunesien erweckten in ihr ein Interesse an anderen Sprachen und unbekannten Kulturen.

Nach einem M.A. in German Studies von der Bowling Green State University in Ohio durch das ,,BGSU-Salzburg-Programm” und einem Forschungsstipendiumsaufenthalt beim ,,Dictionary of Middle High German Epics” an der BGSU – mit einer Stippvisite beim ,,Dictionary of Old English”-Projekt an der University of Toronto – setzte sie ihr Studium in Angewandter Linguistik und German Studies an der University of Southern California (USC) in Los Angeles fort. Während sie dort ihren Doktorgrad erwarb, wirkte sie von 1990 bis 1992 als Mitarbeiterin beim ,,Villa Aurora”– Projekt der USC – Doheny Memorial Library: Lion Feuchtwanger Memorial Library in Los Angeles und Pacific Palisades mit. Das Forschungsthema ihrer Dissertation war eine experimentelle Studie und eine kontrastive Analyse des konventionellen und prozessuralen Schreibansatzes im Fremdsprachenunterricht.   Seit 2007 unterrichtet sie Seminare als Full Professor of German Language and Literature und leitet das Global Studies-Program im College of Arts and Sciences (CAS) an der North Carolina Central University, einer HBCU (= Historical Black College and University), in Durham, North Carolina, USA.   Sie hat wissenschaftliche Artikel zu den Forschungsthemen Schreiben in der Fremdsprache und zum Zweitsprachenerwerb veröffentlicht. Wissenschaftliche Vorträge zur Konzeptualisierung des ‘Anders­seins’ und des ‘Außenseitertums’ im filmischen Schaffen von Edgar Reitz (Heimat-Zyklus) und zur DaF-Didaktik für Minderheitenlerner auf regionalen, nationalen, und internationalen Tagungen, Kolloquien und Symposien zählen ebenfalls zu ihrem akademischen Schaffen.   Sie ist ein aktives Mitglied der AATG-ALD (Alle Lernen Deutsch)-Gruppe und der MLA (=Modern Language Association)-Arbeitsgruppe (,,Division”) ,,Linguistische Ansätze zur Literatur”/,,Linguistic Approaches to Literature”; als FULBRIGHT-Stipendiat hat sie am Baden-Württemberg-Seminar für US-amerikanische Universitätsprofessoren teilgenommen. Sie erhielt den SCALG (=Society for Contem­porary American Literature in German)-Lyrikpreis für ihr Gedicht: ,Beobachtungen einer Buchenwald-Besucherin.   Veröffentlichungen (in Auswahl): -    Gedichte in Zeitschriften oder Zeitungen: -    Der Tag vor Silvester, TRANS-LIT2 XVIII.1 (2013); -    Die Fremde, Was bleibt, Keine Fragen mehr, Sophie Journal: German-Speaking Women Write the New World, Salt Lake City:  BYU, 2013; -    Geteiltes Grab – Gespaltenes Leben, TRANS-LIT2 XVII.2 (2012); -    Reine Romantik, TRANS-LIT2 XVI.2 (2010); -    Heimat II [with an English Translation], News and Observer, 12/28/2010; -    Drei Gedichte mir englischer Übersetzung [=Three Poems with an English Translation].” Jahrbuch Literatur 2009, 89-95; -    Three German Language Poems, TRANS-LIT2 XV.2 (2009), 24-26; -    Two German Language Poems, TRANS-LIT2 XV.1 (2009), 32-34; -    Himmel über Berlin II und andere Gedichte/ Heaven over Berlin II and other poems.  DIMENSION2: A Bilingual Magazine for Contemporary German-Language Literature in English Translation 10.1 (2009), 304-309; -    Am Rande der Finsternis. TRANS-LIT2 XIV.2 (2008), 93; -    Several Poems, TRANS-LIT2 XIII.2 (2007), 16-17; -    Novemberlandschaften. TRANS-LIT2 XIII.1 (2007), 61; -    Three Poems, TRANS-LIT2 XII. 2 (2006); 12-13; -    No More Questions Asked, Ariel XXII. 1 (2004), 20 [Winning Entry for the All Nations Poetry Award 2003 in the category “Determination”; winning entry was selected by renown writer, G.E. Murray]; -    ,,Traumheimat,“ ,,Beobachtungen einer Buchenwald-Besucherin,” “Ausgesetztheit,”  TRANS-LIT X.  1 & 2 (2001), 4-7. [Winning entries for the “Robert-L.-Kahn Poetry Award 2001/2002”]; -    “German American,” Monatshefte 91. 2 (1999): 169. [“Featured Poet” unter “Texts and Documents” in der Sommerausgabe], -    etc.   Auszeichnungen:   -“CIBER (= Center of International Business, Education, and Research) Pedagogical Award and Grant 2012”, University of Illinois at Urbana-Champaign, IL;   -“Summer Reading & Cultural Programs Service Award 2009”, Robert Morris College, Chicago, IL;   -“Robert L. Kahn Poetry Prize 2001”, SCALG (Society for Contemporary American Literature in German) für das Gedicht ,,Beobachtungen einer Buchenwald-Besucherin”

Burkhard P. Bierschenck

BPB-2014Burkhard P. Bierschenck wurde 1950 in Bocholt/Westfalen geboren. Er verbrachte einen Teil seiner Jugend im Mittleren und Fernen Osten  u.a. Afghanistan, Indonesien, Iran, Indien, Pakistan, Kambodscha, Malaysia, Thailand, Türkei, Vietnam, usw. Als Kind lernte er Afghanisch (Farsi) und Indonesisch, später gesellten sich Englisch und Französisch dazu. Von 1962 besuchte er ein Internat am Bodensee, bevor er sich 1970 nach dem Abitur in München niederließ. Mit dem Schreiben begann er früh. Erste Gedichte ab dem fünfzehnten Lebensjahr, erste journalistische Schreibversuche kurz danach in der Schülerzeitung. Nach mehreren Semestern Jura und Publizistik, besuchte er die renommierte Deutsche Journalistenschule in München, entschloss sich anschließend aber, das Thema zu wechseln und ein Studium der Geschichte und Neueren Deutschen Literaturgeschichte zu absolvieren (Magister). Während des Studiums sammelte er auch als Tournee-Begleiter (Light/Sound) und Regieassistent in Theatern Erfahrungen, außerdem schrieb er freiberuflich für kleinere Magazine und für die Feuilletons verschiedener regionaler Tageszeitungen. In diese Zeit fallen auch erste Veröffentlichungen von Lyrik und Kurzgeschichten. Es folgten berufliche Positionen als Chefredakteur, Redaktionsdirektor, Verlagsleiter und Geschäftsführer bei verschiedenen deutschen Verlagen und internationalen Verlags- konzernen. 1998 machte er sich schließlich selbständig und übernahm einen in München ansässigen Fachverlag.  Dazu gesellte sich seit 2002 noch  ein belletristischer Verlag.  Er veröffentlichte mehrere Lyrik-Bände und sowie Kriminal- und Jugendabenteuerromane, sowie populäre Sachbücher Außerdem zahlreiche Kurzgeschichten. Zudem betreute er als Herausgeber zahlreiche Veröffentlichungen. 1976 erhielt er den schweizerischen Literaturpreis "Arbeitswelt" Infos über den Autor bei Wikipedia und auch im Lexikon der deutschen Krimi-Autoren sowie in Kürschners Deutscher Literatur Kalender. und im Lexikon Westfälischer AutorInnenund im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Er ist Mitglied im Deutschen Journalisten Verband, bei "Homer – Historische Literatur", der Autorengruppe historischer Autoren und im "Syndikat", der Vereinigung der Krimi-Autoren. Burkhard P. Bierschenck lebt in Bayern und der Bretagne. Er verfasst seine Texte zum Teil unter den Pseudonymen Peter Hardcastle und Peter Erfurt. Er ist auch als Maler aktiv mit seiner speziellen Form der digital-manuellen Malerei, (Infos dazu und Ausstellungstermine: kunst.bierschenck.com)   Veröffentlichungen (auszugsweise):  Im Kreis der blinden Pilze – Erzählungen und andere Texte, 1976, Relief Verlag Die Abenteuer des Piraten Oxbrow - Roman , 1984, Pawlak Verlag Das Hochzeitsbuch, 1984, Heyne Verlag Rund ums Wohnmobil, 1989 Baste-Lübbe 50 Gedichte, 2000, Verlag Neuer Merkur Fitzmorton und der lächelnde Tote – Kriminalroman, 2002, Bookspot Verlag Schaf matt – Kurzgeschichten, 2003, Bookspot Verlag Die Halbzeit der Ewigkeit – Gedichte, 2003, Bookspot Verlag Fitzmorton und der sprechende Tote – Kriminalroman, 2005, Bookspot Verlag Das Vidjaja Komplott – Science-Fiction-Thriller, 2005, Bookspot Verlag Brennen sollst Du – Kurzgeschichten, 2008, Bookspot Verlag Fitzmorton und der reisende Tote – Kriminalroman, 2008, Bookspot Verlag Her cold eyes – The adolescent vampire's songbook, Edition Cabellou, 2013 Maison Aglaia – Ein Sommer in der Provence, 2013, Edition Cabellou Der Reiter des Königs – Roman, 2014, Buntstein Verlag Wenige sind mir mehr – Gedichte, 2015, P&L Edition Die Rose von Nuristan – Roman, 2015, Bookspot Verlag
1992 wurde sein Gedicht “Ganimed” in das Gymnasiallehrbuch “Kennwort 11” aufgenommen und gehörte seitdem zum Lehrstoff der 11. Klasse an vielen deutschen Gymnasien.
  Außerdem zahlreiche Veröffentlichungen in Lyrik- und Kurzgeschichten-Anthologien, z.B.:
Ende 2004 erschienen Kriminalgeschichten in den Anthologien “Das dunkle Mal” und “Mord zur besten Zeit”. Im Sommer 2011 wurde die historische Episode “Konstanzer Blutnacht” (unter dem Pseudonym Peter Erfurt) in die Anthologie “Drei Tagesritte vom Bodensee” aufgenommen.  

Jutta Birmele

birmeleJutta Birmele, since 1990 Professor of German Studies (tenured), Department of Romance, German, Russian Languages and Literatures at CSULB Chair of Department (approx. 2400 Students and 64 full and part–time faculty) 2004–2007. 1999–2004 CSULB Representative to the system–wide Academic Council on International Programs. Director, Center for European Studies. Spring 2004 teaching in the London Semester for CSULB 1994–5 Resident Director of International Programs of CSU System in Baden Württemberg, guest lecturer at the University of Tübingen. 1992 guest lecturer at Goethe Institute Berlin. Guest Lecturer in Qingdao, PRC, 1998 and 2000. Co–director and organizer for four international conferences on German & European Affairs between 1986 and 2000. Organizer of 19th Century Studies conference at CSULB. Organizer of numerous exhibitions on campus.

Jüngste Veröffentlichungen

An Attempt a Restitution: W.G. Sebald’s Literary Mission. Presented at INSCRIPTIONS – Eighth International Literature & Humanities Conference at Eastern Mediterranean University, Famagusta, Cyprus, May 12–13, 2005. To be published by Cambridge Scholars’ Press. The Evolution of the German Individual as Carrier of Rights in the Jurisprudence of the Federal Constitutional Court. ISSEI (International Society for the Study of European Ideas), IX. International Conference, August 2004 in Pamplona, Spain, Published by ISSEI, 2004. The Status of Staatsbürger is Gaining New Content in Germany. ISSEI (International Society for the Study of European Ideas), University of Wales, Aberystwyth, July 22–27, 2002. Published on CD. The Sanctions against Austria in the U.S. Press. Österreich in der Europäischen Union, ed. Michael Gehler, Anton Pelinka, Günter Bischof, Vienna 2003, 479–486. On the Threshold of the Adoption of Global Antibribery Legislation: A Critical Analysis of Current Domestic and International Efforts Toward the Reduction of Business Corruption. Co–authored with Barbara Crutchfield George, Kathleen A. Lacey. Vanderbilt Journal of Transnational Law, Jan. 1999, 1–48. Ivan Bloch’ Influence Among the German Anti–War Dissidents. In: The Future of War. Foundation for War Studies ed. Gwyn Prins, Hylke Tromp. Kluwer Law International, The Hague, Boston, London, 2000. The Dilemma of the European Union: Balancing the Power of the Supranational EU Entity Against the Sovereignty of its Independent Member Nations. Co–authored with Barbara Crutchfield George and Paul L. Frantz. Pace International Law Review. Vol IX (1997), 111–146. The 1998 OECD Convention: An Impetus for Worldwide Changes in Attitudes toward Corruption in Business Transactions. Co–authored with Barbara Crutchfield George and Kathleen A. Lacey. American Business Law Journal, Spring 2000, 485–525. Book Review Article: David Armitage, ed. Theories of Empire, 1450–1800. An Expanding World: The European Impact on World History, 1450–1800, vol. 20 (Aldershot: Ashgate, 1998). P.J. Marshall, ed. The Eighteenth Century. The Oxford History of the British Empire, vol. 2 (Oxford University Press, 1998). Eighteenth–Century Studies, Vol. 33 (4) 2000, 605–607. Across the Borders of Disciplines: Switzerland in Focus. Co–authored with Clorinda Donato. Creative Teaching/ACT 3, ed. Hans E. Klein, Boston 2000, 139–146. A Call for New Approaches to German Colonial History. Modern Europe. Histories and Identities, eds. Peter Monteath, Frederic S. Zuckerman. Australian Humanities Press. Australia, 1998. Numerous book review essays in The European Legacy, Eighteens Century Studies, and German Studies Review.

Ehrungen, Preise und Auszeichnungen

Bundesverdienstkreuz (German Cross of Merit) conveyed by German Federal President Richard von Weizsäcker in 1993. Edward Blankenship Award for Excellence in International Education, 1992 4 National Endowment for the Humanities Fellowship Awards: 8 weeks of research at Princeton, University of London, UCLA, and Notre Dame Law Library. 5 Scholarly and Creative Activities Awards at CSULB German Government Grant ($ 500,000) to develop German on the Web, 1997–2000. 2006 Professor of the Year, American Association of Teachers of German, Southern California.

Peter Blickle

blickle-autorenfotoPeter Blickle, 1961 in Ravensburg geboren, aufgewachsen im oberschwäbischen Wilhelmsdorf, studierte Altsprachen, Anglistik und Germanistik und promovierte an der University of Michigan mit einer Arbeit über Maria Beig (Maria Beig und die Kunst der scheinbaren Kunstlosigkeit, Edition Isele 1997). Seit 1996 lehrt er als Professor für Germanistik an der Western Michigan University in Kalamazoo, USA.     Bibliographie Er übersetzt vom Englischen ins Deutsche

  • Im Schatten der Drei Schwestern von Rosina Lippi, Rowohlt/Wunderlich 2002
und, zusammen mit Jaimy Gordon, vom Deutschen ins Englische
  • Lost Weddings von Maria Beig, Persea Books 1990.
2002 erschienen die Monographie
  • Heimat. A Critical Theory of the German Idea of Homeland (Camden House)
sowie der Roman  
  • Blaulicht im Nebel (Edition Isele),
2011 der Roman
  • Von einer Liebe zur andern (Edition Isele).
  Auszeichnungen 2004 war er Preisträger beim Irseer Pegasus Literaturwettbewerb   Gast-Dozenturen 2006 und 2012 Gastprofessor im Prague Summer Program an der Karls-Universität Prag.   Er wohnt in Kalamazoo, Michigan, USA und in Wilhelmsdorf, Oberschwaben.

Irène Bourquin

bourquin__ Irène Bourquin wurde 1950 in Zürich geboren. Nach der Matura mit Schwerpunkt Altgriechisch und Latein studierte sie an der Universität Zürich Geschichte und Germanistik. Sie promovierte 1976 mit einer Dissertation zum Thema: «Vie ouvrière» und Sozialpolitik. Die Einführung der «Retraites ouvrières» in Frankreich um 1910. Von 1977 bis 1998 war Irène Bourquin Kulturredaktorin der Regionalzeitung «Der Landbote» in Winterthur. Bis 1988 leitete sie die Kulturredaktion und war zuständig für die tägliche Kulturseite sowie für die kulturelle Wochenendbeilage. In ihren Artikeln befasste sie sich vor allem mit Literatur, Theater, Ethnologie und aussereuropäischer Kunst. Ab 1988 war sie mit reduziertem Pensum Mitglied der Kulturredaktion. Mitte der 80er Jahre begann Irène Bourquin auch literarisch zu schreiben; seit 1998 liegt hier der Schwerpunkt ihrer Arbeit. Ausserdem ist sie als Lektorin und Herausgeberin tätig. 2014 startete sie in Winterthur mit einem Autorenteam die «Literarische Stadt-Safari», eine Veranstaltungsreihe, die Kurzlesungen mit Spaziergängen durch die Altstadt und die Aussenquartiere verbindet. Sie lebt in Schottikon bei Winterthur und in Zürich. Irène Bourquin schreibt Lyrik, Kurzprosa, Erzählungen, Theaterstücke, Hörspiele und Chansontexte. Lyrik, Kurzprosa und Erzählungen sind in diversen Verlagen erschienen, ausserdem in vielen Anthologien (darunter drei des PEN-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland) , in Literaturzeitschriften, Zeitungen und im Hamburger online-Magazin «Fixpoetry». Irène Bourquin ist Mitglied des AdS (Autorinnen und Autoren der Schweiz).

Publikationen (Auswahl):

  Atlasblau, Kurzprosa und Lyrik, Adonia-Verlag, 1991. Im Auge des Taifuns, Lyrik, Pendo-Verlag, 1992. Das Meer im Dachstock, Lyrik und Kurzprosa, Pendo-Verlag, 1995. Vogelschau, Kurzprosa, Heubergpresse, 1998. Patmos – Texte aus der Ägäis, Waldgut Verlag, 2001. Elch in der Dämmerung, Erzählungen, Heubergpresse, 2004. Angepirscht die Grillen, Gedichte, Waldgut Verlag, 2007. Island, Bodoni Poesie Blatt 97, Waldgut Verlag, 2008. Im Nachtwind, 57 gestochen scharfe Erzählungen, Waldgut Verlag, 2009. Türkismäander, Gedichte: Island · Irland · Bretagne, Waldgut Verlag, 2011. Herbstflut. Bretagne – eine Liebesgeschichte, (zus. mit Oskar Pfenninger), Waldgut Verlag, 2012. Der Fuchs ist ein Symboltier, Erzählung, Waldgut Verlag, 2014. Japan, 7 Prosatexte aus: Der Fuchs ist ein Symboltier, Bodoni Blatt NF 151-20, Waldgut, 2015. – Albert Michel Bosshard: Im Klostergarten und andere dringende Szenen, Zeichnungen, mit Texten von Irène Bourquin, Waldgut Verlag, 2015. – Schaukelnd im grünen Atem des Meeres, Gedichte: Ligurien · Côte d' Azur · Provence · Katalonien, Waldgut Verlag, 2016.  

Theaterstücke:

Klone, erhebt euch!, Drei Rollen für einen Schauspieler, theater-verlag desch, 1998, Uraufführung im Kellertheater Winterthur, 1999. Tyrannosaurus rex, Eine Komödie in Weiss, 1999, UA im Kellertheater Winterthur, 2000. Laptop und Lachs, 2000, UA im Kellertheater Winterthur, 2002. Sprechen wir nicht mehr über den Papst, Komödie, 2002, UA im Kellertheater Winterthur, 2003.  

Hörspiel:

Der Wolfsziegel, 2003, Ursendung Deutschlandradio Kultur, Berlin, 2005.  

Chansons:

Im Tempo Blitz!, Inszenierte Chansons (Musik: Bettina Urfer), Première im turbine theater, Langnau am Albis, 2009.  miniBodoniBlätter: Weitere Informationen auf der Website der Autorin: www.irene-bourquin.ch

Daniel Cil Brecher

brecher_vorstandDaniel Cil Brecher wurde 1951 als Sohn österreichisch–jüdischer Holocaust–Überlebender in Tel Aviv geboren. Als er zwei Jahre alt war, zog seine Familie nach Düsseldorf. Nach dem Studium der Geschichte und Philosophie entschloß er sich 1977, angetrieben von der Suche nach der eigenen Identität, zur Umsiedlung nach Israel, um eine Stelle an der Universität Haifa anzunehmen und sich aktiv am Aufbau der israelischen Gesellschaft zu beteiligen. Der Historiker arbeitete an der Gedenkstätte Yad Vashem und leistete seinen Reservedienst in der Erziehungseinheit der Armee. 1983 wurde er zum Direktor des renommierten Leo–Baeck–Instituts in Jerusalem ernannt. “Trotz beruflicher Integration ist es ihm, dem europäisch sozialisierten Einwanderer, unmöglich, Charakter und Selbstverständnis eines typischen Sabres anzunehmen. Brechers Erkenntnis: Heterogene, multikulturelle Traditionen der jüdischen Diaspora lassen sich nicht mit Vorstellungen des zionistischen Einheitsstaats verbinden; anstelle von Pluralismus werden vielmehr Nationalismus und Konformismus gefördert. Dem kollektiven Selbstbild des Israeli konnte und wollte er nicht entsprechen.” (Carsten Hueck) In der Auseinandersetzung mit der politischen Wirklichkeit Israels ergaben sich für ihn auch persönliche Konflikte, die schließlich in der Weigerung gipfelten, als Erziehungsoffizier zur Stärkung der Kampfmoral in den Libanonkrieg zu ziehen. Brecher kehrte 1986 nach Europa zurück und lebt heute in den Niederlanden. Er hat mehrere internationale Ausstellungen zum Thema jüdische Geschichte und Antisemitismus konzipiert. Publikationen: Das Sonderrecht für die Juden im NS–Staat. Eine Sammlung der gesetzlichen Maßnahmen und Richtlinien. Inhalt und Bedeutung, hrsg.v. Joseph Walk, Heidelberg, Karlsruhe: Juristischer Verlag C. F. Müller, 1981, 21996. (Motive, Texte, Materialien, Bd. 14) und Heidelberg: Uni–Taschebücher, 1996. Beyond the Pale. A History of Jews in Russia, Moskau: Library for Foreign Literature, 1995 (russisch). Fremd in Zion. Aufzeichnungen eines Unzuverlässigen, München: Deutsche Verlags–Anstalt, 2005. A Stranger in the Land. Jewish Identity Beyond Nationalism, New York: Other Press, 2007 Der David. Der Westen und sein Traum von Israel, Köln: Papyrossa 2011 Weitere Publikationen unter TEXTE Radioerzählungen: "Die Kreuzung" (Saarländischer Rundfunk 1989) "Der Partisan" (Bayerischer Rundfunk 1991) Hörspiele: "Das Ganze Land" (Saarländischer Rundfunk 1988) "Kaminsky Boulevard" (Saarländischer Rundfunk 1992) "Die Marx Brothers in Berlin" (Saarländischer Rundfunk 1993) "Erscheinungen und Dinge an Sich" (Saarländischer Rundfunk 1994) "Flushing Meadow" (DeutschlandRadio Kultur 1997) "Al Nakba – Die Katastrophe" (DeutschlandRadio Kultur 1997) "Der Fuchs und der Igel" (DeutschlandRadio Kultur 2000)

Emina Cabaravdic-Kamber

KamberEmina Cabaravdic-Kamber   (* in Kakanj, Jugoslawien, heute Bosnien und Herzegowina) ist eine freie Autorin und Malerin. Cabaravdic-Kamber verließ als einzige von elf Geschwistern 1968 mit 19 Jahren ihre Heimat und lebt seitdem in Hamburg. Sie ist 2. Vorsitzende des Verbandes deutscher Schriftsteller in Hamburg, Mitglied im deutschen P.E.N., der „Autorenvereinigung Hamburg“ und in der Internationalen Journalistenvereinigung Hamburg „Auswärtige und Ausländische Presse“ in Hamburg. Kamber gründete im Jahr 1988 den Internationalen Literaturclub „La Bohemina“. Sie arbeitet seit 1992 als VHS-Dozentin für Exilliteratur & Kunst in Hamburg, Lübeck, Münster und Bosnien. Bibliographie Mehrsprachige Veröffentlichungen erschienen in Büchern, Anthologien sowie auf der CD „Emina“ mit SEVDAH – bosnischen Liebeliedern und Lyrik-Rezitativen.

  • Moji stihovi. Bosnien 1984 (Serbokroatisch).
  • Meine Gedichte. Bosnien 1984 (Serbokroatisch).
  • Daljina me vama zove. Bosnien 1988 (Serbokroatisch).
  • Tutto e lontano da me. Neapel 1989 (Italienisch).
  • Lieben um geliebt zu werden. Novi Sad, London, NewYork 1991 (Deutsch/Englisch/Serbokroatisch).
  • Hamburger Kriegstagebuch. Bosnien 1996 (Deutsch/Bosnisch).
  • Der Schänder. Schwerin 1998 (Deutsch/Bosnisch).
  • Wenn Granaten fallen bleibt dein Herz stehen. Schwerin 2004 (Deutsch/Bosnisch).
  • Begegnung an der Ägäis. Tuzla, Wuppertal 2006 (Deutsch).
  • CD Emina, Sevdah-Liebeslieder aus Bosnien und Lyrik. Wuppertal 2007 (Deutsch).
als Herausgeberin
  • Und jedem seine Heimat. Anthologie. Hamburg 1997.
  • Ich hätte dich gern lachen sehen. Anthologie. Schwerin 2004.
  • Und Bosnien nicht zu vergessen. Anthologie. Tuzla, Wuppertal 2008.
  • Künstlerkolonie. Tuzla, Wuppertal 2009.
  • Nachbarn. Goethe-Institut Sarajevo, Tuzla 2011 (Deutsch/Bosnisch).
  Übersetzungen
  • Internationales Handbuch für Hörfunk und Fernsehen. Hans-Bredow-Institut, Baden-Baden 1992.
  Auszeichnungen Kamber erhielt 1989 einen Internationalen Lyrikpreis „Alberto Karpino“ Neapel / Italien. 1996 wurde ihr für ihre literarische Arbeit zum Thema Frieden und zur Beendigung des Krieges in ihrer Heimat Bosnien die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Im Jahre 2008 wurde ihr auf der Buchmesse in Sarajevo von dem Verlag „Das Bosnische Wort“ eine Auszeichnung für ihr Lebenswerk verliehen. Cabaravdic-Kamber ist seit 2005 Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland.

Karin Clark

clarkKarin Clark ist freie Autorin, Herausgeberin und Übersetzerin. Sie wurde 1938 in Dortmund geboren und ist am Niederrhein aufgewachsen. Sie studierte in Deutschland und den USA, wo sie als Germanistin an der University of Cincinnati/Ohio lehrte. Nach 25 Jahren Aufenthalt in den USA und England lebt sie seit 1990 in Köln. Sie war von 1979-1997 Mitglied des PEN-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland, London und von 1998-1990 Schatzmeisterin des Zentrums. Seit 1997 ist Karin Clark Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, und nun auch wieder im PEN-Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland als Doppelmitglied. Gründungsmitglied und bis 1994 europäische Koordination des International P.E.N. Women Writers’ Committee. 2000-2007 Vizepräsidentin und Writers-in-Prison-Beauftragte des P.E.N.-Zentrums Deutschland, 2001-2006 stellvertretende Vorsitzende und ab 2006  Mitglied des Vorstandes des Heinrich-Böll-Haus Langenbroich e.V., 2001-2204 Kuratoriumsmitglied der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen, September 2004 - 2009 Chair des International PEN Writers in Prison Committee, London   Bibliographie Autorin (mit Arno Reinfrank) Wisdom, Wit & Wine. My Funny Palatine. London: Oswald Wolff, 1982, 2. Aufl. 1985; 3. Aufl. 1994. Berlin. Zwei Städte unter sieben Flaggen. Bremen: Donat und Temmen, 1994. Berlin, Two Cities under Seven Flags. Leamington Spa, Hamburg, New York: Berg, 1986.   Herausgeberin:

  • Ach, Sie schreiben deutsch? Biographien deutschsprachiger Schriftsteller des Auslands-PEN. Gerlingen:Bleicher, 1986.
(mit Kirsten Kleine u. Sigrid Köppen)
  • it’s a woman’s world. lyrik von frauen aus vielen teilen der welt. Tübingen: konkursbuchverlag. Claudia Gehrke, 2000.
  Übersetzerin (aus dem Englischen):
  •  Eric Bentley, Sind Sie jetzt oder waren Sie jemals? Frankfurt a.M.: S.Fischer Theaterverlag, 1978; Tb. 1980.
(aus dem Deutschen):
  • Werner Lansburgh: Driftwood - An Odyssee in Our Time. London:  Oswald Wolff, 1986.
(aus dem Englischen, mit Arnold. Leifert)
  • und auf den Straßen eine Pest. Junge nigerianische Lyrik. Hrsg. Uche Nduka. Unkel/Bad Honnef: Horlemann, 1996.
(aus dem Englischen)
  • Ogaga Ifowodo: Homeland, Gedichte, Stuttgart: Edition Solitude, 1999.
(aus dem Deutschen)
  • Ursula Heinze de Lorenzo: Blue Nights, Poems. Santiago de Compostela: Tórculo
Edicions, 2005   Textredaktion:
  • Brasilien. Bonn: Brasilianische Botschaft, 1995.
  Artikel:
  • „Translation – Craft and Art.“ In: Incorporated Linguist“ 20/2, London 1981. In: Reader - Literary Translation. Liter?re Vertaling,“ Pretoria 1986.
  • „Nach dem Exil – Remigration oder endgültiger Abschied? Zum Problem der Heimkehr in der deutschsprachigen Lyrik der Verfolgten des Dritten Reiches.“ In: Exile and Enlightenment. Detroit: Wayne State University, 1987.
  • „USA: Zweite Heimat – Zweite Fremde? Die deutschsprachige Lyrik gibt Antwort.“ In: P.E.N. International Symposium: Exile USA. Schriesheim: Frank Albrecht, 1987.
  • „Novalisbild im Wandel: Neuansätze in der Romantik- und Aufklärungsforschung der DDR.“ In: The Enlightenment and its Legacy. Bonn: Bouvier, 1991.
  • “Writers in Exile from Germany. Writers in Exile in Germany.” In: PEN International Vol. 56, No. 1, 2006.

Albrecht Classen

albrecht_webProf. Dr. Albrecht Classen, University Distinguished Professor, lehrt seit 1987 Germanistik, speziell Mediävistik, an der University of Arizona. Seine Forschungs- und Lehrinteressen beziehen sich auf die deutsche und europäische Literatur vom 9. bis zum 18. Jahrhundert, besonders hinsichtlich Frauenliteratur und dem Thema ´Fremdbegegnung und Toleranz´. Er hat fast 90 wissenschaftliche Bücher veröffentlicht, und mittlerweile auch neun Bände mit seiner eigenen Lyrik. Ein zehnter Band ist z.Zt. in Arbeit. Prof. Classen ist der Herausgeber der Zeitschriften Mediävistik und Humanities Open Access. 2004 erhielt er das Bundesverdienstkreuz am Band, 2012 wurde er als Professor of the Year in Arizona von der Carnegie Foundation geehrt, und 2015 zeichnete man ihn mit dem Faculty Advisor Award an seiner eigenen Universität aus. Er ist seit vielen Jahren aktiver Mitarbeiter bei und Beiträger zur Zeitschrift Trans-Lit2, veröffentlicht also regelmäßig Gedichte und gelegentlich auch kleinere Prosatexte. mehr...

Martin R. Dean

Martin_DeanMartin R. Dean, geboren am 17. Juli 1955 in Menziken (Kanton Aargau, Schweiz) als Sohn einer Schweizerin und eines karibischen Vaters aus Trinidad (& Tobago). Besuch der Primarschule in Menziken (AG), Kantonsschule in Aarau. Eidgenössische Matura Typ B. Nach der Matura mehrere Auslandsreisen, u. a. in der Karibik, Portugal, Italien und Griechenland; längere Aufenthalte in Südfrankreich und regelmäßige Visiten in Paris. Studium der Germanistik, Ethnologie und Philosophie an der Universität Basel. 1986 Abschluß (summa cum laude) mit dem Titel des “Licentiatus Philosophorum” in den Fächern Germanistik, Philosophie und Ethnologie. Lizentiatsarbeit über Hans Henny Jahnns Roman Perrudja. Längere Seminararbeit über Robert Walsers Dramolett Schneewittchen. Danach Arbeit als Schriftsteller, Journalist und Essayist in Basel. Gymnasiallehrer am Gymnasium Muttenz (BL) mit Teilzeitpensum. Zahlreiche Texte in Anthologien, Zeitschriften und Magazinen. Verheiratet mit der Literaturwissenschaftlerin Silvia Henke, Tochter Mona. Lebt in Basel und Paris.

Publikationen:

Die verborgenen Gärten. Roman. München: Hanser, 1982. Die gefiederte Frau. Fünf Variationen über die Liebe. München: Hanser, 1984. Der Mann ohne Licht. Roman. München: Hanser, 1988. (mit Silvia Henke) Schlaflos. Theaterstück. Frankfurt am Main: Verlag der Autoren, 1989. Außer mir. Ein Journal. München: Hanser. 1990. (Edition Akzente). Gilberts letztes Gericht. Theaterstück. Frankfurt am Main: Verlag der Autoren, 1990. UA: Basel 1992. Der Guayanaknoten. Roman. München: Hanser, 1994. Die Ballade von Billie und Joe. Roman. München: Hanser, 1997. Monsieur Fume oder Das Glück der Vergeßlichkeit. Roman. München: Hanser, 1998. Meine Väter. Roman. München: Hanser, 2003. Zwischen Fichtenbaum und Palme. Kommentierte Textsammlung für den interkulturellen Deutschunterricht an Mittelschulen. Mit Fotos von Martin Bichsel. Bern: hep verlag, 2005. Falsches Quartett. Salzburg und Wien: Jung und Jung Verlag, 2014. Auszeichnungen: 1983 Werkjahr des Kuratoriums des Kantons Aargau 1983 Rauriser Literaturpreis des Landes Salzburg 1985 Werkpreis des Kantons Luzern 1985 Förderbeitrag von Basel-Stadt 1987 Werkbeitrag der Pro Helvetia 1988 Werkauszeichnung der Migros-Genossenschaft 1988 Förderpreis der Bundesdeutschen Industrie 1988 Großer Aargauer Literaturpreis 1991 Deutscher Dramatikerpreis, verliehen durch die Frankfurter Autorenstiftung 1992/93 Stadtbeobachterstipendium der Stadt Zug 1993 Werkjahr des Kanton Luzern. 1993 Werkbeitrag der Pro Helvetia. 1994 Literaturbeitrag der Stadt-Basel. 1996 Werkjahr der Pro Helvetia. 1997 Stipendium des Landes Baden Würtemberg 1999 Förderpreis der Akademie der Künste, Berlin, Kunstpreis Berlin 2000 Werkjahr der Stadt Basel 2000 Werkbeitrag des Kantons Aargau. Kuratorium Aargau 2002 Werkjahr der Stiftung Pro Helvetia 2003 Auszeichnung der Schweizerischen Schillerstiftung 2007 Literaturförderung der Stadt Basel 2009 Atelierstipendium London, April-September, Landis & Gyr

Inge Deutschkron

deutschkronInge Deutschkron, geboren am 23. August 1922 in Finsterwalde, ist eine deutsch-israelische Journalistin und Autorin jüdischer Herkunft. Sie wurde als Tochter eines sozialdemokratischen Gymnasiallehrers geboren und wechselte 1927 mit der Familie nach Berlin. Der Vater wurde 1933 als Jude aus dem Schuldienst entlassen und floh 1939 nach Großbritannien. Deutschkron und ihrer Mutter gelang die Flucht nicht. 1941 bis 1943 arbeitete sie in der Blindenwerkstatt Otto Weidt in Berlin-Mitte und wurde dort vor der Deportation bewahrt. Ab Januar 1943 lebte sie illegal in Berlin und versteckte sich mit ihrer Mutter bei nichtjüdischen Freunden, um dem Holocaust zu entgehen. 1946 zog sie mit der Mutter nach London, studierte Fremdsprachen und wurde Sekretärin bei der Sozialistischen Internationale. 1954 reiste sie zunächst nach Indien, Burma, Nepal und Indonesien, kehrte 1955 nach Deutschland zurück und arbeitete in Bonn als freie Journalistin. 1958 wurde sie Korrespondentin für die israelische Tageszeitung Maariv. 1963 nahm sie als Beobachterin für Maariv am Frankfurter Auschwitz-Prozeß teil. 1966 erhielt sie die israelische Staatsbürgerschaft. Aus Verärgerung über wieder aufflammenden Antisemitismus in der deutschen Politik und die anti-israelischen Haltung der 68er-Bewegung zog sie 1972 nach Tel Aviv. Sie arbeitete dort bis 1988 als Redakteurin der Zeitung Maariv und widmete sich der internationalen und der Nahost-Politik. Für das Theaterstück Ab heute heißt Du Sara, einer Bühnenadaption ihrer Autobiographie Ich trug den gelben Stern, am GRIPS-Theater kehrte sie im Dezember 1988 nach Berlin zurück. Seit 1992 lebt sie als freie Schriftstellerin in Tel Aviv und Berlin. Sie setzt sich dafür ein, daß die Stillen Helden, Menschen, die Juden gerettet haben, vom deutschen Staat gewürdigt werden. Auf ihre Initiative wurde der Förderverein Blindes Vertrauen gegründet, dessen Vorsitzende sie ist. Publikationen: Ich trug den gelben Stern, Köln, Verlag Wissenschaft und Politik, 1978. Israel und die Deutschen: Das schwierige Verhältnis, Köln, Verlag Wissenschaft und Politik, 1983. … denn ihrer war die Hölle: Kinder in Gettos und Lagern, Köln, Verlag Wissenschaft und Politik, 1985. Milch ohne Honig: Leben in Israel, Köln, Verlag Wissenschaft und Politik, 1988. Unbequem: Mein Leben nach dem Überleben, Köln, Verlag Wissenschaft und Politik, 1992. Ich trug den gelben Stern, München, Deutscher Taschenbuch Verlag, 1992. Sie blieben im Schatten: Ein Denkmal für “stille Helden”, Berlin, Edition Hentrich, 1996. Mein Leben nach dem Überleben, München, Deutscher Taschenbuch Verlag, 2000. (mit Lukas Ruegenberg) Papa Weidt. Er bot den Nazis die Stirn, Kevelaer, Butzon & Bercker, 2001. Das verlorene Glück des Leo H., Frankfurt am Main, Büchergilde Gutenberg, 2001. Emigranto. Vom Überleben in fremden Sprachen, Berlin, Transit, 2001. Offene Antworten. Meine Begegnungen mit einer neuen Generation, Berlin, Transit, 2004. Literatur über Inge Deutschkron: Wolfgang Kolneder (Hrsg.): Daffke ...! Die vier Leben der Inge Deutschkron. 70 Jahre erlebte Politik, Berlin, Edition Hentrich, 1994. Auszeichnungen: 1994    Moses-Mendelssohn-Preis 1994    Rahel-Varnhagen-von-Ense-Medaille 2002    Verdienstorden des Landes Berlin 2008    Carl-von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik 2008    Louise-Schroeder-Medaille 30. Januar 2013: Inge Deutschkron hielt heute die Rede zur Gedenkstunde zu Ehren der Opfer des Nationalsozialismus im Bundestag.

Esther Dischereit

Esther Dischereit wurde 1952 in Heppenheim/a.d.B. geboren; Studium in Frankfurt am Main; Ausbildung zur Pädagogin; danach Hilfsarbeiterin in der Metallindustrie, wurde später Schriftsetzerin und arbeitete bis 1986 in der Druckindustrie ab 1991 Gewerkschaftsreferentin 2001-06 außerdem: Kuratorin für den Deutschen Gewerkschaftsbund, Berlin: contemporary art/new media 1995 Fellow am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch- jüdische Studien, Potsdam. Ab 1996 Gastlesungen an der University of Massachusetts, Amherst, Washington University of St. Louis, Cornell-University, Ithaca, MIT, Boston, University of California, Berkeley, Princeton University u.a. in USA und Kanada Lectures at Princeton University 2008 Lectures at New York University (Berlin) 2010/11 Oberlin College and Conservatory, Ohio Max Kade German Writer-in-Residence wordMusic Musikprojekt, gegründet in den neunziger Jahren. Zusammen mit Raymond Kaczynski u.a. „Ich decke mich zu mit der Zeit“ (UA 1999 Saarländischer Rundfunk); verschiedene Programme – spielte mit Johannes Niebergall, Bülent Ates, Rüdiger Carl, Friedemann Graef, Rajesh Mehta, Raymond Kaczynski, Tonbüro Berlin, Detlef Bensmann et al. Auszeichnungen / internationale Auftritte 5th world poetry festival, Caracas, Venezuela, 2008 „Ein Kleid aus Warschau“, Drehbuch zus. mit Michal Otlowski Warschau/Berlin 2007, nominiert für Prix Genève – Europe, 2007 First international conference of Jewish writers kisufim, Jerusalem, Israel, 2007 Poetry. Wider das Verstummen, 3. Outspoken, Münster 2007 Guest of honor der conference Women in German, USA, 2006 Luncheon speaker GSA-conference, USA, 2006 Writer in residence, Deutsches Haus, New York, USA, 2004 Gastaufenthalt Uni-versity of Wales, Swansea, UK, 2004 Symposion on Dischereits work, Swansea, UK, 2004 Festival de Poesia, Medellin, Columbia, 2003 Hörstück „Ein Huhn für Mr Boe“, nominiert für 51. Hörspielpreis der Kriegsblinden Hörstück „Rote Schuhe“ (Hörspiel des Monats) "Kaffee im Haus von Zara Naor" (Woche des Hörspiels), Berlin, Erich-Fried-Preis 2009 Stipendien Writer-in-Residence, Oberlin College, USA (2010) Ernst-Strassmann-Stiftung (2003), Stiftung Preussische Seehandlung Berlin (1990/1995), Senat von Berlin (1998), Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst (1987), Kooperationen mit dem Goethe-Institut in Europa, USA, Latein-Amerika et al.,

Martin Dreyfus

Martin_DreyfusMartin Dreyfus geboren und aufgewachsen in Basel. Ausbildung zum Sortiments- später Verlagsbuchhändler, einige Berufsjahre in beiden Bereichen, parallele Tätigkeit als Lehrbeauftragter und Kursleiter. Weiterbildung in Erwachsenenbildung (SVEB) und Kulturmanagement (Stapferhaus Lenzburg/Universität Basel).
Lebt als Sammler und „Bibliothekar“ seiner zunehmenden Bestände bei Zürich und arbeitet freiberuflich als Lektor und literarischer Spaziergänger in Zürich, dem Engadin (Sils-Soglio), dem Tessin (Monte Vérità), Davos, Meran, Prag, Triest und weiteren Destinationen. Diverse Beiträge und Publikationen v.a. zu Else Lasker Schüler, Schalom Ben-Corin und den Kreis um Stefan George, Karl Wolfskehl in der Schweiz und zur Verlagsgeschichte im Exil.

Karsten Dümmel

duemmelKarsten Dümmel, 1960 in Zwickau geboren. Mit 15 Jahren Mitglied des Arbeitskreises „Junge Talente“ Gera (fünf eigene Ausstellungen). 1976–1978 Berufsausbildung zum Elektromonteur in Schlema. Februar 1977 Gründungsmitglied des Arbeitskreises „Kunst und Kirche“; 1978 Auflösung des Arbeitskreises durch die Stasi. Besuch des Abendgymnasiums; 1980 Abitur über den zweiten Bildungsweg. Mehrfache Bewerbung zum Studium der Literaturwissenschaften in Leipzig und Berlin (Ablehnung aus politischen Gründen trotz bestandener Aufnahmeprüfungen). 1983-1988 Leiter von Literatur-, Friedens- und Menschenrechtsarbeitskreisen der Ev. Kirche Gera-Lusan. Nach der letzten Studienablehnung 'Antrag auf ständige Ausreise aus der DDR' (mit 56 abgelehnten Folgeanträgen). Ab Mai 1984 beginnende Zersetzungsmaßnahmen der Stasi: angewiesene Arbeitsplatzbindung als Fensterputzer, Gebäudereiniger, dann Hilfsarbeiter in der Nachtreinigung von Zügen. 18. Juli 1985 kurzzeitige „Zuführung“ durch das Ministerium für Staatssicherheit wegen „Androhung staatsfeindlicher Handlungen“; danach verschärfte „Disziplinierungs- und Zersetzungsmaßnahmen“: Arbeitsplatzbindung, Reisesperre, Kontaktaufnahmesperre, Postkontrolle, ununterbrochener Stadtarrest, teilweise Hausarrest. Nach dem Honecker-Besuch in Bonn Freikauf durch die Bundesregierung (Frühjahr 1988). 1988-1992 Studium der Rhetorik und der Germanistik in Tübingen. Seit 1993 verschiedene Forschungsprojekte zur Staatssicherheit der DDR; 1995 kurzer Studienaufenthalt in Polen (Krakow). Lehrbeauftragter an der Uni Tübingen (bis 2003) 1996 Promotion in Rhetorik. seit 1997 in der politischen Erwachsenenbildung 2002 Gastdozent in den USA. 2004 bis 2008 Arbeitsaufenthalt in Mali und in Senegal. Seit März 2014 Leiter des Auslandbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Bosnien Herzogowina Mitglied des „Internationalen P.E.N. Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland“ und des „Autorenkreis der Bundesrepublik“. Ein ausführliches Publikationsverzeichnis findet sich auf der Website der Konrad-Adenauer-Stiftung (PDF). Bücher Identitätsprobleme in der DDR-Literatur der siebziger und achtziger Jahre. Frankfurt / M. 1997. Dümmel, Karsten; Schmitz, Christian (Hg.): Was war die Stasi? Einblicke in das Ministerium für Staatssicherheit der DDR (MfS). Sankt Augustin 2002. Dümmel, Karsten; Sadji Booker, Amadou (Hg.): La Tolerérance religieuse. Reflet de l‘aspiration d’une nation à la démocratie. Dakar 2006. Dümmel, Karsten; Sidy Dieng, El Nagj; Bocandé, Ute; Cissé, Alioune: Emigration clandestine. L’ aventure mortelle. Scénario de BD Afrique Citoyenne. No 13. Dakar 2006. Nachtstaub und Klopfzeichen oder Die Akte Robert. Berlin 2007. Dümmel, Karsten; Mbow, Penda; Tamba, Mostapha; Jansing, Johannes W. Gunivortus (Hg.) L`emigration clandestine. Le profile des candidats. 2., ed. Dakar 2008. Dümmel, Karsten; Piepenschneider, Melanie (Hg.): Was war die Stasi? Einblicke in das Ministerium für Staatssicherheit. 3., erw. u. überarb. Aufl. Sankt Augustin 2009. Le Dossier Robert (übersetzt von Rémon, Martine): Meudon /Paris 2009. Dümmel, Karsten: Roberts Dossier (übersetzt von Relve, Tiiu ). Tallin 2011. Dümmel, Karsten; Studt, Heiner: Grenzverletzung. Kurzprosa mit Bildern von Heiner Studt. Hamburg 2011. Dümmel, Karsten: Öötolm ja koputus ehk. Roberti toimik (übersetzt ins Estnische von Tiiu Relve). Tallinn 2011. Dümmel, Karsten; Piepenschneider, Melanie (Hg.): What is the Stasi ? (übersetzt ins Koreanische von Young Yoon Kim),  Seoul 2012. Dümmel, Karsten: Strohblumenzeit. Roman. Berlin 2014.

Roland Erb

erbRoland Erb wurde am 1. April 1943 in Töppeln in Thüringen geboren. 1961 bis 1966 studierte er Romanistik in Leipzig und arbeitete danach als Verlagslektor. Seit 1972 ist er freischaffender Schriftsteller, Literaturpublizist und Übersetzer. Von 1995 bis 1999 war er Mitherausgeber der Dresdner Literaturzeitschrift „Ostragehege“. Roland Erb veröffentlichte zwei Lyrikbände: Die Stille des Taifuns (1981) und Märzenschaf (1995). Neben zahlreichen Nachdichtungen aus dem Spanischen, Portugiesischen, Russischen und anderen Sprachen widmete er sich auch der Übersetzung rumänischer Schriftsteller wie George Bacovia, Mihail Sadoveanu, Mihail Sebastian, Norman Manea, Panait Istrati und Tudor Arghezi. Er gab einen Band ausgewählter Gedichte Mihai Eminescus, Engel und Dämon, heraus (1972). Ausgezeichnet wurde er mit der Eminescu-Medaille der Republik Rumänien (2000). „Eine faire Diskussion“. (Beitrag zur Lyrikdiskussion um Adolf Endler), in: Sinn & Form, Heft 3/1972

´74 Neue Lyrik – neue Namen. (6 Anthologiebeiträge), Neues Leben /Aufbau Verlag, Berlin

´76 Neue Lyrik – neue Namen ( Gedichte), Neues Leben /Aufbau Verlag, Berlin

´78 Neue Lyrik – neue Namen (Gedichte), Neues Leben /Aufbau Verlag, Berlin

Montale. Essay, in: neue deutsche Literatur, 1980

´80 Neue Lyrik – neue Namen (Gedichte), Neues Leben /Aufbau Verlag, Berlin

„Die Stille des Taifuns“. Gedichte. Aufbau Verlag, Berlin 1981

Nicht allein im Rosental. Anthologie (16 Gedichte), Der Kinderbuchverlag, Berlin, 1988

„So zu sagen Ich“, in: Selbstbildnis zwei Uhr nachts. Gedichte, Aufbau, Berlin, 1989

Jahrbuch der Lyrik 88/89 (Gedichte), Luchterhand Verlag, Frankfurt, 1988

Jahrbuch der Lyrik 89/90 (Gedichte), Luchterhand Verlag, Frankfurt, 1990

„Stadtgedichte“, in: Leipziger Blätter, 1990, Heft 2

Freies Gehege. Anthologie, (12 Gedichte), Literaturbüro Leipzig, 1993

„Paris aus dem Kellergeschoß erkundet“. Funkessay, MdR, 1993

„Am Rande des chirurgischen Weltkongresses. Erzählung, in: Ostragehege, H. 2/94

„Märzenschaf“. Gedichte, Hellerau Verlag, Dresden, 1995

„Der Mond läuft mit“. Erz., in: Marienkalender, Cordier, Heiligenstadt, 1995

„In einem menschenleeren Haus“. Erz., in: Ostragehege, Dresden, 1996

„Hegelstraße“. Erz., in: Ostragehege, Dresden, 1997

„Finstere Heimat: Morast und Sand“. Erzählung, in: Der heimliche Grund, Kiepenheuer, 1996

„Silvester in der Passage“. Erzählung, in Signum, 1. Jahrgang., Heft 1, Dresden, 1999/2000

Fast hätte er das Flugzeug erwürgt. Gedichte, Die Scheune, Dresden, 1999 (Gedichte)

„Umsteigen in der verlorenen Stadt“. Erzählung, in: Marienkalender, Cordier, Heiligenstadt, 2003

„Wozu das Verlangen nach Schönheit“ Anthologie (20 Gedichte), drei–Eck–Verlag, Bochum, 2003

„Die Heimkehr des Vaters“. Erzählung, in: Antigones Bruder. Anth., Faber & Faber, Leipzig, 2003

„Nach einem Hausgarten und zurück“. Erz., Literatur an einem stillen Nachmittag, Leipzig, 2004

Gedichte, in: Mit einem Reh kommt Ilka ins Merkur. Leipziger Gedichte, Connewitzer Verlagsgesellschaft, Leipzig, 2005

Schlafende Hunde. Politische Lyrik. Berlin, 2005 (Gedichte)

„Scharfschritt“. Erz., in: Signum, 2/2006 (in Vorbereitung)

„Das Werk Stefan Chwins“. Essay. Thelem Verlag, Dresden, 2006

Octavian Mihaescu, Heimatlos. Roman. (Vorwort–Essay). V. Radu Barbulescu, München, 2006

„Von Sonntag und Montag“, „Parkspaziergänge und sieben Jahre Pech“, „Die andere Heimkehr“, „Morpheus“, „Die Schande“. Erzählungen (unveröffentlicht)

EDITIONEN

Mihai Eminescu, Engel und Dämon. Dichtungen. Reclam, Leipzig, 1971

Ioan Slavici, Novellen aus dem Volk. Reclam, Leipzig, 1976

Nicolás Guillén, Poesiealbum, Neues Leben, Berlin, 1977

Eugenio Montale, Poesiealbum, Neues Leben, Berlin 1978

Joris–Karl Huysmans, Gegen den Strich, G. Kiepenheuer, Leipzig, 1978

Mihail Sadoveanu, Bärenauge. Erzählungen, Insel, Leipzig 1979

Tudor Arghezi, Der Friedhof Mariä Verkündigung, G. Kiepenheuer, Leipzig, 1984

Helmut Bartuschek, Die Häutung des Schlangenkönigs. Insel, Leipzig, 1985

George Bacovia, Pfahlbauten. Insel, Leipzig, 1986

Gabriela Mistral, Poesiealbum. Neues Leben, Berlin, 1987

Philippe Soupault, Bitte schweigt. Gedichte und Lieder. Kiepenheuer, Leipzig, 1989

Freies Gehege. Anthologie (Mitherausgabe). Literaturbüro Leipzig, 1993

Christoph Kolumbus, Schiffstagebuch. Reclam, Leipzig, 2000

Rainer Maria Rilke, Ich, das Gold, das Feuer und der Stein. Gedichte. Reclam, Leipzig, 2001

ÜBERSETZUNGEN, NACHDICHTUNGEN

Jules Vallès, Der Aufrührer. Roman (Teil–Übersetzung, Endfassung), Reclam, Leipzig, 1971

Reise zum Ursprung. Kubanische Erzählungen. (18 Erz.) Reclam, Leipzig, 1973

Miguel Otero Silva, Ich weine nicht. Roman. Volk und Welt, Berlin, 1974

Alejo Carpentier, Barockkonzert. Roman. Volk und Welt, Berlin, 1977

Jorge Amado, Das Land der goldenen Früchte. Roman. Berlin, 1977 u. Düsseldorf, 1978

Italienische Erzähler (Brancati, Buzzati, Pasolini). Volk und Welt, Berlin, 1979

Eduardo di Filippo, Die Kunst der Komödie. Stück. Volk und Welt, Berlin, 1980

Cesare Pavese, Klar und verlassen gehen die Morgen. Gedichte, Volk und Welt, Berlin, 1981

Jorge Amado, Der gestreifte Kater und die Schwalbe Sinhá. Volk und Welt, Berlin, 1981

Christoph Columbus, Schiffstagebuch. Reclam, Leipzig, 1978–2000 (7 Auflagen)

Mexikanische Erzählungen (Teilübersetzung). Volk und Welt, Berlin, 1987

Gunnar Ekelöf, Es ist spät auf Erden. Gedichte. Volk und Welt, Berlin, 1987

Ugo Foscolo, Die letzten Briefe des Jacopo Ortis, Insel, Leipzig, 1988

Percy Bysshe Shelley, Dichtungen (Teil–Nachdichtung), Insel, Leipzig u. Frankfurt, 1988

Mihail Sadoveanu, Bärenauge. Erzählungen. Insel, Leipzig, 1980

Tudor Arghezi, Der Friedhof Mariä Verkündigung. Kiepenheuer, Leipzig, 1985

Panait Istrati, Neranzula. Roman. Dieterich, Leipzig, 1988

Michail Lermontow, Der Dämon. Poem. Rütten & Loening, Berlin, 1988

Philippe Soupault, Bitte schweigt. G. Kiepenheuer, Leipzig; Wunderhorn, Heidelberg, 1989

Wladyslaw Szlengel, Was ich den Toten las. Ged., G. Kiepenheuer, Leipzig, 1990 (Teil–Nd)

Anton Tschechow, Aus den Notizen eines Jähzornigen, Reclam, Leipzig, 1990 (Teil–Ü)

Ossip Mandelstam, Über Dichtung. Essays (zus. m. M. Erb), G. Kiepenheuer, Leipzig, 1991

Jewgeni Samjatin, Wir. Roman u. Erzählungen (zus. m. M. Erb), Kiepenheuer, Leipzig 1991

Boris Pasternak, Prosa und Essays. Aufbau Verlag, Berlin, 1991(Teil–Ü.)

Boris Pasternak, Gedichte und Poeme. Aufbau Verlag, Berlin 1994 (Teil–Ü.)

Serge Filippini, Der flammende Mensch. Roman. Aufbau, Berlin, 1994

Serge Filippini, Der gefallene Engel. Roman. Aufbau, Berlin, 1996

Tudor Arghezi, Der Friedhof. Die andere Bibliothek. Eichborn, Frankfurt, 1991

Eduardo Lorenço, Essays, Frankfurter Buchmesse, 1998 (Teil–Ü.)

Portugiesische Literatur, in: Die Horen, 44. Jg., Bd.2/1999, Ausgabe 194 (Teil–Ü.)

Czeslaw Milosz, Theologischer Traktat, in Sinn & Form, Heft , 2003, H. 6

Adam Michnik, Die Wajda–Frage. Essay, in: Sinn & Form, Berlin, 2002, 2. Heft (m. M. Erb)

Kauderwelsch des Lebens. Russ. Erz. (Teil–Ü, zus. m. M. Erb), Nautilus, Berlin, 2003

Norman Manea, Schlemihls Tätowierung. Essay, in: Die literarische Welt, April 2003

Mihail Sebastian, Entsetzt, aber nicht verzweifelt. Tagebücher (m. E. Kanterian), Claassen 20 33. 33.

Zbigniew Herbert, Ein Gespräch über das Schreiben von Gedichten, in: Sinn & Form, 2005/H. 4

Norman Manea, Lehrjahre des Exils. 2 Essays, in: Sinn & Form 5 u.6 / Berlin, 2006

Claude Esteban, Gedichte, in: Akzente, H. 5, München, 2006 Paulo Hernandez Britto,

Macau. Gedichte (Berliner Literaturfestival, 2006)

Süß ist es zu leben. Tschechische Gedichte. Deutsche Verlags–Anstalt, Stuttgart, 2006 (Teil–Ü.)

Michael Eskin

MEskinPicMichael Eskin, geb. 1966,  studierte Philosophie und Literatur in München, Paris, Minnesota und New Jersey. Er lehrte an der Rutgers University, an der University of Cambridge, wo er Fellow am Sidney Sussex College war, sowie an der Columbia University. Bibliographie Neben zahlreichen Essays zur Philosophie und Literatur sind von ihm folgende Bücher erschienen:

  • „Nabokovs Version von Puškins Evgenij Onegin”: Zwischen Version und Fiktion – eine übersetzungs- und fiktionstheoretische Untersuchung (1994);
  • Ethics and Dialogue in the Works of Levinas, Bakhtin, Mandel’shtam, and Celan (2000);  
  • Literature and Ethics: A Special Edition of Poetics Today (2004);  
  • Poetic Affairs: Celan, Grünbein, Brodsky (2008);  
  • Philosophical Fragments of a Contemporary Life (2008; unter dem Pseudonym Julien David);
  • 17 Vorurteile, die wir Deutschen gegen Amerika und die Amerikaner haben und die so nicht ganz stimmen können (2008; unter dem Pseudonym Misha Waiman);
  • The DNA of Prejudice: On the One and the Many (2010; ausgezeichnet mit dem Next Generation Indie Book Award for Social Change); 
  • The Bars of Atlantis: Selected Essays by Durs Grünbein (2010; als Herausgeber);  
  • Yoga for the Mind: A New Ethic for Thinking and Being & Meridians of Thought (2013; mit Kathrin Stengel);
  • The Wisdom of Parenthood: An Essay (2013; im Erscheinen).
Er ist Mitglied von SCALG, der Authors Guild sowie der Academy of American Poets, und hält regelmäßig Vorträge und Workshops zu literarischen, philosophischen und kulturellen Themen und ist Mitbegründer von Upper West Side Philosophers, Inc. - Publishing & Studio, New York.

Peter Finkelgruen

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAPeter Finkelgruen wurde am 9. März 1942 in Shanghai, im Stadtteil Hongkew, geboren, wohin seine Eltern aufgrund der NS–Verfolgung emigriert waren. 1943 wurde Hongkew auf Drängen der deutschen Reichsregierung von den japanischen Besatzern zum Getto erklärt, im gleichen Jahr starb Peter Finkelgruens Vater, Hans. Nach der Befreiung des Gettos durch amerikanische Truppen kam Peter Finkelgruen 1946 mit seiner Mutter, Ernestine, nach Prag, wo seine Großmutter Anna Bartl, die mehrere Jahre Konzentrationslager überlebt hatte, lebte. In Prag besuchte Peter Finkelgruen die Grundschule, bis er 1951, nach dem Tode seiner Mutter, mit seiner Großmutter nach Israel auswanderte, wo die beiden bis 1959 lebten. Nach dem Abitur übersiedelten die beiden in die Bundesrepublik Deutschland, wo Peter Finkelgruen politische Wissenschaft, Soziologie und Geschichte in Freiburg, Köln und Bonn studierte. 1963 wurde er Rundfunkredakteur bei der Deutschen Welle und übernahm 1964 für zwei Jahre die Leitung des Bonner Büros des Jewish Observer & Middle East Review. 1966 kehrte er als Redakteur zur Deutschen Welle zurück. 1981 wurde Peter Finkelgruen als Korrespondent der Deutschen Welle nach Israel entsandt und leitete außerdem von 1982 bis 1988 das Jerusalembüro der Friedrich–Naumann–Stiftung. In dieser Zeit veröffentlichte er mehrere Beiträge in verschiedenen Zeitschriften, wie Das Parlament und liberal, und in Anthologien, z. B. Fremd im eigenen Land. Nach seiner Rückkehr aus Israel veröffentlichte er die autobiographischen Bücher Haus Deutschland oder Die Geschichte eines ungesühnten Mordes, 1992, Rowohlt Verlag, Berlin und Erlkönigs Reich. Die Geschichte einer Täuschung, 1997, Rowohlt Verlag, Berlin. Im November 2007 veröffentlichte er zusammen mit seiner Frau, Gertrud Seehaus, das autobiographische Kinderbuch Opa und Oma hatten kein Fahrrad, ISBN: 3837013596. Peter Finkelgruen lebt und arbeitet in Köln.   Texte von Peter Finkelgruen auf exilpen.net: Keine Dokumente gefunden.

Uwe Friesel

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA Uwe Friesel war nach dem Studium Hörspiellektor beim NDR und Chefdramaturg an der Freien Volksbühne Westberlin. Anfang 1970 Gründer der AutorenEdition. Zwischen 1982 und 2010 freier Autor in Italien und Schweden. 1991 Wahl zum ersten gesamtdeutschen VS-Vorsitzenden. Als solcher hat er die beiden internationalen Schriftsteller-Kreuzfahrten „Baltic Cruise“ (Ostsee 1992) und „Waves of the Black Sea“ (Schwarzes Meer/Ägäis 1994) mitorganisiert und die UNESCO-Schriftstellerzentren Visby und Rhodos mitgegründet. Im Oktober 1999 war er Leiter des internationalen Exilautoren-Symposiums „Writing out of Exile“ in Rhodos, 2006 und 2010 leitete er Schreibwerkstätten in Kroatien und Bosnien. Zur Zeit  lebt er in Salzwedel, Altmark. Rompreis Villa Massimo (1968), Berlin-Stipendium des Literarischen Colloquiums am Wannsee (1972), Stadtteilschreiber von HH-Eppendorf (1980), Großes niedersächsisches Literaturstipendium (1984), Schreyahn-Stipendium (1996). Friesel schreibt Gedichte, Erzählungen, Hörspiele und Romane sowie Film- und Fernsehdrehbücher. Neufassung von Ben Jonsons "Volpone" mit Aufführungen in Berlin, Hamburg und Stuttgart. Übersetzungen u. a. von Vladimir Nabokov und John Updike. Weitere Informationen finden Sie auf seiner Website www.uwefriesel.de.

Publikationen (Auswahl): 1963: Linien in die Zeit. Gedichte. Brusberg / Hannover. 1965: Sonnenflecke. Roman. Wegner / Hamburg. 1978: Am falschen Ort. Erzählungen. AutorenEdition / München. 1983: Jeden Tag Spaghetti. Jugendroman. Rowohlt / Reinbek. 1983: Sein erster freier Fall. Kriminalroman. C. Bertelsmann / München (plus 1985 Heyne / München, sowie 2001 Revonnah /Hannover, sowie jmb / Hannover 2013, sowie Hörspiel-CD Blankenhorn NDR-PIDAX 2016). 1983: Lauenburg Connection. Kriminalgeschichten, Heyne / München. 1984: Aufrecht flußabwärts. Gedichte. Heyne / München. 1984: Spiegel verkehrt. Kriminalroman. Heyne /München (plus 1992). 1985: Das Ewige an Rom (...) Erzählungen. Postskriptum / Hannover. 1987: Im Schatten des Löwen. Roman. Bertelsmann / München (plus 1989 Goldmann / Berlin). 1988: Das gelbe Gift. Kriminalroman. Heyne / München, sowie 2000, Verlag der Criminale, München. 1990: Der Blitz von San Timo. Erzählung. Weitbrecht / Stuttgart. 1993: Ein Fremder in Lolitaland. Übersetzung (Gregor von Rezzori) und Essay. Claassen / Hildesheim. 1993: L'arte di salire ondeggiando. Testi Italiani. Edizioni del Mandorlo / Olevano Romano. 2002: Gutnachbarliche Beziehungen. Kriminalgeschichte. In: Mord und Steinschlag. Leda / Leer. 2004: Gute Nacht. Der greise Kopf. Zwei Kriminalgeschichten. In: Die Winterreise. Gerstenberg / Hildesheim. 2005: Blut für Eisen. Roman. Nymphenburger / München. 2006: Der Zirkus der Tiere. Roman für Kinder. Gerstenberg/Hildesheim. 2008: Goldaugenmusik. Kriminalroman. Zus. m. Richard Hey. Leda / Leer. 2011: Die drei Muskeltiere. Bilderbuch. Zus. mit André Prah. jmb-Vlg. / Hannover. 2015: Zwischen allen Stühlen, Essays, jmb /Hannover. 2008–2015: Hrsg. und Beiträger der Edition Literaturkarawane (4 Bde.) Vlg. Das bosnische Wort / Wuppertal und Tuzlar. 2016: Die Eispferde vom Ladoga-See. Ausstellungskatalog für André Prah, Hrs., Beiträger und Übersetzer (engl. und italienisch). Atelierhaus Hilmsen / Salzwedel. Beiträge in den Anthologien unseres PEN-Zentrums Nachgetragenes (2009), Im Schnittpunkt der Zeiten (2012) und Gehen und doch bleiben (2014), sämtl. Synchron Vlg. / Heidelberg.

Geraldine Gabor

Geraldine Gabor, Übersetzerin Daimlerstr.127, 41462 Neuss, (02131/669671, e-mail: dreyer-gabor@live.de   Sprachen Italienisch, Rumänisch, Spanisch, Französisch, Englisch, Ungarisch             Kurzbiographie

  • geb. 1958 in Arad, Rumänien seit 1977 in Deutschland
  • 1978-1985 Sprachen-und-Dolmetscherinstitut München (Französisch und Italienisch) Ludwig-Maximilians-Universität München (Italianistik)
  • seit 1983 verheiratet mit dem Schriftsteller Ernst-Jürgen Dreyer zwei Kinder (30, 28)
  • seit 1993 in Kaarst, ab 2007 in Neuss
  • 1995 gefördert durch ein Übersetzer-Stipendium des Kultus- ministeriums Nordrhein-Westfalen
    Kurzbibliographie der Übersetzungen Schauspiel-Übersetzungen im Verlag der Autoren 1995    Carlo Goldoni, Die Verliebten

Komödie in drei Akten

aus dem Italienischen

1995    Carlo Goldoni, Corallina

Komödie in drei Akten

aus dem Italienischen

UA Theater Rudolstadt, 22. 6. 2013

1996    Carlo Goldoni, Der Antiquitätensammler

Komödie in drei Akten

aus dem Italienischen

1997    Carlo Goldoni, Streit in Chiozza

Komödie in drei Akten

aus dem Italienischen

UA: Theater Altenburg/Gera, 20.6.99

1998    Carlo Goldoni, Der Krieg

Komödie in drei Akten

aus dem Italienischen

1999    Carlo Goldoni, Der Diener zweier Herren

Komödie in drei Akten

aus dem Italienischen

UA: Landestheater Darmstadt, 4.12.99

2000    István Eörsi, Der Eingriff

Tragische Farce in einem Akt

aus dem Ungarischen

UA: Stadttheater Hildesheim, Mai 2003

2000    Niccoló Machiavelli, Mandragola

Komödie in fünf Akten

aus dem Italienischen

2001    Tirso de Molina,

Don Juan von Sevilla und der steinerne Gast

aus dem Spanischen

UA: Stadttheater Wilhelmshaven, 21.4.01

2002    Carlo Goldoni, Mirandolina

Komödie in drei Akten

aus dem Italienischen

UA: Tiroler Landestheater Innsbruck, 2.9.2004

2003    Pedro Calderon de la Barca, Dame Kobold

Komödie in drei Akten

Prosaübersetzung aus dem Spanischen

2003    Lope de Vega, Die toledanische Nacht

Komödie in drei Akten

Prosabearbeitung nach dem Spanischen UA: Albrecht-Altdorfer-Gymnasium

Regensburg, 17.07. 2007

2005    Carlo Goldoni, Die neue Wohnung

Komödie in drei Akten

aus dem Italienischen UA: Theater Kulisse e.V., Böblingen, 05.07 .2008

2006    Carlo Goldoni, Der Fächer

Komödie in drei Akten

aus dem Italienischen

2010    Carlo Goldoni, Ferienzeit

(Trilogie der Sommerfrische)

aus dem Italienischen übersetzt und bearbeitet

  Lyrik-Übersetzungen in Zusammenarbeit mit Ernst-Jürgen Dreyer (zweisprachig) 1989    Francesco Petrarca, Canzoniere

(Gesamtübersetzung der 366             Gedichte).

Stroemfeld/ Roter Stern, Basel, Frankfurt am Main 1989,

zweite Auflage 1990; dritte Auflage 1993 bei dtv

1991    Guido Cavalcanti, Le Rime

Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung, Mainz 1991

1999    Mihai Eminescu, Der Abendstern - Gedichte

Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung, Mainz 1999

2005    Livia Grama, Briefe aus der Ferne – Gedichte             Libra, Bukarest 2005 2009    Gabriele d’Annunzio, HORTVS LARVARVM,

Lyrik der Jahrhundertwende

Meiendorfer Druck Nr.6, Robert Wohlleben Verlag fulgura frango, Hamburg 2009

2013    Gabriele d’Annunzio, Alcyone, Elfenbein Verlag,

Berlin 2013

    Noch ungedruckt Cella Serghi, Das Spinnennetz

Roman

aus dem Rumänischen

Vlad Zografi, Oedipos in Delphi

Schauspiel

aus dem Rumänischen

Miklós Hubay, Der Traum des Traumdeuters

Schauspiel

aus dem Ungarischen

Ion Luca Caragiale, Der verlorene Brief

Komödie in vier Akten

aus dem Rumänischen

Mihail Sebastian, Vor Redaktionsschluß

Komödie in drei Akten

aus dem Rumänischen

Victor Ion Popa, Take, Janke und Kadir

Komödie in drei Akten

(gemeinsam mit Peter Rosenthal)

aus dem Rumänischen

Cezar Petrescu, Aranca, Geist der Sümpfe

Phantastische Erzählung - aus dem Rumänischen

Dagmar Galin

galinDagmar Galin, geboren 1931 in Berlin als Dagmar Ruh. Studium der Ethnologie, Indologie und vorkolumbischen Amerikanistik. Dr. phil. der Freien Universität Berlin. Assistentin am Völkerkundemuseum Berlin. 1961 Übersiedlung nach Paris. Dozentin am Goethe-Institut Paris und am Goethe-Institut Toulouse. Direktorin am Goethe-Institut Toulouse. Gleichzeitig Arbeit als freie Journalistin für die französische, deutsche und italienische Presse. Mitarbeit bei “Reporter ohne Grenzen”, Interventionen: Türkei, Bosnien, Weißrußland. Mehrfache Aufenthalte in Israel und Palästina; Reportagen, Dokumentarfilm und im Auftrag von Terre des Hommes France. Bis zur Pensionierung Professorin an der Universität von Limoges, Faculté des Lettres. Gleichzeitig Intervention (NGO) in Guatemala Ciudad, (NGO) Paez-Indianer, Cauca, Kolumbien. Arbeit mit den gamines, den Straßenkindern von Bogotà, Kolumbien. Treffen, Reportagen mit kurdischen Guerilleros (Van, Djar bakir) und politischen Gefangenen, Istanbul. First International Fact Finding Mission, Philippinen (Inseln Negros, Iloilo, interne Kriege). Zahlreiche Vorträge, Interventionen in Frankreich. Aktives Mitglied von SURVIVAL (Rechte der indigenen Völker) und MA CAMPING 87 (verantwortlich für Nomaden im Bereich Haute Vienne). Déléguée Départementale de l’Education Nationale (Einschulung, Alphabetisierung von Nomadenkindern usw.). Rund zwanzig Buchveröffentlichungen, Romane, Sachbücher, Jugendbücher, in zahlreiche Sprachen übersetzt. Vier Literaturpreise, davon drei in Frankreich. Fünf Kinder, davon zwei adoptierte Indianerkinder aus Kolumbien. Französische und deutsche Staatsangehörigkeit.  

Publikationen:

Ich heiße Paprika, Göttingen: W. Fischer, 1955. Mario und der graue Wolf, Göttingen: W. Fischer, 1957. Sechs verhexte Tage, Göttingen: W. Fischer, 1960. Die seidenen Schuhe, Göttingen: W. Fischer, 1961. Eine unmögliche Klasse, Göttingen: W. Fischer, 1962. Die Ausreißer von Martinique, Göttingen: W. Fischer, 1963. Lichter am Montmartre, Göttingen: Sachse & Pohl, 1963. Florian und Roter Blitz, Braunschweig: Westermann, 1965. Der Traum ihres Lebens, Göttingen: W. Fischer, 1970. Kinder, die vom Himmel fielen, Göttingen: W. Fischer, 1973. Drei auf der Landstraße, Göttingen: W. Fischer, 1974. Die Mädchen von nebenan, Erlangen: Boje, 1976. Der verschwundene Schulbus, Göttingen: W. Fischer, 1977. Zwei Kinder finden ein Zuhause, Göttingen: W. Fischer, 1977. Von den sieben Arten eine Katze zu lieben, Stuttgart: Boje, 1977. Ein Hund reist Erster Klasse, Stuttgart: Boje, 1978. Nibuka und der Weiße Mann. Ein Kinderschicksal am Amzonas, Göttingen: W. Fischer, 1978. Ich die Anakonda, Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1980. Ana und Blanca. Die Geschichte einer Adoption, Köln: K & W., 1982. Porträt eines Banditen. Geschichte einer Liebe, Köln: K & W, 1982. Au Paradis des Enfants, Paris: Rageot, 1989. Vaaloa. Die Ankunft der Weißen Geister. Erster Kulturkontakt mit Europäern in der Überlieferung Ozeaniens, Berlin: Zerling, 1997. Das entfesselte Ungeheuer. Visionen der Naturvölker zum Weltende, München: Droemer Knaur, 1998.

 

Auszeichnungen

1977  Prix litteraire de l’Académie Française 1980  Prix des Lectrices d’ELLE (Bestes Buch des Jahres) 1990  Livre de l’Été, Ministère de la Culture, Frankreich 1992  Freundschaftspreis der Europaschule Karslruhe

Georges Arthur Goldschmidt

goldschmidtDer deutsch-französische Schriftsteller, Essayist und Übersetzer Georges-Arthur (Jürgen-Arthur) Goldschmidt wurde am 2. Mai 1928 als Sohn eines jüdischen, zum Protestantismus konvertierten Oberlandesgerichtsrates in Reinbek bei Hamburg geboren. Nach einer behüteten Kindheit in großbürgerlich-hanseatischer Familie schickten ihn die Eltern im Frühjahr 1938 zusammen mit seinem vier Jahre älteren Bruder zum Schutz vor der Judenverfolgung zunächst nach Florenz, wo er bei Professor Paul Biswanger Unterschlupf fand; im März 1939 wurden die beiden in einem Internat bei Annécy in den Hautes-Savoies untergebracht. Sein Bruder war in der Résistance aktiv. Während der deutschen Besetzung Savoyens (1943-44) wurde Goldschmidt von Bergbauern versteckt gehalten, was ihn vor der sicheren Deportation bewahrte. Seine Mutter überlebte die NS-Zeit nicht, der Vater kehrte aus Theresienstadt nach Reinbek zurück, starb jedoch kurze Zeit später. Die Jahre nach der Befreiung verbrachte Goldschmidt in einem jüdischen Waisenhaus in Pontoise bei Paris. Nach dem Abitur 1948 nahm er ein Germanistikstudium an der renommierten Sorbonne auf, 1957 legte er das französische Lehrexamen ab und unterrichtete von da an bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1992 an verschiedenen Gymnasien in und um Paris. Neben seinem Lehramt betätigte sich Goldschmidt als Übersetzer aus dem Deutschen ins Französische. Er hat Goethe, Nietzsche, Stifter, Kafka und Benjamin übertragen und insbesondere das Werk von Peter Handke durch seine Übersetzungen (bislang achtzehn Bücher) in Frankreich bekannt gemacht; die beiden Autoten haben sich gegenseitig übersetzt. Schriftstellerisch trat Goldschmidt erstmals in den sechziger Jahren hervor. Er begann für namhafte Zeitschriften zu schreiben, teilweise in Zusammenarbeit mit seiner Frau Lucienne Geoffrey. Goldschmidt ist Verfasser von Essays und Romanen und gilt als “einzigartiger Grenzgänger und Brückenbauer” zwischen den Kulturen Deutschlands und Frankreichs, deutscher Muttersprache und der Sprache seines Zufluchtslandes. Dort erregte er besonderes Aufsehen mit seinem subtilen, luziden Buch über die deutsche Sprache Quand Freud voit la mer. Freud et la langue allemande (1988). “Mit der Detailversessenheit Lichtenbergs, mit Canettis Witterung für das Uralte im Neuen beobachtet Goldschmidt die Bereiche, wo Sprache und Seele durcheinander fluten”, urteilte Peter von Matt. Und Guido Kalberer schrieb: “Fern der Heimat macht Georges-Arthur eine Erfahrung, die für seinen späteren Werdegang als Schriftsteller prägend war: Er bemerkte, daß die beiden Sprachen, Deutsch und Französisch, verschiedene Räume des Denkens und Fühlens eröffnen. Der Klang des Französischen ‘lag so ganz anders, höher als das Deutsche, die Landschaften, durch welche die beiden Sprachen zogen, waren ganz andere’, heißt es in Die Absonderung.” In der Begründung der Jury zur Verleihung des Breitbrach-Preises 2005 hieß es unter anderem: “Der in Paris lebende Schriftsteller, Essayist und Übersetzer Georges-Arthur Goldschmidt ist ein literarischer Grenzgänger, der das Leben und Schreiben in zwei Ländern und Sprachen in eine eigene poetische Landschaft verwandelt hat. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft mußte er Deutschland 1938 verlassen; die Vertreibung aus der deutschen Sprache wurde zur Quelle eines bedeutenden Werkes, das die Schwellenerfahrung zum Ausgangspunkt allen Sprechens macht. Goldschmidts Kindheitserinnerungen, die Romane Die Absonderung und Die Aussetzung sowie seine Autobiographie Über die Flüsse gehören mit ihrer subtil austarierten Spannung zwischen Intimität und Sarkasmus zu den großen Selbstzeugnissen der Gegenwartsliteratur.” Goldschmidt war lange Jahre Mitglied des Deutsch-Französischen Kulturrats und gehört seit 1995 der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung an. Auszeichnungen: 1991 SWF-Literaturpreis 1991 Deutscher Sprachpreis der Henning-Kaufmann-Stiftung 1991 Geschwister Scholl-Preis 1993 Literaturpreis der Stadt Bremen 1997 Ehrendoktorwürde der Universität Osnabrück 1999 Ludwig-Börne-Preis 2001 Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund 2002 Goethe-Medaille 2004 Prix France Culture 2005 Joseph-Breitbach-Preis Publikationen: Der Spiegeltag, Roman, übersetzt von Peter Handke, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1982; Ein Garten in Deutschland, übersetzt von Eugen Helmlé, Zürich: Ammann, 1988; Der unterbrochene Wald, Erzählung, übersetzt von Peter Handke, Zürich: Ammann, 1992; Die Absonderung, Erzählung, Zürich: Amman, 1991; Der bestrafte Narziss, übersetzt von Mariette Müller, Zürich: Ammann, 1994; Die Aussetzung. Roman, Zürich: Amman, 1996; Als Freud das Meer sah. Freud und die deutsche Sprache, übersetzt von Brigitte Große, Zürich: Ammann, 1999; Über die Flüsse, Autobiographie, übersetzt von Georges-Arthur Goldschmidt, Zürich: Ammann, 2001; Ein Leben zwischen Frankreich und Deutschland, Stuttgart: Steiner, 2001; In Gegenwart des abwesenden Gottes, übersetzt von Brigitte Große, Zürich: Ammann, 2003; Der Stoff des Schreibens. Essay, übersetzt von Klaus Bonn, Berlin: Matthes & Seitz, 2005; Freud wartet auf das Wort. Freud und die deutsche Sprache, übersetzt von Brigitte Große, Zürich: Ammann, 2006.

Stefanie Golisch

golisch Stefanie Golisch, geb. 29. Juli 1961 in Detmold, ist eine in Italien lebende deutsche Autorin, Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin. Golisch studierte nach ihrem Abitur von 1981 bis 1986 Germanistik in Bonn und Hannover und promovierte 1991 über Uwe Johnsons Jahrestage (Geschichte, Utopie, Ästhetik. Untersuchungen zu Uwe Johnsons ”Jahrestagen“. Hannover, 1991). 1987 zog sie nach Italien und war dort als Deutschlehrerin, literarische Gutachterin und Übersetzerin tätig. Seit 1991 arbeitet sie freiberuflich als Literaturwissenschaftlerin, Übersetzerin und Autorin; in der Zeit von 1995 bis 2003 hatte sie einen Lehrauftrag für ”Neue Deutsche Literatur“ an der Universität Bergamo. Sie lebt in Monza, ist verheiratet und hat eine Tochter. Golisch veröffentlichte Essays und Rezensionen in zahlreichen Literaturzeitschriften, zum Beispiel in Macando, Muschelhaufen, Die Brücke, Ostragehege und Neue Rundschau; seit 2007 ist sie Redakteurin des Literatur-Blog ”La poesia e lo spirito“. Durch Biografien und Übersetzungen machte sie im Themenschwerpunkt ”Neue Texte aus Italien“ zum Beispiel Salvatore Satta, Guido Oldani, Gezim Hajdari und Antonia Pozzi im deutschsprachigen Raum bekannt. Schwerpunkt ihrer literaturwissenschaftlichen Arbeit sind die Autoren Uwe Johnson und Ingeborg Bachmann. In ihren Bachmann-Interpretationen stellt sie vor allem die gesellschaftskritischen, kulturgeschichtlichen und literaturtheoretischen Aspekte in den Vordergrund. Weitaus zahlreicher sind ihre Veröffentlichungen zu Uwe Johnson, in denen sie die verschiedensten Aspekte seiner Romane sichtbar macht. Eigene Publikationen: Uwe Johnson zur Einführung. Hamburg: Junius, 1994. Ingeborg Bachmann zur Einführung. Hamburg: Junius, 1997. Vermeers Blau. Erzählung. Köln: Edition Sisyphos, 1997. Pyrmont. Erzählung. St. Ingbert: Edition Thaleia, 2006. Ingeborg Bachmann. Eine Einführung. Wiesbaden: Panorama, 2007. Übersetzungen: Charles Wright: Worte sind die Verringerung aller Dinge. Leipzig: Edition Erata, 2007. Antonia Pozzi: Worte. Salzburg/Paris: Tartin-Edition, 2005. Gëzim Hajdari: Mondkrank. Ludwigsburg: Pop Verlag, 2008. Auszeichnungen: 1997    Stipendium der „Deutsch-Italienischen Akademie“ in Meran 2001    Literaturpreis des Hamburger Lions-Club 2002    Würth-Literatur-Preis

Edgar Hilsenrath

hilsenrathEdgar Hilsenrath wird 1926 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geboren. Er wächst in Halle auf. Vor der Reichspogromnacht im November 1938 fliehen er, seine Mutter und sein jüngerer Bruder zu den Großeltern nach Sereth in der Bukowina (Rumänien). Der Vater sollte ursprünglich nachkommen, was jedoch durch den Kriegsausbruch unmöglich wird; er gelangt nach Frankreich, wo er den Krieg überlebt. 1941 werden Edgar Hilsenrath, sein Bruder und seine Mutter, sowie all seine Freunde und Verwandten aus Sereth in das rumänische Ghetto Mogilev-Podolsk auf dem Gebiet der heutigen Ukraine deportiert. Als das Ghetto im März 1944 von russischen Truppen befreit wird, wandert er zu Fuß zurück nach Sereth und von dort weiter nach Czernowitz. Über die Organisation Ben Gurion gelangt Hilsenrath zusammen mit weiteren jüdischen Überlebenden und mit fremden Pässen nach Palästina. Sowohl auf seinem Weg dorthin als auch in Palästina selbst gerät er mehrmals in Gefangenschaft, kommt jedoch jedes Mal nach kurzer Zeit wieder frei. In Palästina lebt er als Gelegenheitsarbeiter, wird jedoch nicht heimisch und beschließt, 1947 zu seiner mittlerweile wiedervereinten Familie nach Frankreich zu fahren. In den frühen fünfziger Jahren emigriert die ganze Familie nach New York. Hier bestreitet Edgar Hilsenrath durch Gelegenheitsarbeiten seinen Lebensunterhalt, gleichzeitig schreibt er seinen ersten Roman Nacht. Dieser Roman hat bei seiner Erstveröffentlichung zunächst erhebliche Schwierigkeiten, da die Verlagsleitung ihn aus persönlichen Ressentiments kurz nach Erscheinen wieder zurückzieht. Der folgende Roman Der Nazi & der Friseur, der Hilsenrath einen ersten schriftstellerischen Durchbruch sowohl in Deutschland als auch weltweit verschafft, entsteht während eines längeren Aufenthaltes in München. 1975 kehrt Edgar Hilsenrath zurück nach Deutschland, um der deutschen Sprache nahe zu sein. Seither lebt er in Berlin. Veröffentlichungen Nacht, München, 1964 (Neuausgabe 2004, ISBN 3-89086-679-4 ; Band 1 der Gesammelten Werke, Köln 2005, ISBN 3-937717-00-5), auch auf Englisch, Serbokroatisch und Slowenisch erschienen Der Nazi & der Friseur, Köln, 1977, (Neuauflage dtv 2006 ISBN 3-423-13441-0 ; Band 2 der Gesammelten Werke, Köln 2005, ISBN 3-937717-01-3), auch auf Dänisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Schwedisch, Spanisch, Tschechisch und Ungarisch erschienen Gib acht, Genosse Mandelbaum, München/Wien, 1979 (Neuausgabe unter dem eigentlichen Originaltitel Moskauer Orgasmus, München, 1992, als Band 3 der Gesammelten Werke, Berlin 2007, ISBN 3-937717-02-1), auch auf Lettisch und Litauisch erschienen Bronskys Geständnis, München, 1980 (Neuausgabe als Fuck America, Band 4 der Gesammelten Werke, Köln 2003, ISBN 3-920862-48-1) Zibulsky oder Antenne im Bauch, Düsseldorf, 1983 (Band 5 der Gesammelten Werke, Berlin 2007, ISBN 3-937717-03-X) Das Märchen vom letzten Gedanken, München, 1989 (Band 6 der Gesammelten Werke, Köln 2005, ISBN 3-937717-04-8), auch auf Armenisch, Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Litauisch, Niederländisch, Polnisch, Russisch, Tschechisch und Türkisch erschienen. Jossel Wassermanns Heimkehr, 1993 (Band 7 der Gesammelten Werke, Köln 2004, ISBN 3-920862-57-0), auch auf Französisch und Italienisch erschienen Die Abenteuer des Ruben Jablonski, München, 1997 (Band 8 der Gesammelten Werke, Berlin 2007, ISBN 978-3-937717-05-0) Berlin ... Endstation, Berlin, 2006 (Band 10 der Gesammelten Werke, Köln 2006, ISBN 3-937717-08-0) Ich glaube, es ist leichter, wenn man glaubt, in: Martin Doerry (Hg): Nirgendwo und überall zu Haus. Gespräche mit Überlebenden des Holocaust, DVA, München, 2006, ISBN 3421042071 (auch als CD) S. 50 – 59 Auszeichnungen 1989 Alfred-Döblin-Preis (für Das Märchen vom letzten Gedanken) 1992 Heinz-Galinski-Preis 1994 Hans-Erich-Nossack-Preis 1996 Jakob-Wassermann-Literaturpreis 1998 Hans-Sahl-Preis 2004 Lion-Feuchtwanger-Preis 2006 Armenischer Nationalpreis für Literatur 2006 Ehrendoktorwürde der Universität Jerivan

Elisabeth Hoffmann

ehoffmannElisabeth Hoffmann, geboren 1950 in Stockholm. Studium der Germanistik und Geschichte in Münster und Köln, Lehraufträge an der Universität und der Fachhochschule in Köln. Seit 1996 Gymnasiallehrerin in Düsseldorf und Essen. Publikationen: Hrsg. : Elisabeth Langgässer, Briefe 1924–1950. 2 Bände. Claassen. Düsseldorf 1990. Was unterscheidet diese Frau von anderen Frauen. Weiblichkeit, Jüdischsein und Gesellschaft in der Erzählung "Eine jüdische Mutter". In: Widerstehen im Wort. Studien zu den Dichtungen Gertrud Kolmars. Hg. von Karin Lorenz–Lindemann. Wallstein–Verlag. Göttingen 1996. Seite 105–127. Mutter und Tochter in „finsteren Zeiten“. Elisabeth Langgässer und Cordelia Edvardson: ein deutsch–jüdisches Schicksal im Dritten Reich. In: „Für ein Kind war das anders.“ Traumatische Erfahrungen jüdischer Kinder und Jugendlicher im nationalsozialistischen Deutschland. Hg. von Barbara Bauer und Waltraud Strickhausen. Metropol–Verlag. Berlin 1999. Seite 85–95. „Und dann wurden wir in die letzte Bank gesetzt.“ Das Schicksal der jüdischen Schüler am Realgymnasium in Bredeney und an der Goetheschule in Rüttenscheid. In: Erfahrungen – Begegnungen – Herausforderungen. 100 Jahre Goetheschule Essen, 1899–1999. Hg. von Vera Bittner und Patrick M. Goltsche. Klartext–Verlag. Essen 1999. Seite 61–77. Weitere Veröffentlichungen zu Theodor Fontane, Elisabeth Langgässer, Cordelia Edvardson und Ursula Krechel.

Gisela Holfter

gholfterGisela Holfter, geboren 1967, lebt Gisela Holfter nach Studien- und Arbeitsaufenthalten in England, Israel, Nordirland, den USA und Neuseeland seit 1996 in Limerick, Irland, wo sie das Zentrum für deutsch-irische Studien an der University of Limerick mitbegründete und – leitet. Ein Hauptforschungsthema von ihr ist das Exil in Irland.   Ausgewählte Publikationen:

  • (mit Jürgen Herres), Marx Engels Jahrbuch 2011 (zu Friedrich Engels‘ Geschichte Irlands im Kontext deutsch-irischer Beziehungen), Akademie: Berlin 2012 (voraussichtlich Juni)
  • Heinrich Böll and Ireland, Newcastle upon Tyne: Cambridge Scholars Publishing 2011
  • (mit G. Gallagher, M OhAodha), Irish-German perspectives on Etching, Newcastle upon Tyne: Cambridge Scholars Publishing 2011
  • (Hg.) Heinrich Böll’s Irisches Tagebuch in Context, WVT: Trier 2010 (launched by Dr Martin Mansergh, TD Minister of State, in the presence of the German Ambassador to Ireland 30 April 2010)
  • (Hg.) German-speaking exiles in Ireland 1933-45, German Monitor Series, Amsterdam/Atlanta: Rodopi 2006, 301 pp. (launched in Irish Jewish Museum in December 2006)
  • (mit H. Rasche) John Hennig’s Exile in Ireland, Arlen: Galway 2004.
  • (mit H. Dickel) Ireland beyond the troubles, Berlin: Cornelsen 2003 (re-issued 2009) 88 pp und Ireland beyond the troubles - Teacher’s Manuel, Berlin: Cornelsen 2003, 80 pp.
  • Transitorische Identitäten – Anmerkungen zu Exil und Migration, in: Monika Unzeitig (ed): Grenzen überschreiten – transitorische Identitäten, Bremen: edition lumiére 2011, S. 81-92.
  • Ein Fallbeispiel zur Rückkehrproblematik aus dem Exil – Ernst Lewy (1881-1966) in: A. Goodbody et al (eds): Dislocation and Reorientation, Amsterdam/New York: Rodopi: 2009, S. 139-152.
  • Some facts and figures on German-speaking Exiles in Ireland 1933-45, in: Mathias Schulze et al, (eds) German Diasporic Experiences: Identity, Migration, and Loss. Waterloo, ON: Wilfrid Laurier University Press 2008, S. 181-192.
  • „Und es ist nicht gut für einen Autor über einen Gegenstand zu schreiben, den er zu sehr mag in: Werner Jung, Jochen Schubert (eds): Ich sammle Augenblicke Heinrich Böll 1917-1985, Bielefeld: Aisthesis 2008, S. 153-164.
  • Akademiker im irischen Exil: Professor Ernst Lewy, in German Life and Letters 61/3, Juli 2008, pp. 361-385.

Barbara Honigmann

honigmannBarbara Honigmann, geboren 1949 in Ost–Berlin, nach der Rückkehr der Eltern aus der englischen Emigration. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft Dramaturgin und Regisseurin. Seit 1976 freischaffende Schriftstellerin und Malerin. Zwei Kinder. 1984 Ausreise aus der DDR und Übersiedlung nach Straßburg. Veröffentlichungen: Bühnenstücke, Arbeiten für Hörfunk und Zeitschriften, Übersetzungen Prosaveröffentlichungen: Roman von einem Kinde (1986) Eine Liebe aus nichts (1991) Soharas Reise (1996) Am Sonntag spielt der Rabbi Fußball (1998) Damals, dann und danach (1999) Alles, alles Liebe (2000). Ein Kapitel aus meinem Leben (2004), Das Gesicht wiederfinden (2006), Das überirdische Licht (Rückkehr nach New York, 2008) Bilder von A. (2011) Ehrungen: Aspekte Preis (1986) Preis der Autorenstiftung (1986) Stefan Andres Preis (1992) Nikolaus Born Preis (1994) Ehrengabe der Schillerstiftung (1996) Kleist Preis (2000) Jeanette Schocken Preis (2001) Toblacher Prosapreis Palazzo al Bosco (2001). Ausstellungen: in der Galerie Michael Hasenclever, München. Auftragswerk für Hubert Burda: Porträt der Jury des Petrarca Preises, 1995. Poetikvorlesungen Zürich 2002.

Hans Otto Horch

horchHans Otto Horch, geboren 1944. Nach einem Studium der Germanistik, Philosophie und Musikwissenschaft in Tübingen und Aachen 1974 Promotion, 1984 Habilitation im Fach Neuere deutsche Literaturgeschichte. 1992 Berufung als Universitätsprofessor für das neu etablierte Lehr– und Forschungsgebiet Deutsch–jüdische Literaturgeschichte ("Ludwig Strauß–Professur") am Germanistischen Institut der RWTH Aachen. 2009 Emeritierung. Veröffentlichungen zum Bereich der deutsch–jüdischen Literaturgeschichte (Auswahl): "Auf der Suche nach der jüdischen Erzählliteratur. Die Literaturkritik der Allgemeinen Zeitung des Judentums" (1985); mit Gabriele von Glasenapp "Ghettoliteratur" (3 Bde, 2006). Herausgeber verschiedener Sammelwerke zur deutsch–jüdischen Literatur; Edition des Gesamtwerks von Ludwig Strauß, der Schriften zu jüdischen Fragen von Alfred Döblin sowie der Briefe von Berthold Auerbach an seinen Freund Jakob Auerbach (3 Bde, 2014). Herausgeber der Reihe "Conditio Judaica. Studien und Quellen zur deutsch–jüdischen Literatur– und Kulturgeschichte" in Verbindung mit Alfred Bodenheimer, Mark H. Gelber und Jakob Hessing (Max Niemeyer Verlag Tübingen, seit 2011 de Gruyter Berlin, seit 2014 de Gruyter/Oldenbourg). Mitherausgeber von "ASCHKENAS. Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden" zusammen mit Robert Jütte und Markus J. Wenninger (Böhlau-Verlag Wien, seit 2003 Max Niemeyer Verlag Tübingen, seit 2010 de Gruyter Berlin). Projektleiter u.a. des DFG–Projekts "Digitalisierung jüdischer Periodika im deutschsprachigen Raum" (www.compactmemory.de), zusammen mit Rachel Heuberger und Annette Haller (2000–2006), des DFG–Digitalisierungsprojekts "Frankfurter Judaica–Sammlung" (2006-2010) zusammen mit Rachel Heuberger. Mitglied zahlreicher literarischer Gesellschaften, u.a. auch des Verbands deutschsprachiger Schriftsteller in Israel bis zu dessen Auflösung 2005.

Maya Hostettler

HofstettlerMaya   Hostettler wird am 4. Oktober 1954 in Zürich geboren. 1974-­?78 studiert sie an der Universität Zürich Anglistik, Germanistik und Kunstgeschichte. Nach Abschluss ihres Studiums reist sie durch Europa, Kleinasien, Afrika und die USA. Tätigkeit als Journalistin. 1980 erhält sie ein doctoral fellowship der Yale University (USA) und beginnt da ihre Doktorarbeit über postkoloniale Reiseliteratur und Romanschaffen. 1984 promoviert sie an der Universität Zürich zum Doktor der Philosophie. Es folgen erste belletristische Publikationen. 1988-­?92 unterrichtet sie über zeitgenössische Englische und Amerikanische Literatur an der Universität Zürich. Veröffentlichungen von kritischen Aufsätzen sowie Prosa, Lyrik. Grosszügig unterstützt vom Schweizerischen Nationalfonds, beginnt Maya Hostettler an der Harvard University über Afro-­?Amerikanische AutorInnen zu forschen (1992-­?94). 1995 wird sie Regents’ Professor an der University of California mit der Aufgabe kreatives und akademisches Schaffen unter einen Hut zu bringen. In der Folge wird sie vom Schweizer Konsulat in Los Angeles mit einem Kulturmandat beauftragt. Gleichzeitig beginnt Maya Hostettler für die Filmindustrie in Los Angeles Drehbücher zu schreiben.  Nach 9/11 kehrt sie in die Schweiz zurück, wo mit ihrer Lebenspartnerin in Uerikon (Zürich) und Pany (Graubünden) lebt. 2012 gründet sie die federbar, eine Internetplattform für zeitgenössisches Schreiben. (federbar.ch)   Bibliographie Bücher Haikus. In Zusammenarbeit mit Horta van Hoye. Brüssel. 2001. “Michaela.” Im Schatten des Apfelbaums. Ed. Fritz Schiers. Frauenfeld: Huber, 1992. 195-­?221. (Novelle) Moira. Roman. Bartschi Publishing: Birmensdorf, 1991. Am Zürchersee. Gedichte. Mit Holzschnitten von Christa Hostettler. Bartschi Publishing: Birmensdorf, 1990. Über einem Glase Wein. Gedichte. Nördlingen: Rehlensche Presse, 1987. D. H. Lawrence: Travel Books and Fiction. New York: Peter Lang, 1985.   Anthologien, Zeitungen, Internet (Auswahl) “Die Engländerin.“ (Kurztext) federbar. Internetplattform. 2013. federbar.ch “Der Herr Professor.“ (Kurztext) federbar. Internetplattform. 2012. federbar.ch “Summer Evening.” Critical Matrix: The Princeton Journal of Women, Gender, and Culture. 10 (1996): 31-­?36. (Kurzgeschichte) “Sommerabend.” Script: Frau, Literatur, Wissenschaft. 8 (1995): 53-­?56. (Kurzgeschichte) “Abschied.” Neue Zürcher Zeitung. 12. Sept. 1995: 43. (Kurzgeschichte) “Hauptprobe einer Violinistin.” Der Landbote. 13. Sept. 1995: 21. (Kurzgeschichte) “Liebe ich dich? Gedichte von Frauen.” Scriptum. Sonderheft 1. Ed. Walter Eigenmann. Rothenburg: Scriptum Verlag, 1993. (Gedichte) “An Emilie Dickinson.” Interactions 4.1 (1992):23-­?24. (Gedicht) Moira. Roman. Vorabdruck im Aargauer Tagblatt. Jan./Feb./März 91. “Das schwarzeingebundene Buch.” Neue Zürcher Zeitung. 4. Nov. 1989: 257. (Kurzgeschichte) “Wortlos.” Neue Zürcher Zeitung. 14. Juni 1989: 27. (Gedicht)   Film/Radio/TV/Art Performance/Theater/Translation (Auswahl) Drehbuchmitarbeit bei verschiedenen Filmprojekten und TV-­?Serien. 1997-­?2002. Hey Baby. Reading Performance Series at the Mark Taper Forum, Los Angeles, 1998. “Afro-­?Amerikanische Studien in Amerika.” Feature. 1h. Radio SRF Basel. 1994. So nicht, meine Herren, so nicht. Hörspiel. Radio Studio Basel. SRF. 1992. “Zum hundertsten Geburtstag von Virginia Woolf.” Feature. 1h. Ed. Ursa Krattiger. Radio SRF, 1991. Jazz and Poetry. Piano: Guerino Mazzola. 1992. K's Kilimandjaro. Text für eine Choreographie von Sumi Matsuda. Musik: John Wolf Brennan. 1992. “Bruce Conner: An Unpublished Conversation with William C. Wees.” Found Footage. Film. Eds. Cecilia Hausheer, Christophe Settele. Lucerne: Viper, 1992. 102-­?10.   Awards Basler Hörspielpreis. 1993. Athena Award. Schweizer Nationalfonds. 1992. The Interactions Poetry Award, England (1990)

Irmgard Hunt

hunt_irmgardIrmgard Hunt wurde im fünften Jahr des zweiten Weltkriegs in Hirschberg/Schlesien (Jelena Gora/Polen) geboren, wuchs in Westdeutschland auf und wanderte kurz nach dem Abitur nach Amerika aus. Sie verfaßte Gedichte und Prosa (Schwebeworte, St. Michael, 1981; Pazifische Elegie, Wien, 1988; Hier. Auf der Erde, Vermillion, 1991 und Out of My Element, Philadelphia, 2005), sowie wissenschaftliche Studien über Ingeborg Bachmann, Günter Grass, Urs Jaeggi, Christa Wolf. u.a.

Sie gab Gastnummern mit Texten deutschsprachiger Schriftsteller in den USA für Dimension und Litfaß (1987, 1989) heraus und ist gegenwärtig Herausgeberin von Trans–Lit2, dem Organ der Society for Contemporary American Literature in German (SCALG), deren Präsidentin sie bis 2007 ist. Mit R. Grimm gab Irmgard Hunt, z. T. auch als Übersetzerin, den zweisprachigen Band German Twentieth Century Poetry (New York, 2001) heraus.

Irmgard Hunt lebt in Colorado und Seattle/Washington.

Judith Kerr-Kneale

judith_kerrJudith Kerr wurde am 14. Juni 1923 als Tochter des bekannten jüdischen Theater- und Literaturkritikers Alfred Kerr in Berlin geboren. Am 15. Februar 1933 rettete sich die Familie vor dem Zugriff der Nazis durch die Flucht nach Zürich und emigrierte über Frankreich nach England, wo sie in London in einem kleinen Hotel wohnte. Nach Abschluß ihrer Ausbildung an der Central School of Arts and Crafts in London arbeitete Judith Kerr zunächst als freiberufliche Malerin und Textdesignerin, später als Drehbuchautorin und Redakteurin für die britische Rundfunkgesellschaft BBC. Seit 1954 ist Judith Kerr mit dem Drehbuchautor Thomas Nigel Kneale verheiratet. Sie lebt als Schriftstellerin und Künstlerin in London. Bekannt wurde sie vor allem als Autorin auf englisch verfaßter, in zahlreiche Sprachen übersetzter Jugendbücher, in denen sie die Geschichte ihrer Flucht aus dem faschistischen Deutschland erzählt und das Leben in der Emigration schildert; sie machte sich jedoch auch einen Namen als Bilderbuchautorin und -illustratorin. Judith Kerr fühlt sich heute als Engländerin: “Die Engländer haben mir schließlich das Leben gerettet. Das werde ich ihnen nie vergessen. Ich habe sie schrecklich gern. Allein weil sie so unglaublich tolerant sind.” Mit Judith Kerr ehren wir nicht nur eine vorzügliche Jugendbuchschriftstellerin, die es verstanden hat, einer neuen Lesergeneration sowohl in ihrem Gast- wie in ihrem Herkunftsland schwierige Themen wie Verfolgung und Exil nahezubringen, sondern auch die Tochter unseres langjährigen Präsidenten Alfred Kerr, der von 1939 bis 1947 die Geschicke des Deutschen PEN-Clubs im Exil leitete. Gradmesser der Beliebtheit ihrer Bücher sei der Kommentar einer jungen deutschen Leserin: “Das Buch ist eins meiner lieblings Bücher!!!! Wenn man einmal anfängt kann man nicht mehr aufhören! Dazu kann man nicht viel sagen man muss es gelesen haben! Ihr glaubt mir nicht? dann leiht es euch oder kauft es, selbst mein kleiner bruder hat es.” Publikationen: When Hitler Stole Pink Rabbit (1971, dt. Als Hitler das rosa Kaninchen stahl, 1971, ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 1974). The Other Way Round (1975, dt. Warten bis der Frieden kommt, 1975) A Small Person Far Away (1979, dt. Eine Art Familientreffen (dt. 1979) Zahlreiche Erzählungen und mehr als zwanzig vielgedruckte Bilderbücher (etwa über den Kater “Mog”), die jedoch nur teilweise ins Deutsche übersetzt worden sind.

Manfred Keune

KeuneManfred Keune was born in Solingen in 1936 where he lived during the years of World War II and the immediate post–war era. In 1957 he went to the USA, eventually studied there and wrote a dissertation on Theodor Fontane. He is now an Associate Professor Emeritus of German Studies at The Pennsylvania State University. Besides writing poetry and doing translations, he published essays and articles on Lion Feuchtwanger, Theodor Fontane, Günter Kunert, Fritz Reuter and B. Traven. He co–edited and contributed to the books The Berlin Wall – Symbol and Reality and Kunert Werkstatt. His current residence is Cape Coral, Florida.

Abbas Khider

khiderAbbas Khider wurde 1973 in Bagdad geboren. Er wurde schon mit 19 Jahren wegen seiner politischen Aktivitäten verhaftet. Nach seiner Entlassung floh er 1996 aus dem Irak und hielt sich als „illegaler“ Flüchtling in verschiedenen Ländern auf. Seit 2000 lebt er in Deutschland und studierte Literatur und Philosophie in München und Potsdam. Er veröffentlichte bisher Lyrik in verschiedenen Publikationen und außerdem das Sachbuch „Khakismus – Intellektuelle Verbrechen im Irak“ im Kölner Al-Kamel Verlag. Sein erster Roman „Der falsche Inder“ erschien 2008 in der Edition Nautilus. Zurzeit lebt Abbas Khider in Berlin. Auszeichnungen 2011 Villa Aurora-Stipendium 2010 Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis 2010 Ehrenurkunde für Literatur der irakischen I.C.S.A. 2009-2010 Arbeitsstipendium des deutschen Literaturfonds 2009 Alfred-Döblin-Stipendium

Freya Klier

freya_2Freya Klier verbrachte aufgrund der Inhaftierung ihres Vaters ihr drittes Lebensjahr in einem Kinderheim. 1968 legte sie ihre Abiturprüfung ab. Noch im gleichen Jahr unternahm sie einen erfolglosen Fluchtversuch aus der DDR, wurde zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt, jedoch vorzeitig entlassen. Danach arbeitete sie unter anderem als Postangestellte und Kellnerin Von 1970 bis 1975 studierte Freya Klier Schauspiel an der Theaterhochschule Leipzig und im Staatstheater Dresden.  Sie arbeitete als Schauspielerin am Theater Senftenberg, bevor sie von 1978 bis 1982 Regie am Institut für Schauspielregie in Berlin studierte. Ab 1982 arbeitete sie als Regisseurin am Theater Schwedt. Für die Uraufführung von Ulrich Plenzdorfs „Legende vom Glück ohne Ende“ erhielt sie 1984 den DDR-Regiepreis. Freya Klier ist eine Mitbegründerin der DDR-Friedensbewegung. Ihr dortiges Engagement führte 1985 zu einem Berufsverbot. Freya Klier verstärkte daraufhin ihr Engagement, sie trat beispielsweise zusammen mit ihrem Ehemann Stephan Krawczyk in Kirchen auf und begann zunehmend offen die Zustände in der DDR zu kritisieren, was 1988 zu ihrer Verhaftung und unfreiwilligen Ausbürgerung führte. Klier lebt heute als freischaffende Autorin und Filmregisseurin in Berlin. Neben der DDR-Vergangenheit und ihrer Bewältigung gehören auch die nationalsozialistische Diktatur in Deutschland und der stalinistische Sozialismus in Deutschland und Russland zu ihren bevorzugten Themen. Besondere Verdienste hat sie sich in der Aufklärung von Schülern über die nahe Vergangenheit der DDR erworben. Freya Klier ist Gründungsmitglied des im Juni 1996 gegründeten Bürgerbüro e.V., einem Verein zur Aufarbeitung von Folgeschäden der SED-Diktatur.

Veröffentlichungen

Abreiß-Kalender – Ein deutsch-deutsches Tagebuch, München: Kindler, 1988 Lüg Vaterland. Erziehung in der DDR, München: Kindler, 1990 Die DDR-Deutschen und die Fremden, Essays, Selbstverlag Die Kaninchen von Ravensbrück, München, Droemer-Knaur, 1994 Penetrante Verwandte, Frankfurt, Ullstein Verschleppt ans Ende der Welt, Frankfurt, Ullstein Wir Brüder und Schwestern, Frankfurt, Ullstein, 2000 Gelobtes Neuseeland. Flucht deutscher Juden ans Ende der Welt, Berlin, Aufbau, 2006 Oskar Brüsewitz. Leben und Tod eines mutigen DDR-Pfarrers, Bürgerbüro Berlin, 2004 Matthias Domaschk und der Jenaer Widerstand, Berlin, 2007 Michael Gartenschläger. Kampf gegen Mauer und Stacheldraht, Bürgerbüro e.V. Berlin, 2009 Wie schmeckte die DDR? , Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig, 2010

Filme

Verschleppt ans Ende der Welt, Dokumentarfilm, 1993 Johanna, eine Dresdner Ballade, Dokumentarfilm, 1996 Das kurze Leben des Robert Bialek, Dokumentarfilm, 1997 Die Odyssee der Anja Lundholm, Dokumentarfilm, 1998 Flucht mit dem Moskau-Paris-Express, Dokumentarfilm, 2001

Stücke

Schwarzer Rotgold Uraufführung 1991 in Ostberlin

Essays

Links – eine Denkfalle, SFB Im Takt des Fortschritts, SFB Berlin ist nicht Bonn, SFB, 1999 Wir müssen ja jetzt Westen sein, SFB Die dritten Deutschen, SFB Deutschland in der Schieflage, SWR Gesichter des 17. Juni, SFB, 2003 Der lila Drache und das Märchen von der schönen DDR, WELT, 2008

Auszeichnungen

1995: Verdienstorden des Landes Berlin 2007: Verfassungsmedaille des Freistaates Sachsen 2009: Botschafter für Demokratie und Toleranz 2009: Sonderpreis der Bundeszentrale für politische Bildung für besondere Verdienste um die Deutsche Einheit 2012: Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland 2016: Franz-Werfel-Menschenrechtspreis
Website Freya Klier

Reinhard Klimmt

klimmtReinhard Klimmt wurde am 16. August 1942 in Berlin geboren. Nach kurzen Aufenthalten auf Rügen und im Emsland zog die Familie nach Engter bei Osnabrück. 1962 Abitur in Osnabrück. Geschichtsstudium in Saarbrücken. Seit 1964 Mitglied der SPD, viele Parteifunktionen: Landesvorsitzender der Jungsozialisten, Kreisvorsitzender der SPD in Saarbrücken, Landesvorsitzender im Saarland, Mitglied des Parteivorstandes, Vorsitzender der Medienkommission beim SPD-Parteivorstand, Mitglied der Grundsatzprogrammkommission der SPD. Von 1975 bis 1999 Mitglied des Saarländischen Landtags, 1985 bis 1998 Fraktionsvorsitzender, vom November 1998 bis November 1999 Ministerpräsident des Saarlandes, vom November 1999 bis November 2000 Bundesminister für Verkehr, Bau und Wohnungswesen. Seit 2002 Beauftragter des Vorstandes der DB AG. Zahlreiche Ehrenämter, u .a. Vorsitzender des dbv Landesverband Saar. Bücher: „Auf dieser Grenze lebe ich, die sieben Kapitel der Zuneigung“. Blieskastel, 2003 „Africa is in my mind“, Ausstellungskatalog. Saarbrücken 2002 „Überall und irgendwo, aus der Welt der Bücher“. Blieskastel 2006 Herausgeber: „Saarlandbibliothek" Bde. 1 bis 15 mit Richard van Dülmen „Richtig daheim waren wir nie, Entdeckungsreisen im Saarrevier 1815 bis 1955“, mit Klaus-Michael Mallmann, Gerhard Paul, Ralph Schock. Berlin/Bonn 1987

Christine Koschel

1936 in Breslau geboren
1944 Flucht aus Schlesien, Internatsgymnasium
1954 Englandaufenthalt
1955-1964 in München Regieassistentin bei Theater, Film und Fernsehen
1963 Lesung bei der Gruppe 47 in Saulgau
1964 Berlin Stipendium des Bundesverbandes der deutschen Industrie
1965 Seither freie Autorin, Übersetzerin und Herausgeberin
1979-1981 Textkritische Registratur des gesamten literarischen Nachlasses von Ingeborg Bachmann für die Nationalbibliothek Wien (zusammen mit Inge von Weidenbaum)
1982 Gastvorlesungen über Ingeborg Bachmann in Oxford, Bristol und Cardiff (mit Inge von Weidenbaum)
1983 Hieronymus-Ring (mit Inge v. Weidenbaum) für die Übersetzung des Versdramas Antiphon von Djuna Barnes
1987 Stipendium des Stuttgarter Schriftstellerhauses


Foto Anise Koltz

1993 Sonderpreis des Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen
2003 Stipendiatin der Stadt München in der Villa Waldberta
2007/8 Heinrich-Ellermann-Stipendium/ PEN-Club Liechtenstein
2012 Premio Internazionale “Sulle orme di Ada Negri” per inediti


Buchveröffentlichungen
1961 Den Windschädel tragen; Gedichte, Ellermann Verlag, München 1966 Phahlfuga, Gedichte und Prosagedichte, Piper Verlag, München 1975 Zeit von der Schaukel zu springen, Gedichte, Piper Verlag, München 1992 Das Ende der Taube, Gedichte, Corvinus Presse, Berlin 1997 Atemweg, 8 Gedichte mit Farbradierungen von Gisela Rüdel-Simons, Privatdruck, Stuttgart 2001 Ein mikroskopisch feiner Riss, Gedichte,Corvinus Presse, Berlin 2004 L’urgenza della luce, Cristina Campo traduce Christine Koschel, Casa Editrice Le Lettere, Florenz 2008 Einen Lidschlag offen, Dichterpaare Christine Kosche/Székely Magda, Kortina Verlag, Wien und Budapest 20011 Nel sogno in bilico/In der Traumschräge, poesie, Casa Editrice Mursia, Mailand 20013 Bis das Gedächtnis grünet, Gedichte, Edition Rugerup, Berlin/Hörby, Schweden 2015 in Czernowitz den Meridian-Lyrik-Festival mit Prof. Petro Rychlo eröffnet

Mitherausgeberin
1978 Ingeborg Bachmann, Werke in 4 Bänden, Piper Verlag, München 1983 Wir müssen wahre Sätze finden, Ingeborg Bachmann: Gespräche und Interviews, ebenda 1989 Kein objektives Urteil – Nur ein lebendiges, Texte zum Werk von Ingeborg Bachmann, Piper Verlag, München Übersetzerin von Djuna Barnes, Sylvia Plath, Eugenio Montale, Maura del Serra, Michael Hamburger, Gwendolyn MacEwen. Zusammenarbeit mit Anthologien, deutschen, italienischen und internationalen Literaturzeitschriften: Akzente, Sirene und Neue Sirene, Poetry Review, Iton, Svetovà, Odra, Tygiel Kultury, leggere, Linea d’Ombra, AC, Conoscenza Religiosa , KAMEN`, Poeti e Poesia, Lettre Internazionale Magyar 59 e 66. Sinn und Form 2014, Heft 5 und 2015 Heft 6. Wiederholt Einladungen zu den "International Poetry Festivals" in: London, Jerusalem, Liège (Belgien), Mondorf (Luxembourg) Cagliari „Traghetti di Poesia“. 2015 in Czernowitz Meridian-Lyrik-Festival  und in Lemberg  zum Book Forum.. Seit 1993 Mitkuratorin von 10 Ausstellungen im In- und Ausland zu Leben und Werk von Ingeborg Bachmann. Jüngste Ausstellung unter dem Titel "Die Zeit und die Zeit danach“ im Van Leer Institute in Jerusalem 2008/2009.

Christian Kracht

KrachtIn Saanen in der Schweiz wurde Christian Kracht am 29. Dezember 1966 geboren.

Nach der Schule nahm er in den USA das Studium der Filmwissenschaften auf, arbeitete bei verschiedenen Presseerzeugnissen und begann dann zu reisen - durch Asien ebenso wie nach Schwarzafrika oder durch den Südpazifik.

Er zählt zu den modernen deutschsprachigen Schriftstellern.

Seine Werke sind in mehr als fünfundzwanzig Sprachen übersetzt.

Langvita deutsch: Langvita english:
Copyright: Noa Ben-Shalom

Günter Kunert

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAGünter Kunert, geboren 1929 in Berlin; 1946 – 48 Hochschule für angewandte Kunst in Berlin–Weißensee; 1947 erste Gedichte; 1949 Eintritt in die SED; 1950 Teilnahme am ersten Schriftstellerlehrgang des „Deutschen Schriftstellerverbandes“ in Bad Saarow; 1952 Umzug nach Berlin–Treptow; Mitarbeit an verschiedenen Zeitschriften u.a. Eulenspiegel, Frischer Wind; Arbeiten für Film, Fernsehen und Rundfunk; 1972 Visiting Associate Professor an der University of Texas, Austin; 1975 Writer in Residence and er University of Warwick; 1976 Juror für den Books Abroad/Neustadt–Prize in Norm Oklahoma; Mitunterzeichner der Biermann–Petition; 1977 Ausschluss aus der SED; 1979 Ausreise in die BRD; 1983 Stadtschreiber von Bergen–Enkheim; 1989 Stadtschreiber von Mainz; 1996 Austritt aus dem Westdeutschen PEN; Seit 1982 Mitglied der Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt; 1988 Mitglied der Freien Akademie der Hansestadt Hamburg; Korrespondierendes Mitglied des Collegium Europaeum Jenense. Jüngere Veröffentlichungen (Auswahl): Mein Golem (1996), Erwachsenenspiele (1997), Nachtvorstellung (1999), Nachrichten aus Ambivalencia (2001), So und nicht anders (2002), Vertrieben aus Eden (2002), Kopfzeichen vom Verratgeber (2002) Ehrungen (Auswahl): 1962 Heinrich Mann Preis, 1973 J.R. Becher Preis, 1991 Hölderlin Preis der Stadt Homburg, E. R. Curtius Preis für Essayistik, 1996 Hans Sahl Preis des Autorenkreises Berlin, 1997 Georg Trakl Preis, 1999 Prix Aristeion der Europäischen Union, 2005 Dr. h.c. (Juniata College Huntingdon, Pennsylvania, USA), 2005 Dr. h.c. (Università degli Studi di Torino, Italien), 2009 Norddeutscher Kulturpreis des Landeskulturverband Schleswig-Holstein, 2010 Dr. h.c. (Dickinson College Carlisle, Pennsylvania, USA)

Reiner Kunze

kunzeDr. phil. h.c.  Reiner Kunze,  geb. 16.8.33 in Oelsnitz/Erzgeb. Bergarbeitersohn. 1951-55 Studium der Philosophie und Journalistik an der Universität Leipzig. 1955-59 wiss. Assistent m. Lehrauftrag. Aus polit. Gründen Abbruch der Universitätslaufbahn, Arbeit als Hilfsschlosser. Seit 1962 freiberufl. Schriftsteller. 1976 Ausschluß aus dem Schriftstellerverband der DDR. 1977 Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland. 1988/89 Gastdozenturen für Poetik an den Universitäten München und Würzburg. Wohnt in Obernzell-Erlau bei Passau. Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Freien Akademie der Künste Rhein-Neckar u. des PEN-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland. Gründungsmitglied der Sächsischen Akademie der Künste. Von 1975 bis 1992 Mitglied der Akademie der Künste Berlin (West).- Ehrenmitglied des Collegium europaeum Jenense der Friedrich- Schiller- Universität Jena, des Sächsischen Literaturrates, des Freien Deutschen Autorenverbandes, des Ungarischen Schriftstellerverbandes, des Tschechischen PEN-Zentrums und der „Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft zu Köthen/Anhalt – Vereinigung zur Pflege der deutschen Sprache“.

Werke:

sensible wege. Gedichte 1969 (Tb 1976; um frühe Gedichte erw. Neuausg. 1996) Der Löwe Leopold. Fast Märchen, fast Geschichten. 1970 (erw. Tb-Ausg. 1974, Neuausg. m. Ill. v. Karel Franta 1987, Tb-Neuausg. m. neuen Ill. v. Karel Franta 1995) zimmerlautstärke. Gedichte 1972 (Tb 1977) brief mit blauem siegel. Gedichte-Auswahl 1973 Die wunderbaren Jahre. Prosa, 1976 (Tb 1978) Das Kätzchen. Verse f. Kinder m. Ill. v. Horst Sauerbruch. 1979 auf eigene hoffnung. Gedichte. 1981 (Tb 1987) Eine stadtbekannte Geschichte. Für Kinder, die schon wissen, was eine Umleitung ist. M. Ill. v. Werner Maurer. 1982 eines jeden einziges leben. Gedichte. 1986 (Tb 1994) Das weiße Gedicht. Essays. 1989 Deckname "Lyrik". Dokumentation. 1990 Wohin der Schlaf sich schlafen legt. Gedichte f. Kinder. M. Ill. v. Karel Franta 1991 (Tb m. neuer Ill. v. Karel Franta 1994) Am Sonnenhang. Tagebuch eines Jahres. 1993 (Tb 1995) Wo Freiheit ist... Gespräche 1977-1993. 1994 Steine und Lieder. Namibische Notizen und Fotos. 1996 Der Dichter Jan Skácel. Porträt. 1996 ein tag auf dieser erde. Gedichte. 1998 (Tb 2000) Reiner Kunze, Peter Voß: Zeit für Gedichte? Fernsehgespräche, 2000 gedichte. Gesammelte Gedichte in einem Band. Biblioph. Dünndr.-Ausg., 2001 die großen spaziergänge. Gedichte aus vierzig Jahren, gelesen von Reiner Kunze, CD 2001 Der Kuß der Koi. Prosa und Fotos, 2002 Die Aura der Wörter. Denkschrift, 2002 (Neuausgabe mit Zwischenbilanz 2004) Reiner Kunze und Mireille Gansel: Die Chausseen der Dichter. Gespräche über Peter Huchel und die Poesie, 2004 Bleibt nur die eigne Stirn. Ausgewählte Reden, 2005 lindennacht. Gedichte, 2007

Übersetzungen (Ausw.):

Jan Skácel: Fährgeld für Charon. Gedichte 1967 (Neuausg. 1989) wundklee. Gedichte 1982 (Tb mit einer Laudatio von Peter Handke 1989) Das blaueste Feuilleton. Prosa. 1989 Die letzte Fahrt mit der Lokalbahn. Prosa. 1991 Jaroslav Seifert: Erdlast. Gedichte 1985 Milena Fucimanová: Schmerzstrauch. Poetische Prosa und Gedichte. 1997 Marie Skálová: Die Schuld der Unschuldigen. Lebenserinnerungen. (Gem. m. Elisabeth Kunze) 1999 Reiner Kunze: Wo wir zu Hause das Salz haben. Gesammelte Nachdichtungen aus verschiedenen Sprachen in einem Band. Biblioph. Dünndr.-Ausg. 2003

Sekundärliteratur (Ausw.):

Reiner Kunze - Materialien u. Dokumente. Hrsg. Jürgen P. Wallmann. 1977 Reiner Kunze - Werk und Wirkung. Hrsg. R. Wolff. 1983 Reiner Kunze - Materialien zu Leben und Werk. Hrsg. Heiner Feldkamp. 1987 H. Feldkamp: Sichtbar machen. Bild und Gedicht im Werk Reiner Kunzes. 1991 Herbert-und Elsbeth-Weichmann-Preis. ohne Jahresangabe [1991] Hanns-Martin-Schleyer-Preis 1990 und 1991. 1991 Sprachvertrauen und Erinnerung. Reden zur Ehrenpromotion von Reiner Kunze an der Technischen Universität Dresden. Hrsg. Walter Schmitz. 1994 Friedrich-Hölderlin-Preis. Reden zur Preisverleihung am 7. Juni 1999. o. Jahresang. [2000] Volker Strebel: Reiner Kunzes Rezeption tschechischer Literatur. 2000

Auszeichnungen:

1968   Übersetzerpreis des Tschechoslowakischen Schriftstellerverbandes 1971   Deutscher Jugendbuchpreis 1973   Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste u. Mölle-Literaturpreis, Schweden 1977   Georg Trakl-Preis, Österreich, Andreas Gryphius-Preis u. Georg Büchner-Preis 1979   Bayerischer Filmpreis (Drehbuch) 1981   Geschwister Scholl-Preis 1984   Eichendorff Literaturpreis u. Bundesverdienstkreuz 1. Klasse 1988   Bayerischer Verdienstorden 1989   Kulturpreis Ostbayerns 1990   Herbert und Elsbeth Weichmann-Preis u. Hanns Martin Schleyer-Preis 1993   Großes Bundesverdienstkreuz, Kulturpreis deutscher Freimaurer u. Ehrendoktor der Technischen Universität Dresden 1995   Ehrenbürgerschaft der Stadt Greiz u. Kulturpreis des Landkreises Passau 1997   Weilheimer Literaturpreis 1998   Europa-Preis für Poesie, Serbien 1999   Friedrich Hölderlin-Preis 2000   Christian Ferber-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung 2001   Hans Sahl-Literaturpreis u. Bayerischer Maximiliansorden für Kunst und Wissenschaft 2002   Kunstpreis zur deutsch-tschechischen Verständigung, Prag u. Berlin 2003   Ján Smrek-Preis, Slowakei, u. Ehrenbürgerschaft der Stadt Oelsnitz/Erzgebirge 2004   STAB-Preis der Stiftung für Abendländische Besinnung, Schweiz, u. Übersetzerpreis "Premia Bohemica" d. Gemeinschaft d. Schriftsteller Tschechiens 2006   Ehrengast des Heinrich-Heine-Hauses Lüneburg

Fred Kurer

kurerFred Kurer, geboren am 28. Mai 1936 in St. Gallen. Studium in Zürich, Wien und London. Dr. phil I. Journalist, Leiter der Kellerbühne St. Gallen (1967-74). Lehrer an verschiedenen Schulen: Deutsch, Englisch, Theater. Aufenthalte über längere Zeit in England, USA und Australien. Lebt und arbeitet, wenn nicht unterwegs, in St. Gallen. Fred Kurer war und ist auch Autor verschiedener Programme für Kleinbühnen, Kabarett, Radio und Fernsehen und arbeitet als Übersetzer aus dem Englischen und Amerikanischen. Die letzten Jahre galten vor allem der Beschäftigung mit Joseph Conrad. Zusammen mit Heiko Strech entstanden zwei deutschsprachige Theaterstücke nach Werken des englisch schreibenden Polen sowie eine von St. Gallen über Zürich bis Magdeburg und Berlin bei Publikum und Presse gut aufgenommene literarische Bühnencollage. Eine neuere Collage zeigt Leben und Werk von Bruce Chatwin. Publikationen: epigonale strofen. gedichte. Zug 1959. Der kleine Engadiner Zyklus. Gedichte. St. Gallen 1983. Letters from a Friend’s House/Briefe aus der Finca. Gedichte englisch/deutsch. St. Gallen 1991. Kreta. Gedichte. St. Gallen 1996. Hierzulande hat jedermann nur den Säntis im Auge. Zusammen mit Ivo Ledergerber. Herisau 1999. Unser Verschwinden in Australien. Gedichte. St. Gallen 1996. Zum dritten Mal unter Kennwort. GdSL. Ebnat-Kappel 2004. Ein dichterisches Quartett. Zweisprachige Gedichte deutsch- und albanischsprachiger Autoren. Pristina 2004. Blick durchs geöffnete Fenster. Zweisprachige Gedichte deutsch- und albanischsprachiger Autoren. Pristina 2005. Darüberschreiben/dröberschriibe. Neuere und neuste Gedichte in Schriftdeutsch & uf Sanggaller mundart. St. Gallen 2006. St. Gallen & andere Liebschaften. Gedichte in Schriftsprache und Sanggaller mundart. Oberegg 2008. Die Macht der Dichter. Eine Anthologie der deutschen Lyrik. Band I. Pristina 2009. Was eigentlich mach ich hier? Gedichte albanisch/deutsch. Tetova 2010.

Benjamin Lauterbach

lauterbach_webBenjamin Lauterbach, geboren 1975 in Kronberg / Ts. Studium der Germanistik und Philosophie in Frankfurt am Main und München. Absolvent des Deutschen Literaturinstituts Leipzig. 2003 erhielt er den Telephos Preis, Kategorie Lyrik, im selben Jahr erschien sein Gedichtband „Ich nehm's persönlich". 2004 folgte der Band "Das Leben so bedrohlich mal Zwei". Zusammen mit Juli Zeh schrieb er das Hörspiel ‚Unter Glas' (Ursendung: 1. Mai 2008, SWR 2). 2007 erhielt er das Stipendium der Kunst:Raum Sylt Quelle, 2008 das Stipendium der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart, 2009 das Stipendium ‚Homines Urbani' der Villa Decius in Krakau, 2011 ein Aufenthaltsstipendium im Künstlerdorf Schöppingen. Für sein Internetprojekt ‚Weltwohnen' erhielt er 2007 den Preis ‚Bremer Netzresidenz' vom Literaturhaus Bremen. Zudem Preisträger beim Literaturpreis Prenzlauer Berg, 2008. Sein Theaterstück ‚Beziehungs-Weise' gewann 2009 den ‚Autorenförderpreis der Landesbühnen' (UA 15.4.2011, Dresden-Radebeul), mit dem Stück ‚Der Chinese' Einladung zum Workshop des Berliner Stückemarktes 2011 (UA 20.11.12). Das Stück wurde bei den Hessischen Theatertagen 2013 mit dem Preis der Jury ausgezeichnet. Beide Stücke werden vertreten vom Hartmann&Stauffacher Verlag, Köln. Veröffentlichungen in Zeitschriften (EDIT, BellaTriste, Vokabelkrieger, Iowa Review u.a.) und Online-Magazinen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung urteilte über Benjamin Lauterbach, er beschreibe "die Gesellschaft so, wie sie ist: brutal, sehnsüchtig, angsterfüllt, zärtlich und gierig. Dabei fokussiert er vor allem die innere Zerrissenheit der äußerlich coolen, abgeklärten jungen Generation mit außergewöhnlicher Intensität." Benjamin Lauterbach arbeitet zudem als Journalist, Arbeitsproben finden Sie hier: http://www.zeit.de/autoren/L/Benjamin_Lauterbach/index

Gino Leineweber

leineweberGino Leineweber  lebt seit 1998 als Schriftsteller in Hamburg. 2003 bis 2008 Redakteur der Buddhistischen Monatsblätter (BM). Ab 1991 Mitglied der Deputation der Kulturbehörde Hamburg. Seit 2003 Vorsitzender der Hamburger Autorenvereinigung. Ab 2005 Stellvertretender Vorsitzender der Irmgard-Heilmann-Stiftung. Mitglied im VS Verband Deutscher Schriftsteller und der Jury des Hannelore-Greve-Literaturpreises. Seit 2013 President of TSWTC (Three Seas Writers’ and Translators’ Council)   Publikationen (neben Artikeln, Interviews, Essays) Herausgeber mit jeweils eigenen Essays bzw.  Kurzgeschichten von drei Anthologien bei Verlag LangenMüller.

  • Denk ich an Hamburg 2004
  • Meere 2007
  • Weihnacht  2010
  • Biografien über Francisco Pizarro (2005) und Ernest Hemingway (2011) im Verlag Edition Nordwindpress.
Zwei Kurzgeschichten in der Anthologie
  • „... und Bosnien nicht zu vergessen“ im Verlag Das Bosnische Wort (2008).
Im selben Verlag ein Lyrik-Hörbuch
  • Jahreszeiten (2009).
  • Silberfäden, Lyrik, Wiesenburg Verlag, 2012
  • Mystik und Wahrheit, Essays und Lyrik in der Edition Bardi „Leben, Liebe, Zeit und Vergänglichkeit“, Jeudi Verlag, 2012
  • Jahreszeiten, Lyrik, Verlag Expeditionen, 2013
  E-Books, Verlag Expeditionen
  • HEMINGWAY, WIE ALLES BEGANN - Kindheit und Jugend in Michigan, 2012
  • PIZZARO - Im Namen von Kreuz und Krone, 2012
  • Jahreszeiten, Lyrik, 2013

Frederick A. Lubich

LubichFrederick A. Lubich, 1951 als Sohn mährischer Heimatvertriebener im schwäbischen Göppingen geboren und aufgewachsen.

Studium der Germanistik und Anglistik in Stuttgart, Newcastle upon Tyne (England), Heidelberg, Cornell/Ithaka (Amerika) und University of California/Santa Barbara. Promotion 1983. Lehraufträge an der University of California in Santa Barbara, Brown University, University of Rhode Island, Columbia University, Haverford College, Rutgers University und Old Dominion University. Leiter der deutschen Abteilung an Haverford College und Rutgers University sowie der Fremdsprachenabteilung an Old Dominion University. Organisator mehrerer internationaler Symposia, Direktor des internationalen Filmfestivals „Diaspora: Nations in Search of Home“ sowie Vizepräsident und Präsident  der „Society for Contemporary American Literature in German (2007-2012).   Publikationen Rund dreihundert Veröffentlichungen, inklusive sechs Fachbücher und Editionen zu Thomas Mann und Max Frisch sowie zu Themen wie Paradigmenwechsel in der modernen deutschen Literatur- und Kulturgeschichte, „The Marketing of Eros“ und „Mother Tongue, Lengua Materna, Muttersprache: From National Breaks to Transnational Bridges“; literaturwissenschaftliche Artikel, Rezensionen, Interviews und journalistische Publikationen u.a. im Argentinischen Tageblatt, New Yorker Aufbau, Augsburger Allgemeine, Frankfurter Rundschau und Frankfurter Allgemeine Zeitung. Zahlreiche lyrische Veröffentlichungen, Fotografien und kunstgeschichtliche Collagen in Zeitungen, Zeitschriften, Anthologien sowie vertonte Texte auf Schallplatte in Deutschland, Österreich, Schweiz, England, Amerika und Argentinien. Übersetzungen deutsch-amerikanischer Drehbücher, Yoko Onos Rock Oper New York Story, Radio- und Fernsehpräsentationen in Deutschland, Finnland, Marokko, Ägypten und Amerika sowie Gastvorträge in über dreißig Ländern in Nord- und Südamerika, Afrika, Europa und Asien.

Marko Martin

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAMarko Martin, geboren 1970 in Burgstädt/Sachsen, verliess als Kriegsdienstverweigerer im Mai 1989 die DDR und lebt nach längerem Aufenthalt in Paris als freier Schriftsteller in Berlin. Neben zahlreichen literarischen und Reise–Reportagen erschienen von ihm u.a. die Bücher:Mit dem Taxi nach Karthago. Gedichte, Essays und Reiseprosa 1994, Orwell, Koestler und all die anderen. Essay 1999, Der Prinz von Berlin. Roman 2000.

Hans Mayer

Mayer_HansGeboren am 16.9.1951 in Göppingen/Baden-Württemberg absolvierte ich 1971 das Abitur am Göppinger Hohenstaufen-Gymnasium. Während der Schulzeit aktiv in einer lokalen Dritte-Welt-Gruppe. Studium der Soziologie, Volkswirtschaftslehre und der Anthropologie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg/Breisgau (1971-1972). Dreimonatige Rundreise durch die USA. Aufgrund meiner Kriegsdienstverweigerung Ableistung des Zivildienstes von 1972-1974. Nach dem Zivildienst in einem Heim für Geistig- und Körperbehinderte (in Südbaden) und einer Entwicklungshilfeorganisation (Dienst in Übersee, Stuttgart) Wiederaufnahme des Studiums der Soziologie, Politologie, Volkswirtschaftslehre  und des Völkerrechts an der Philipps-Universität in Marburg/Lahn (1974-1980) mit Abschluss als Diplom-Soziologe. 1982 Übersiedlung nach West-Berlin. Zusatzstudium der Verwaltungswissenschaften an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer mit Abschluss Magister rer.publ. (1985). Während und nach dem Studium zunächst publizistische Tätigkeit als freier Autor, Kurator und Journalist. Projekte u.a.  Buch „Afrika den Europäern“ und eine Ausstellung der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst NGBK zum hundertsten Jahrestag der Berliner Kongo-Konferenz 1984. 1986 Wechsel in die entwicklungspolitische Zusammenarbeit. Von 1986 bis 1991 Arbeit als Berater und Manager eines Entwicklungsprojekts der Southern African Development Cooperation in Mbabane/Swasiland im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (heute GIZ). Anschließend Manager  eines Fortbildungsprojekts der Europäischen Union für Ost/Zentraleuropa sowie Russland und die Länder der früheren Sowjetunion mit Sitz in Wien/Österreich (1972-1974). Danach wieder freiberufliche Berater- und Managementtätigkeit für verschiedene Organisationen und Consulting-Unternehmen im Rahmen der Nord-Süd und der Ost-West Zusammenarbeit. Einsätze u.a. in Estland, Litauen, Malawi, Kasachstan, Russland, Sri Lanka, Äthiopien. Von 2000-2004 Manager/Berater eines Aus- und Fortbildungsprojekts der GIZ im Jemen mit Sitz in Sana‘a. Rückkehr nach Berlin. Erneut freiberuflicher Berater mit verschiedenen Einsätzen in Ägypten, Jordanien, Jemen und  DR Kongo etc.. Seit 2012 Recherchen und anschließende Publikation der Biografie „Das Glückskind vom Monte Verità. Das Leben des Schriftstellers Werner Ackermann“, Berlin 2015. Zur Zeit Recherchen für ein neues Buchprojekt.

Roland Merk

Roland MerkRoland Merk wurde 1966 geboren und wuchs in Luzern und Ste-Croix bei Lausanne in einer deutsch-französischen Familie auf. Seine Schuljahre verbrachte er in Luzern, daraufhin nahm er das Studium der Philosophie, Germanistik und Soziologie in Berlin auf. Nach ausgedehnten Studien schloss er mit einer Arbeit über die „Ästhetische Theorie“ und „Negative Dialektik“ Theodor W. Adornos in Basel ab. Nach Jahren als Redaktor für Schweizer Kultur und Literatur bei den Parlamentsdiensten in Bern tätig und als Leiter und Autor der Rundfunkreihe „Philosophische Marginalien“, Radio ALR, in Zürich, siedelte er 1997 als freier Schriftsteller nach Paris über. Nach ausgedehnten Reisen durch Osteuropa und in den Maghreb und Nahen Osten arbeitete er als Übersetzter für das „Internationale Parlament der Schriftsteller“ und als Redaktor für „Lisan. Zeitschrift für arabische Literatur“ sowie als Drehbuchautor und Regisseur für Auftragsfilme. Neben Gedichten, Theaterstücken und Prosa betätigt er sich auch als Essayist, Film- und Literaturkritiker und Herausgeber. 2009 wurde sein dokumentarisches Theaterstück zum Nahostkonflikt „Die Vertreibung – Ein dokumentarisches Theaterstück zur Nakba in vier Fragmenten“ in Bern uraufgeführt, das erste deutschsprachige Theaterstück, das die Nakba der Palästinenser zum Thema macht. Nach Ausbruch der Tunesischen Revolution 2011, die er vor Ort erlebte, gab er als Autor und Herausgeber das Werk „Arabesken der Revolution“ heraus, eine literarische Zusammenarbeit mit arabischen Schriftstellern aus Ägypten (Salwa Bakr u.a.) , Tunesien, Algerien und Palästina. 2011 lernt er im Rahmen des Russel Tribunals zu Palästina Stéphane Hessel kennen. 2012 veröffentlichen sie zusammen im Aufbau Verlag Berlin das Buch  „An die Empörten dieser Erde. Vom Protest zum Handeln“, das seither in mehreren Übersetzungen (Frankreich, Korea, Italien etc.) erschien. Roland Merk ist Mitglied Autorinnen und Autoren der Schweiz (AdS) und Mitglied P.E.N. Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland. Weitere Informationen auf: www.rolandmerk.ch   Auszeichnungen: 2006 Literaturförderung beider Basel 2010 Literaturförderung beider Basel   Lyrik & Prosa: Wind ohne Namen. Gedichte. Edition 8, Zürich, 2010 Arabesken der Revolution. Edition 8, Zürich, 2011 An die Empörten dieser Erde. Vom Protest zum Handeln. Zusammen mit Stéphane Hessel. Aufbau Verlag, Berlin 2012   Theaterstück: Die Vertreibung - Ein dokumentarisches Theaterstück zur Nakba in vier Fragmenten. Uraufführung: Schlachthaus Theater Bern, Bern, 2009.   „Schreiben nach der Nakba, Werkstattbericht zum Theaterstück: Die Vertreibung – Ein dokumentarisches Theaterstück zur Nakba in vier Fragmenten“, in: Itinera 28, Judentum, Holocaust, Israel, Palästina, Hg. Georg Kreis. Schwabe, Basel, 2009.   Essays, Interviews: „Diskurs in der Enge“ revisited. Paul Nizon im Gespräch mit Martin R. Dean und Roland Merk, in: Globale Heimat. Grenzüberschreitende Begegnungen in der zeitgenössischen Literatur. Edition 8, Zürich 2012. „Von der arabischen Revolution im Besonderen und von der Weltgesellschaft im Allgemeinen. Zur philosophischen Botschaft des Tahrir-Platzes“, Roland Merk im Gespräch mit dem Philosophen Hans Saner, LISAN, Zeitschrift für arabische Literatur, 13/14, 2012 „Von der Freiheit des Menschen als Unfreiheit des Tiers“, in: Die Schweizer Autobahn, Hg. Martin Heller, Andreas Volk. Edition Museum für Gestaltung, Zürich , 1999 „Marco Ferreri: Im Schatten der Dialektik der Aufklärung, in: Film und Fernsehen, Berlin, 1999 „Der Maler Thomas Ritz“, in: Bilder aus der Zeit, Claude & Fabian Walter, Zürich , 2000   Hörspiele & Filme: Feat : Günther Anders: Die Antiquiertheit des Menschen, 1998 Feat : Walter Benjamin: Über den Begriff der Geschichte, 1999 Hsp : Bertolt Brecht: Brechts Philosophie der Strasse Ein Hörspiel für 4 Stimmen, 1999 Dok : Schweiz total Das Turnen der Nation, 2004 F : B wie Beirut, B comme Beyrouth Filmessay , Uraufführung Centre Pompidou, Paris, 2006 Dok : Eins, Zwei, Drei, 2007   Reportagen, Kritiken (Auswahl): «Tauben in Tunis. Auch nach dem Sturz von Diktator Ben Ali geht die Revolution in Tunesien weiter. " Basler Zeitung, 26. März 2011. "Vom Süden kommt der Wind", Der Freitag, Berlin, 19.4. 2011 «Der Fall Hitchcock und die Politik der Autoren. Hitchcock als Schlüsselfigur in den Theorien der Nouvelle vague», in: Neue Zürcher Zeitung, Sonderbeilage für das Filmfestival Locarno 7./8. August 1999. „Das Wunder der Welt in lyrischer Form. Zum Tod der polnischen Dichterin und Nobelpreisträgerin Wis?awa Szymborska“ . Tageswoche, 11.02.2011 „Dichtung & Revolte - Zeitgenössische Arabische Lyrik. Das Dach über dem Kopf des Poeten ist der freie Himmel“, Beilage Literatur zu den Solothurner Literaturtagen, Wochenzeitung 10.5.2012 «Ein Maler des Erhabenen, Mark-Rothko », in: Wiener Zeitung, 26./27. März 1999.   Vertonungen: „Kalte Lieder“. Der englische Komponist Edward Rushton vertonte Gedichte aus „Wind ohne Namen“ zum Liederzyklus „Kalte Lieder“. Uraufführung, Luzern 2013.   Sekundärliteratur: Götz Großklaus, Prof. Dr., Germanist, Universität Karlsruhe: „Roland Merk. Wind ohne Namen“ in: Entwürfe, Zeitschrift für Literatur, 67/2011.  Tamer Abu al-Ainein: „Ein Schweizer Theaterstück dokumentiert die palästinensische Nakba“, Al-Jazeera, 7.03.2009. Cristophe Mangelle: Interview avec Roland Merk, Co-auteur de „A nous de jouer. Apel aux indignés de cette terre“. La fringale litteraire, Paris, Avril 2013.

Wolfgang Mieder

Mieder-5-2008Wolfgang Mieder wurde am 17. Februar 1944 in Nossen geboren, schloß das Carl-Jacob-Burckhardt-Gymnasium in Lübeck ab und studierte am Olivet College in Michigan Deutsch und Französisch. Nach einem Studienaufenthalt in Caen schloss er sein Studium im Jahr 1967 an der University of Michigan mit dem Magister-Titel ab. Nach einem weiteren Aufenthalt an der Universität Heidelberg promovierte er 1970 an der Michigan State University mit der Arbeit Das Sprichwort im Werke Jeremias Gotthelfs zum Ph.D.

Wolfgang Mieder ist Professor für deutsche Sprache und Folklore an der US-amerikanischen University of Vermont in Burlington (Vermont), sein Spezialgebiet sind deutsche Sprichwörter und Märchen. Er ist Herausgeber der Supplement Series to Proverbium, des Proverbium: Yearbook of International Proverb Scholarship und Verfasser von mehr als hundert Büchern zum Thema Sprichwort.

Publikationen Sprichwort - Wahrwort. 1992 Proverbs Are Never Out of Season: Popular Wisdom in the Modern Age. 1993 Proverbs: A Handbook. 2004 English Expressions. Die schwarze Spinne. Erläuterungen und Dokumente. Grimms Märchen, modern. Prosa, Gedichte, Karikaturen. Deutsche Sprichwörter und Redensarten. (Lernmaterialien). Andere Zeiten, andere Lehren. Sprichwörter zwischen Tradition und Innovation. Proverb Iconography. An International Bibliography. New York 1999. Sprichwort. In: Kleine literarische Formen in Einzeldarstellungen (Reclams Universal-Bibliothek 18187). Stuttgart 2002, S. 211-240. „Liebt mich, liebt mich nicht...“ Studien und Belege zum Blumenorakel. Praesens Verlag, Wien 2001. Der Rattenfänger von Hameln. Die Sage in Literatur, Medien und Karikatur. Praesens Verlag, Wien 2002. „Die großen Fische fressen die kleinen“. Ein Sprichwort über die menschliche Natur in Literatur, Medien und Karikaturen. Praesens Verlag, Wien 2003. „Wein, Weib und Gesang“. Zum angeblichen Luther-Spruch in Kunst, Musik, Literatur, Medien und Karikaturen. Praesens Verlag, Wien 2004. „Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen“. Die drei weisen Affen in Kunst, Literatur, Medien und Karikaturen. Praesens Verlag, Wien 2005. „Cogito, ergo sum“ - Ich denke, also bin ich. Das Descartes-Zitat in Literatur, Medien und Karikaturen. Praesens Verlag, Wien 2006. Hänsel und Gretel. Das Märchen in Kunst, Musik, Literatur, Medien und Karikaturen. Praesens Verlag, Wien 2007.

Armin Mueller-Stahl

Armin_mueller-stahlArmin Mueller-Stahl, geb. am 17. Dezember 1930 in Tilsit, Ostpreußen, als drittes von fünf Kindern des ostpreußischen Bankbeamten Alfred Mueller-Stahl und dessen Frau Editha, geb. Maaß, ist ein deutscher Schauspieler, Musiker, Maler und Schriftsteller. Als einziger deutscher Filmschauspieler wurde ihm in beiden deutschen Staaten und in Hollywood größte Anerkennung zuteil. Mueller-Stahl wuchs in einer kunstliebenden Familie auf, in der man malte, zeichnete und gemeinsam musizierte. Sein Vater hatte ursprünglich Schauspieler werden wollen, er spielte am Tilsiter Theater mit und führte an den Geburtstagen seiner Familie eigene Sketche auf. Mueller-Stahl erlebte eine unbeschwerte Kindheit bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, zu dessen Beginn sein Vater eingezogen wurde. 1938 übersiedelte die Familie nach Prenzlau. Der Vater starb am 1. Mai 1945 in einem Lazarett im mecklenburgischen Schönberg. Nach Kriegsende kehrte die Mutter mit ihren Kindern in das niedergebrannte Prenzlau zurück, wo er bis 1948 die Schule besuchte. Im selben Jahr zog er "mit seinem Geigenkasten nach Berlin". Er studierte Violine und Musikwissenschaft am Städtischen Konservatorium und schloß ein Jahr später als Musiklehrer ab. Dann wechselte er zur Schauspielerei. Zunächst wegen „mangelnder Begabung“ zum Studium abgelehnt, erhielt er dennoch 1952 nach einem Vorstellungsgespräch bei Helene Weigel sein erstes festes Engagement am Berliner Theater am Schiffbauerdamm. Seine Schauspielerkarriere beim Film begann 1960 mit dem Vierteiler Flucht aus der Hölle und dem im spanischen Bürgerkrieg spielenden Drama Fünf Patronenhülsen, in dem auch sein Freund und Kollege Manfred Krug mitwirkte. Mueller-Stahl wurde zu einem gefeierten Charakterdarsteller. Seine Unterzeichnung des Offenen Briefs gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns aus der DDR Ende 1976 hatte allerdings zur Folge, daß ihm zweieinhalb Jahre lang kaum noch Rollen angeboten wurden. Die Zwangspause nutzte er zur Niederschrift seiner Autobiographie Verordneter Sonntag. 1980 wurde Mueller-Stahls Ausreiseantrag nach West-Berlin genehmigt. In der Bundesrepublik konnte er bald wieder an die alten Erfolge anknüpfen. Obgleich er noch kaum Englisch beherrschte, entschloss sich Mueller-Stahl Ende der achtziger Jahre zu einem weiteren Neubeginn in den USA. Heute ist ihm Kalifornien zur zweiten Heimat geworden, er wohnt in Pacific Palisades nahe der ehemaligen Wohnung Thomas Manns. Trotz seines Erfolgs auch in Hollywood kehrt er immer wieder nach Deutschland zurück, wo er an der Ostsee und in Berlin wohnt. So übernahm er etwa die Hauptrolle des Thomas Mann in dem Fernseh-Dreiteiler Die Manns. Während er sich beim Filmschauspiel immer sehr eingebunden fühle, seien das Malen und Schreiben die einzigen Momente, so Mueller-Stahl, in denen er "wirklich fliegen" könne. Am 30. September 2006 kündigte er seinen Abschied aus dem Filmgeschäft an. Als Gründe für seinen Ausstieg gab er unter anderem an, daß die spektakuläre Bekanntheit und die außergewöhnlich hohe Bezahlung von Schauspielern und Produzenten heutzutage nicht mehr die Qualität ihrer Leistungen oder ihres tatsächlichen Könnens widerspiegele. Mueller-Stahl erhielt zahlreiche Auszeichnungen als Schauspieler. Publikationen: Verordneter Sonntag. Berlin: Severin und Siedler, 1981. Unterwegs nach Hause. Erinnerungen. Düsseldorf: von Schröder, 1997. In Gedanken an Marie-Louise. Eine Liebesgeschichte. München: List, 1998. Armin Mueller Stahl – Malerei und Zeichnung. Katalog zur Ausstellung im Kulturforum Burgkloster zu Lübeck und im Buddenbrookhaus (Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum), 17. November 2001 bis 20. Januar 2002. Lübeck: Kulturforum Burgkloster. Armin Mueller Stahl – Urfaust. Katalog zum gleichnamigen Mappenwerk, 60 S., 21 Abb. in s/w, Verlag Kunsthaus Lübeck 2003. Armin Mueller Stahl – Night on Earth – Day on Earth. Zweisprachiger Katalog zur Ausstellung in der Villa Aurora, 80 S., Abb. in s/w u. farbig, Verlag Kunsthaus Lübeck 2003. Hannah. Erzählung. Aufbau, Berlin 2006. Rollenspiel. Ein Tagebuch während der Dreharbeiten zu dem Film "Die Manns“" J. Strauss, Potsdam 2001. Venice. Ein amerikanisches Tagebuch. Aufbau, Berlin 2005. Kettenkarussell. Aufbau, Berlin 2006. Portraits. Malerei und Zeichnung. Aufbau, Berlin 2006. Die Buddenbrooks – Übermalungen eines Drehbuchs. Mit Texten von Heinrich Breloer, Herwig Guratzsch und Armin Mueller-Stahl. Henschel, Berlin 2008. Die Jahre werden schneller. Lieder und Gedichte. Aufbau Verlag, Berlin 2010.

Gerda Nischan

NischanGerda Nischan wurde 1940 in Frankenthal (Pfalz) geboren und besuchte die dortigen Schulen. 1958 ging sie ins Ausland, um sich weiterzubilden, zuerst in die Schweiz und danach für ein Sprachstudium nach England (Lower Cambridge Certificate, 1963). 1967 ging sie nach Amerika, um am deutschen Konsulat in Philadelphia als Sekretärin zu arbeiten. Erste englische und deutsche Veröffentlichungen in Amerika in Poetry Journals und  Anthologien mit mehreren Auszeichnungen (Awards der Poetry Society of Nordkarolina 1976, 1978, 1981 und 1983). Zahlreiche  Veröffentlichungen in den Publikationen der Society for Contemporary American Literature in German(SCALG) von 1976 bis 2012. Gerda Nischan schreibt und veröffentlicht in zwei Sprachen und lebt in Nordkarolina.   Bibliographie 2010      „Briefe an einen Kriegsgefangenen“, Goethe Verlag, Frankfurt http://www.amazon.de/Briefe-einen-Kriegsgefangenen-Autobiographie-Kindes/dp/3837208826 2013      „Dieses neue Leben“, Roman, erscheint Herbst 2013, Goethe Verlag, Frankfurt   Zahlreiche Lesungen in Amerika und Deutschland in Kultur-Zentren, Schulen, Colleges und an Konferenzen. Lesungen an den Buchmessen Leipzig (2011) und Frankfurt (2011, 2013).

Paul Nizon

Paul_NizonPaul Nizon, geboren 1929 in Bern, lebt in Paris. Der »Verzauberer, der zur Zeit größte Magier der deutschen Sprache« (Le Monde) erhielt für sein Werk, das in mehreren Sprachen übersetzt ist, zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen, u. a. 2010 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur. (mehr …)

Hans-Christian Oeser

oeser_2Hans–Christian Oeser, M.A., geboren am 12.6.1950 in Wiesbaden, aufgewachsen in Kassel, Studium der Germanistik und Politologie in Marburg und Berlin (West). Lebt seit 1980 in Dublin, Irland, wo er zunächst an verschiedenen Hochschulen und am Goethe–Institut deutsche Sprache und Literatur unterrichtete. Arbeitet als freier literarischer Übersetzer, Reisebuchautor, Herausgeber von Fremdsprachentexten, Anthologien und Almanachen und als Publizist. Seine eigenen Veröffentlichungen umfassen Irland (mit M. Schmid, 1989); Dublin. Stadt und Kultur (mit J. Schneider u. R. Sotscheck, 1992); Treffpunkt Irland. Literarischer Reiseführer (1996); Irland (mit E. Wrba und R. Sotscheck, 1998); Oscar–Wilde–ABC (mit J. W. Rademacher, 2004) und Dublin. Ein Reisebegleiter (2005) Zu den von ihm übersetzten Autoren zählen u. a. Bernard MacLaverty, Brendan Behan, Ian McEwan, William Faulkner, Jennifer Johnston, Judith Wright, Lesley Glaister, John Montague, Joan Aiken, Patrick McCabe, John McGahern, Paul Muldoon, F. Scott Fitzgerald, Muriel Spark, Alison Lurie, SAID, Hugo Hamilton, Jamie O'Neill, Maeve Brennan, Hansjörg Schertenleib und Edward P. Jones. 1997 wurde er mit dem Europäischen Übersetzerpreis Aristeion ausgezeichnet. Weitere Einzelheiten sind auf seiner Homepage zu finden.

Oskar Pfenninger

pfenningerOskar Pfenninger, geboren 1930 in Winterthur, aufgewachsen im Pfarrhaus Neftenbach bei Winterthur; 1947 – 1950 Kaufmännische Lehre in einer Überseehandelsfirma in Winterthur; 1950 – 1953 Schweizerische Theaterschule, Bühnenstudio Zürich; 1953 Regieassistent in der Filmproduktion bei Kurt Früh; 1955/56 in Korea als Mitglied der Neutralen Überwachungskommission für den Waffenstillstand; 1956 – 1963 in Japan: freier Mitarbeiter des Schweizer Radios, Deutschlehrer, Schriftsteller; 1959 in Kyoto Heirat mit Yoshimi Kurata, Theologiestudentin; 1963 Rückkehr in die Schweiz mit der Familie; 1963 – 1966 Sekretär der Schweizerischen Ostasienmission; 1966 – 1971 wieder in Kyoto, mit verschiedenen Aufgaben: Sprachlehrer an zwei Universitäten; Leiter des Internationalen Studentenheims „Haus der Begegnung“, zusammen mit Yoshimi; Japankorrespondent für Radio DRS; 1971 Rückkehr in die Schweiz mit Yoshimi und drei Kindern;1971 – 1988 „Hauseltern“ in einem internationalen Studentenheim in Zürich; Bis 1995 Sprachlehrer in Zürich (Deutsch für Fremdsprachige Erwachsene, Berufsschule Zürich) und bis 1997 freier Mitarbeiter bei Radio DRS.Lebt heute als Schriftsteller in Zürich. Bibliographie Buchpublikationen: „Vom Leben in der Fremde und von einer Heimkehr“, Grütli Druckerei, Zürich 1973. „Vom Japanischen Lebensgefühl“ in: „Japan: Menschen und Räume“, Stichwörter zu Asien, Imba Verlag, Freiburg 1974. „Wirtschaftsriese Japan“, Berufsschule der Stadt Zürich, Verlag Sauerländer, Aarau 1977. „Auf dem Drachenberg“, Erzählungen, Verlag der Arche, Zürich 1977. „Reise nach Sarid“, in: „Pack deine Sachen und komm ...“, Edition Erpf, Bern 1979. „Das Monster“, Erzählung, Verlag der Arche, Zürich 1979. „ordnung“, Gedichte, pendo-lyrik, Pendo Verlag, Zürich 1986. „Wie Scherben Glück bringen“, Erzählungen, Pendo Verlag, Zürich 1990. „Überfahrt“, Roman, Pendo Verlag, Zürich 1995. „Vaters Liebe“, Roman, Limmat Verlag, Zürich 2004. „Leo und Yo“, Fragmente eines Lebens, Waldgut Verlag, Reihe lektur, Band 31, Frauenfeld 2011. „das rettende gift der verwandlung“, Waldgut Verlag, Reihe lektur, Band 33, Frauenfeld 2012. Zusammen mit Irène Bourquin: „Herbstflut. Bretagne – eine Liebesgeschichte“, Waldgut Verlag, Reihe lektur, Band 34, Frauenfeld 2012. Radio DRS: Hörspiele, Hörfolgen, Features, Interviews (ab 1956). Als Japan-Korrespondent von Radio DRS Berichte für „Echo der Zeit“ (1966-72). „Das Wort zum Tag“ (1992-97). Film: „Ein Schweizer wird Schweizer“, Prämiertes Filmexposé für die Praesens-Film, 1966. „Transit Bern“, Drehbuch, zusammen mit Filmemacher Ulrich Schweizer, 1976. In Zeitungen, Zeitschriften, Anthologien: Berichte, Essays, Glossen, Rezensionen, Gedichte

Susanna Piontek

piontek_110301Susanna Piontek, geboren 1963 in Bytom, Polen, dem vormaligen Beuthen in Oberschlesien.  Studierte Sprachlehrforschung, Amerikanistik und Geschichte an der Ruhruniversität Bochum. Vierjährige Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken.

Ausbildung zur Rundfunkredakteurin an der Journalistenschule “ifm” in Bruchsal (Radio aus Bruchsal).  Aufbau eines Service-Sekretariats an der Akademie für Alte Musik im Saarland, e.V.  Von 1996 – 2005 Literaturkritiken (Sachbücher) für den Saarländischen Rundfunk, Einsatz als Sprecherin bei Features und Synchronisationen, schriftstellerische Tätigkeit.

Lebt seit 2006 als freie Autorin in Michigan, USA. Lesungen an Universitäten, Schulen, in Buchhandlungen und Bibliotheken und auf Einladung jüdischer bzw. christlich-jüdischer Organisationen in Deutschland und den USA. Weitere literarische Mitgliedschaften:
  • Europäische Autorenvereinigung "Die Kogge"
  • SCALG (Society for Contemporary American Literature in German)
  Hauptwerk: "Rühlings Erwachen und andere Geschichten", Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 2005. In englischer Übersetzung unter dem Titel: “Have we possibly met before? And other stories.” Culicidae PRESS, Ames, Iowa 2011. Zahlreiche Kurzgeschichten, Lyrik und Buchrezensionen in diversen Anthologien und Zeitschriften in Deutschland, den USA, Albanien und Israel. Weiteres unter: http://www.susannapiontek.net

Thomas Poeschel

PoeschelThomas Poeschel wurde 1957 in Würzburg geboren und wuchs im bayrischen Vor- Alpenland auf. Nach dem Abitur arbeitete er in Landschaftsgärtnerei, reiste während anderthalb Jahren durch Spanien, Nordafrika, den Mittleren Osten, Persien, Afghanistan nach Nordindien und Nepal und war als Lehrling bei archäologischen Ausgrabungen in Tel Anafa, Israel tätig. Studium der Ethnologie und Philosophie an der Ludwig- Maximilians-Universität, München sowie der Experimentellen Filmgestaltung an der HdK Berlin. Feldforschungen in der Sierra de Vilcabamba, Peru und in der Sierra de Nayar, Mexico.     Veröffentlichung: Archäologie und Ethnohistorie im Umkreis der Südlichen Sierra Madre Occidental (Mexiko). Unter besonderer Berücksichtigung der Rolle des Silbers in der Akkulturation der Nayaritas und Caxcanes (Huichol, Cora, Tepecano), Vol. 15 der Münchner Beiträge zur Amerikanistik, 1985 (Klaus Renner Verlag, ISBN 3-87673-101-1; 345 pp.).   Zahllose Jobs in Industriebedachung, Fabrikreinigung, als LKW- Fahrer, in der Film- und TV-Industrie. Ausstellungsaufbauten für Mosel & Tschechow, Goldmann u.v.a. – Super-8 mit Günter Schickert u.v.a. im Mauer-Berlin. Regieassistent von Gottfried Junker bei Dreharbeiten an Versteckte Liebe auf Kreta.   Mitglied der Kooperative B.O.A. Videofilmkunst, München. Mitarbeiter reprofotografische Buchgestaltung, z.B. Deadly Carousel. A Singer’s Story of the Second World War von Monica Porter (London 1990). Erstellung kompletter Ausstellungs-Entwürfe. Förderung durch Marcel Luipart und Elga Jacobi. Produzent und Regisseur von Abraxas. Premiere Sydney, Australien (Video) und Figueira da Foz, Portugal (16mm). Lief als einziger dt. Beitrag in Cannes, Sète, Centre Pompidou, etc. – Auswertung des Films wg. Problemen mit Musik-Rechten für die Dauer nur eines Jahres allein auf Festivals beschränkt. Veranstalte 1997 Ausstellung in Juliettes Literatursalon, Berlin, anlässlich des 200. Geburtstags von Heinrich Heine. Einladung der Media Business School in Rónda mit dem Spielfilm-Projekt (Original-Drehbuch in spanischer Sprache) La Casa de Amancio (kommenden Ereignissen zunächst voraus, spätestens nach 9/11 no way). Erhielt 2001 ein Stipendium der VG Bild-Kunst als Nachwuchsproduzent in der Bavaria, aber de facto kein Geld, um La Casa de Amancio weiterzuentwickeln oder umzusetzen. Daraufhin Rückgabe des Stipendiums.   Zehnjährige Arbeit am Buch (Ulrich Peltzer: „opus magnum“) Abraxas. Höllen-Spectaculum. Ein zeitgeschichtliches Libretto des deutschen Nationalmythos von Heinrich Heine bis Werner Egk, erschienen bei Hentrich & Hentrich, 2002. Das Faust-Buch war pünktlich zum Egk-Jubiläum 2001 angekündigt, im entscheidenden Moment stellten sich merkwürdige nicht-technische Hindernisse unbekannter Art ein. Es erscheint 2002 und immerhin auch eine einzige Rezension (Horst Koegler). --- Schreibt seither wenig, aber stetig und veröffentlicht nichts, lebt so gut es geht vom Landbau, unterrichtet seine Kinder, unternimmt dann und wann Feldforschungen (2008/09 in Ostindien, 2010 in Kolumbien), vermehrt sein Wissen, hält sich wach und pflegt das Werkzeug. [Eigenangaben]

Hans Poppel

poppelHans Poppel, geboren 1942 in Kempten. Schulzeit in Kempten und München. Studium an der Akademie der bildenden Künste, München. Bühnenbildassistent an der Bayrischen Staatsoper, München. Jazzmusiker. Mehrjährige Arbeit am Theater als Bühnen– und Kostümbildner. Seit Mitte der siebziger Jahre freischaffend, vorwiegend als Illustrator und Buchgestalter. Verschiedene Tätigkeiten als Karikaturist, Redakteur, Drehbuchmitarbeiter im Film– und Hörspielbereich, Pianist frei improvisierter Musik. Mehrfach Auszeichnungen als Illustrator von Kinder– und Jugendbüchern, darunter IBBY Ehrenliste und Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis. Seit 1987 in den USA. Mitglied des PEN–Zentrums deutschsprachiger Autoren seit 1994. Lebt und arbeitet, nach einigen Jahren in Concord/Massachussets, wieder in München. Veröffentlichungen: Kinder und Jugendbücher (Auswahl): So einfach ist Theater – München, 1979 Hexe Lakritze – Reinbek, 1981 Erklär mir die Musik – München, 1982 Abracadabra – London, 1983 Scheint der Mond hell auf das Haus – München, 1984 Ein wunderlicher Rat – München, 1989 A Seed, A Flower, A Minute, An Hour – New York, 1992 Salomon Moon – New York, 1993 Osterhas und Osterspaß – München, 1995 Saubär und Saubärchen – Wien, 2002 Tonträger (Auswahl): Music for two Pianos – München, 1993 Like Rays – New York, 1996 Nothing to hide – Murten, 2000

Utz Rachowski

rachowskiUtz Rachowski, geboren im Januar 1954 in Plauen, aufgewachsen in Reichen­bach/Vogtland. Mit 17 Jahren Ausschluß aus dem staatlichen Ju­gend­ver­band und Rausschmiß aus der Schule wegen Gründung eines Philosophieclubs. Bahnhofsarbeiter. Elektrikerlehre. Grundwehrdienst. Abitur. Kurzes Medizinstudium in Leipzig. Heizer. 1979 Verhaftung und Verurteilung zu 27 Monaten Gefängnis wegen fünf seiner Gedichte und der Verbreitung der Werke von Jürgen Fuchs, Reiner Kunze und Wolf Biermann. Klient von amnesty international. Ausbürgerung und Freikauf aus der Haft. 12 Jahre in Berlin–Kreuzberg. Studium Kunstgeschichte/Philosophie in Westberlin und Göttingen. In den neunziger Jahren Gründung und Redakteur einer Literaturzeitschrift in Dresden. Neben der Arbeit als Autor betreut er heute Opfer der DDR–Diktatur als Bürgerberater in Sachen Rehabilitierung im Auftrag des Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasi–Unterlagen. Bibliografie (kleine Auswahl): U.R. veröffentlichte bisher neun eigenständige Titel, darunter Gedicht–, Prosa– und Essaybände. Wichtigste Veröffentlichungen: „Der letzte Tag der Kindheit“ (1986, mit einem Vorwort von Hans Sahl), „Namenlose“ (1993, Nachwort: Wolf Biermann). „Red’ mir nicht von Minnigerode“ (d. i. der Kumpel von Georg Büchner!) heißt sein neuestes Buch (2006, Universitätsverlag Thelem Dresden; Geleitwort von Hans–Joachim Schädlich). Weitere Informationen und Aktuelles: www.rachowski.de

Lutz Rathenow

Lutz_Rathenow_(2005)_by_Guenter_PrustLutz Rathenow, geboren 1952 in Jena, damals DDR. Studium Germanistik und Geschichte an der Universität Jena. 1976 erzwungene Exmatrikulation aus politischen Gründen. Transportarbeiter. 1980 Verhaftung und dreimonatiges Ermittlungsverfahren wegen seines ersten im Westen erschienenen Buches Mit dem Schlimmsten wurde schon gerechnet. Zahlreiche Veröffentlichungen in der Bundesrepublik, Übersetzungen in andere europäische Sprachen. Gastvorlesungen in den USA. Lebt als freier Schriftsteller und Redakteur einer Zeitschrift in Berlin. Die erfolgreichsten Bücher: Zangengeburt, Gedichte, 1982; Ostberlin – die andere Seite einer Stadt, Essay, 1987; Sisyphos, Erzählungen, 1995; Das Jahrhundert der Blicke, Gedichte, 1997; Sterben will gelernt sein. Lyrische Prosa, Prosaische Lyrik, 2000; Die Fünfzig Gedichte und Prosa, 2002.

Axel Reitel

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Axel Reitel, geboren 1961 in Plauen / Vogtland, aufgewachsen in einer von der SAG Wismut geprägten Familie. Zu den frühen Gedichtthemen gehören der im DDR-Alltag zutage tretende Ost-West-Zwiepalt.

1978 und 1981 Inhaftierung durch das Ministerium für Staatssicherheit und zu sechs Monaten Jugendhaft beziehungsweise 48 Monaten Gefängnis verurteilt. Auf Vermittlung des Bruders Ralf Reitel, der zu dieser Zeit als Schauspieler in Rudolstadt engagiert ist, ab 1981 Klient von Amnesty International. Die Betreuung geschieht durch die schwedische Gruppe von AI. Am 17. Dezember 1981 aktive Beteiligung am Hungerstreik von insgesamt 350 politischen Häftlingen im Zuchthaus Cottbus, aus Protest gegen die Verhängung des Kriegsrechts in Polen und aus Sympathie mit der polnischen Gewerkschaft Solidarno??. Am 4. August 1982 Freikauf durch die Bundesrepublik Deutschland. Von 1985 bis 1990 Studium der Kunstgeschichte und Philosophie an der Technischen Universität Berlin (West). Seit 1990 freischaffender Autor.
Copyright: Jo Berghammer
  • Bibliografie
Hörfunkjournalismus (Buch) Schöne Jugend. Jugendliche im Widerspruch zur DDR. Fünf Features. Köster-Verlag, 174 Seiten, 2008 (2. Aufl.) ISBN 978-3-89574-627-7. Nachtzensur. DDR und Osteuropa zwischen Revolte und Reaktorkatastrophe. Fünf Features. Mit einem Vorwort von Manfred Wilke Köster-Verlag, 168 Seiten, 2013. ISBN 978-3-8957-4842-4. Künstlerbiografie Seelenbrennen. Ein Leben für die Musik. Gespräche mit Reinhard Fissler dem Sänger der Stern-Combo Meißen 3-D-Verlag, 190 Seiten, 2007, ISBN 3-935478-49-6.
  • Lyrik
Gethsemane. Mit Utz Rachowski. Neupert-Verlag, 39 Seiten, 1992, ISBN 3-929039-16-8. das exil und der sandberg. Gedichte 1976–1990. Boesche-Verlag, 22 Seiten, 1992, ISBN 3-923809-32-8. Liebe Anarchie. Gedichte. Mit grafischen Beigaben von Hubertus Giebe. fama-Verlag, Dresden, 61 Seiten, 1997, ISBN 3-9804194-2-8. Paris, Paris. 15 Gedichte zu 15 Gemälden von Hubertus Giebe. Mit einer CD. Galerie Weise, 48 Seiten, 1998, ISBN 3-00-003814-0. Herzflur. Ausgewählte Gedichte. Glossen 38/2014. Ein Ständchen von Lenin und Trotzki. Glossen 39/2014.
  • Monografie
Frohe Zukunft – Keiner kommt hier besser raus. Strafvollzug im Jugendhaus Halle. Die Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR in Sachsen-Anhalt, 312 Seiten, 2002. Jugendstrafvollzug in der DDR am Beispiel des Jugendhauses Halle. Köster-Verlag, 312 Seiten, 2006, ISBN 3- 89574-585-5. Musik (Auswahl) ohne anzuklopfen. Jodie Akt I. Avaton | Saxonia 2000. EAN 4018952907328. Ghettos in petto. Jodie Akt II. FARO-Music 2002. Berlin. Single-CD. FARO-Music 2005.
  • Prosa
Zündhölzer für ein Manöver. Erzählungen. Hilbert & Pösger, 92 Seiten, 1987. Das Glück in Mäusebach. Erzählungen. Oberbaum Verlag, 140 Seiten, 1989. ISBN 3-926409-98-3. Zeitalter der Fische. Erzählungen. Chemnitzer Verlag, 112 Seiten, 1996, ISBN 3-928678-30-2.
  • Radio – Essay – Lesung
Poetisches Leben. Radio-Essay. Saarländischer Rundfunk, Moderation: Arnfrid Astel, Sa, 4. November 1989, 54'04. Das Leben des unschuldigen Mörders Alexander Raimond. MDR Kultur, Sa, 7. Dezember 1994, 30'. Die andere Seite des Lächelns oder Ein Terrier namens Stasi. Briefe an meine Freundin Demokratie. MDR Kultur, Mo, 16. August 1999. Muschel und Welle. Neue Texte. MDR Figaro Sa, 1. August 2009, 21'40. Der Kemmler oder Eine Liebe im Vogtland. MDR Figaro, Sa, 6. November 2010, 25'. Bericht an eine Jury. Eine Stasi-Satire. MDR Figaro, Sa, 29. Oktober 2011, 21'06. Karl Marx in Wolken SR2, Mittwoch, 31. Juli 2013, 24'46
  • Radiofeature, Radioreportage
Selbsterziehung – Jugendstrafvollzug in der DDR. MDR und SFB Sa, 12. April 2003, 55'. ÜN: BR2 2004, Deutschlandradio 2005,MDR 2014. Spatensoldaten – Wehrdienst ohne Waffe in der DDR. MDR und RBB Mi, 1. September 2004, 58'28. ÜN: BR2 2005. Grenzgänger – Kinderprostitution an der deutsch-tschechischen Grenze. MDR und RBB Mi, 15. Dezember 2004, 53'48. Junge Poeten zum Lernen gebeten – Die zentralen Poetenseminare der FDJ. Deutschlandradio Sa, 11. Juni 2005, 54'24. ÜN: BR2 2005. MDR 2008. Der Tod meines Bruders – Rekonstruktion eines vermeintlichen Unfalls. MDR und RBB Mi, 3. Oktober 2007, 59'26. ÜN: BR2 2012. Freigekauft – Die geheimen Geschäfte mit politischen Gefangenen in der DDR. MDR und RBB Mi, 15. September 2010,58'57.ÜN: HR2 2011. WDR3 2011. SWR2 2012. Radio Bremen 2012. Deutschlandradio 2012. SWR 2 2013. Hass auf Heimat – Die rechte Opposition der DDR. MDR und RBB Mi, 12. Oktober 2011, 59'14. Freigekauft – Die geheimen Geschäfte mit politischen Gefangenen in der DDR SWR2 Wissen Fr, 12. März 2012, 26'50. Der Walnussbaum hat nicht gestört – Von der Vernichtung dreier Dörfer an der innerdeutschen Grenze. MDR und RBB Mi, 6. Juni 2012, 56'20. Wer war Siegfried Heinrichs? Porträt des ost-westdeutschen Lyrikers und Berliner Verlegers. RBB kulturradio Mi, 3. Oktober 2012, 30'23. Verstrahlter Ruhm - Die Liquidatoren von Tschernobyl. MDR und RBB Sa, 19. Oktober 2013, 29'31.
  • Radiokritiken (Auswahl)
Anna und Susanne Schädlich: Ein Spaziergang war es nicht. Kindheiten zwischen Ost und West. Heyne Verlag 2012. 25. April 2012. MDR-Bücherjournal. Udo Scheer: Günter Ullmann - eine Biografie. Mitteldeutscher Verlag 2012. 27. Juni 2012, 9.40 Uhr. MDR Bücherjournal Gabriel Berger: Joseph und seine Kinder. Odyssee einer jüdischen Familie, Trafo Literaturverlag 2011. 26. Oktober 2011, 9.40 Uhr. MDR-Bücherjournal. Theater Chopin. Minidrama. Uraufführung: Theater K im Malzhaus Plauen. 1991. Eine Stadt treibt ihre Teufel aus. Stück. Bühnenverlag Bernd Bauer 1992. TV Ungebremste Karrieren - Ex-Stasi-Untersuchungsführer bei der Brandenburger Polizei. RBB-Klartext vom 21. November 2012 "Lernt polnisch" - DDR-Oppositionelle und die Solidarność. Deutsche Welle. Erstausstrahlung 4. November 2014 Übersetzungen (Auswahl) Der Berliner Mauer Choral (The Berlin Wall Tune) von Joseph Brodsky Das 66. Sonett von William Shakespeare Perversity (Perversity) von Wilfred Owen Verstreute Veröffentlichungen (Auswahl) Dedal i Ikar Jr. (in polnischer Sprache) in: Archipelag Nr.4 (9). West-Berlin 1984 Daidalos und Ikarus Jr. in: Keine Zeit für Einzelgänger. Anthologie II. West-Berlin 1984 Auf alten Plätzen in: Hannes Schwenger (Hrsg.): Doppeldecker. Lyrik Prosa und Grafik aus ganz Berlin. Berlin 1990 Poetisches Leben, in: Ostragehege (Zeitschrift) - Zeitschrift für Literatur und Kunst 1/1994. Dresden 1994. Bericht aus meiner Mutterstadt, in: OSTRAGEHEGE - Zeitschrift für Literatur und Kunst 1/1994. Dresden 1994. Roter Stein, in: Wulf Kirsten (Hrsg.): Eintragung ins Grundbuch. Thüringen im Gedicht. Rudolstadt & Jena 1996 Pegasus, gegängelt, „hoch oben / tief in die Knie“. Die zentralen Poetenseminare des Zentralrats der FDJ 1970 bis 1989, in: ZdF 19/2006 Die Poetenpolizei - Kontrolle muß sein – Die Schweriner FDJ-Seminare für Nachwuchsdichter, in: ZdF Nr. 22/2007 Landschaften bei Weimar in: Es gibt eine andere Welt. Neue Gedichte: Eine Anthologie aus Sachsen. Leipzig 2010 Karl Marx in Wolken aka Marx in Wolken in: Via Knast in den Westen: Das Kaßberg-Gefängnis und seine Geschichte. Leipzig 2013 Weitergedachter Marx, in: Forum Politikunterricht. München 2013. "daß der Mensch gern auf dieser Erde lebt". Reiner Kunze zum 80. Geburtstag, in: europäische ideen, Heft 155, London 2013.
  • Wissenschaft
Die Zentralen Poetenseminare der FDJ von 1970 bis 1979. Arbeitspapiere 42/2008 des Forschungsverbundes SED-Staat der FU Berlin 42/, 100 Seiten, 2008 ISSN 0942-3931. Stipendien, Förderungen, Forschungszuwendungen 1990: Alfred Döblin-Stipendium 1991: Stipendium des Kultursenats Berlin 1991: Reisestipendium des Auswärtigen Amtes nach Budapest 1992: Reisestipendium des Auswärtigen Amtes nach Litauen 1993–1997: mehrere Stipendien des Freistaates Sachsen und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen 1997: Stipendiat der Kester-Haeusler-Stiftung (1. Bayerische Literaturtage) 1998: Literaturstipendium des Freistaates Sachsen 2000: Forschungszuwendungen der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur 2001: Forschungszuwendungen der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur 2002: Förderung durch den Kulturraum Vogtland 2003: Gabe des Bundespräsidenten Johannes Rau 2006: Reisestipendium des Auswärtigen Amtes nach Vietnam Internationale Einladungen 1992: Litauische Lesereise (mit Utz Rachowski) auf Einladung der Philosophischen Fakultät der Universität Vilnius 2006: 1. Internationales Poesiefestival in Nouakchott/Mauretanien (als deutscher Teilnehmer) 2012: Minden, ami fesztivál. Pont nálunk. Itt a pont!, MTVA und Hungary Rádió Budapest
  • Nominierungen (national)
2004: Robert-Geisendörfer-Preis („Selbsterziehung“ – MDR) 2005: Goldener Igel („Spatensoldaten" – MDR) 2008: Hohenschönhausen-Preis („Selbsterziehung“ & „Der Tod meines Bruders" – MDR) 2011: Robert-Geisendörfer-Preis („Freigekauft“ – MDR) 2011: Deutscher Sozialpreis („Freigekauft“ – MDR) 2012: Hohenschönhausen-Preis („Der Walnussbaum hat nicht gestört“ – MDR) 2013: DRK-Medienpreis („Der Walnussbaum hat nicht gestört“ – MDR)
  • Nominierungen (international)
2004: Premios Ondas („Selbsterziehung“ – MDR) 2011: Prix Europa („Freigekauft“ – ARD)

Andrea Reiter

reiterAndrea Reiter, geboren 1957 in Linz, Studium in Salzburg (Mag. Phil, Dr. Phil.) Reader in German, University of Southampton. Publikationen: Der "Eckartbote": Modell einer computergestützten Inhaltsanalyse als Beitrag zur Kritik völkisch-nationaler Ideologie (1985) 'Auf daß sie entsteigen der Dunkelheit...' Die literarische Bewältigung von KZ-Erfahrung (1995); engl.: Narrating the Holocaust (2000) Die Exterritorialität des Denkens. Hans Sahl, ein Intellektueller im Exil (2007) Zahlreiche Aufsätze zu Holocaust Memoiren, Exilliteratur, zeitgenössischen österreichischen Autoren. Arbeitet derzeit an einem Projekt über die Identität der Kinder und Enkel von Holocaust Überlebenden.

Peter Rosenthal

Peter Rosenthal_lowDr. Peter Rosenthal ist 1960 in Arad, Rumänien, geboren und im Alter von dreizehn Jahren nach Deutschland ausgereist. Nach seinem Medizinstudium in Köln hat er sich dort als Arzt niedergelassen.     Bibliographie   Sein erster Roman

  • Entlang der Venloer Straße, erschien 2001 im Igel Verlag, 2003 bei KiWi.
Andreas Kilcher von der Neuen Zürcher Zeitung war  recht angetan. Dem autobiografischen Roman um einen aus Ceausescus Rumänien ins westdeutsche Köln geflüchteten Juden bescheinigt er, verschiedene Orte, Zeiten und Kulturen in eine "ebenso fruchtbare wie konfliktreiche Konstellation" gebracht zu haben. Dabei vermeide der Autor jegliche politische "Schwarzweißmalerei", sondern behandele die jeweiligen Orte - Rumänien, Nachkriegsdeutschland und Israel - in gleicher Weise kritisch und sensibel. Eine kunstvolle erzählerische Strategie trage zudem zur großen Offenheit der vielfältigen existentiellen und kulturellen Verflechtungen bei. Auch verfalle Rosenthal nicht darin, den von ihm aufgespannten multikulturellen Raum zu einer Utopie zu verklären, sondern stelle ihn "unter den härteren Bedingungen des realen Lebens dar"   Der zweite ebenfalls autopbiographische Roman
  • In die Zeit fallen, erschien 2013 im Schardt Verlag Oldenburg, nunmehr im 2. Auflage.
Es gibt kein Zurück. Durch den Entschluss, Ceausescus Rumänien zu verlassen, wird die Familie des Erzählers in eine andere Umlaufbahn katapultiert, in Richtung einer anderen Welt mit einer neuen Zeitrechnung. Doch als seine Eltern zunächst alleine ausreisen, sitzt der Dreizehnjährige in einer Zeitfalle fest, deren Einheit sein Vater mit Wenigeralszweijahre beziffert. Die Dauer bis zum Wiedersehen in Deutschland empfindet der Junge besonders an den Sonntagen als nicht enden wollende Ewigkeit, die er sich erst mit seiner Großmutter, dann mit Streifzügen durch Stadt und später mit Freunden zu vertreiben versucht, bis das Visum ihn in seine neue Heimat fern der alten entlässt. Jahrzehnte später, der Erzähler ist längst selbst Vater, lässt er sich in jene Zeit zurückfallen und begibt sich auf Spurensuche, um den Hohlraum der eigenen Identität zu füllen.
Publikationen in Zeitschriften
  • "Kafka"
  • "Freio"
  • "Psychoanalyse"
  Er lebt seit 1974 in Köln, wo er als Hausarzt arbeitet. Er ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Tuvia Rübner

Tuvia RuebmerTuvia (zu deutsch Tobias) Rübner, 1924 in Bratislava-Pressburg geboren, die Muttersprache deutsch, entkam als einziger seiner Familie im letzten Augenblick dem Meuchelmassen- und Raubmord ins damalige Palästina, das heutige Israel. «Es ist Zufall, dass ich lebe», sagt er. (mehr …)

Teresa Ruiz-Rosas

ruizgalinTeresa Ruiz Rosas wurde 1956 in Arequipa (Peru) als Tochter einer Schauspielerin und eines Lyrikers geboren. Dort besuchte sie das Peruanisch-Deutsche Gymnasium und entwickelte durch die Mitarbeit in der elterlichen Buchhandlung ihr Interesse für Literatur und Kultur. Sie studierte Sprachwissenschaft, Germanistik, Romanistik, ungarische Philologie und Übersetzung an den Universitäten in Arequipa, Budapest, Barcelona und Freiburg im Breisgau. Teresa Ruiz Rosas arbeitete neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit u.a. als Lehrbeauftragte und Lektorin im Romanischen Seminar in Freiburg, als Filmadapteurin und Lektorin für die Deutsche Welle und als Journalistin für Zeitungen, Zeitschriften und Rundfunk. Mit ihren zwei Kindern lebt sie seit 1999 in Köln. Seit 2001 ist sie Lehrbeauftragte für spanische Literatur und Sprache an der Universität Köln, freiberufliche Übersetzerin, Journalistin und Autorin. 2003 erhielt sie ein Autorenstipendium der Stiftung Kunst&Kultur NRW und schreibt seitdem an ihrem neuen umfangreichen Roman, der zur Veröffentlichung ansteht. Einige ihrer Erzählungen, Kurzgeschichten, Essays und der Roman "Der Kopist" sind im spanischsprachigen Ausland verlegt und ins Deutsche, Niederländische und Englische übersetzt worden. Autoren wie W.G. Sebald, Nicholas Shakespeare, Soma Morgenstern und Botho Strauß wurden von ihr ins Spanische übertragen. Seit 1974 hat sie viele internationale Preise erhalten: u.a. 1996 den Förderpreis "Tigre Juan" für erste Romane in Oviedo/Spanien; 1999 den Instituto-Cervantes-Preis des Internationalen Kurzgeschichtenwettbewerbs "Juan Rulfo"; Preise von Radio France Internationale und dem Centro Cultural de México in Paris.

Leon Sachs

leon-sachs-portraitLeon Sachs heißt mit bürgerlichem Namen Marc Leon Merten. Er wurde 1982 in Köln geboren und lebt heute wieder in seiner Heimatstadt. Von 2001 bis 2015 lebte der Journalist und Autor in der Schweiz und Frankreich, in München, Frankfurt und Darmstadt und später für ein Jahr in Durham/England.

In dieser Zeit studierte er Medienwissenschaften und Journalistik, arbeitete als PR-Berater und später als Sportreporter, ging dann aber noch einmal an die Universität zurück. In Durham studierte er Religion und Theologie und schloss mit einer Arbeit über „Die Ursprünge jüdisch-muslimischer Beziehungen“ ab.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland nahm er seinen Beruf als Sportreporter wieder auf, begann aber gleichzeitig eine Karriere als Autor unter dem Pseudonym Leon Sachs. Seinen ersten Thriller „Falsche Haut“ veröffentlichte Sachs im Frühjahr 2016 im Emons Verlag, in dem er sich auch kritisch mit der Aufarbeitung des Holocausts in Frankreich auseinandersetzt.

Margot Scharpenberg

scharpenbergMargot Scharpenberg geboren 1924 in Köln; Diplombibliothekarin; kam mit ihrem deutschen Ehemann, Dr. Klaus F. Wellmann, zuerst 1957 für 1 Jahr in die USA. 1960 nach Ottawa, Unterricht im Deutschen Sprachlabor der Carleton University; seit 1962 in New York, das auch nach dem Tod des Ehemanns (1980) Hauptwohnsitz blieb. 2 x jährlich für 2 Monate in Deutschland. Mitglied von GBDOK und WIG (Coalition of Women in German). Seit 1957 3 Prosa– und 26 Lyrikbände, darunter 10 zur bildenden Kunst. Veröffentlichungen: Prosa: Ein Todeskandidat und andere Erzählungen. 1970. Einladung nach New York. 1972, als Taschenbuch 1980. Fröhliche Weihnachten und andere Lebensläufe. 1974. Lyrik: Gefährliche Übung. 1957. Spiegelschriften. 1961. Brandbaum. 1965. Schwarzweiß. 1966. Vermeintliche Windstille. 1968. Mit Sprach– und Fingerspitzen. 1970. Spielraum. 1972. Spuren. 1973. Bildgespräche mit Zillis. 1974. Neue Spuren. 1975. Veränderung eines Auftrags. 1976. Fundfigur. 1977. Bildgespräche in Aachen. 1978. Fundort Köln. 1979. Moderne Kunst im Bildgespräch. 1982. Fallende Farben. 1983. Windbruch. 1985. Verlegte Zeiten. 1988. Augenzeugnisse. 1991. Rahmenwechsel. 1992. 31 x Klee. 1994. Gegengaben und Widerworte. 1995. Wenn Farben blühen. 1999. Zillis wieder im Bildgespräch. 2001. Von Partituren, Lesezeichen und so weiter. 2003. Ehrungen: Georg Mackensen–Literaturpreis für die beste deutsche Kurzgeschichte (1968), Ida–Dehmel–Preis für das lyrische Gesamtwerk (1975), Robert L. Kahn Lyrikpreis (1988).

Udo Scheer

scheerUdo Scheer, geboren am 03.10.1951 in München, 1960 Übersiedelung in die DDR, 1970 Aufnahme des Studiums zum Diplomingenieur an der Friedrich–Schiller–Universität Jena, 1974 Abschluß des Studiums, Mitglied im 1975 verbotenen Arbeitskreis Literatur Jena, Operative Bearbeitung durch die Staatssicherheit, Veröffentlichungen literarischer Arbeiten wurden bis 1989 in der DDR weitgehend verhindert, seit 1993 freiberuflicher Schriftsteller und Publizist, 1995–2001 Gründungsvorsitzender der Geschichtswerkstatt Jena e.V., Mitglied im Autorenkreis der Bundesrepublik.

  • Publikationen seit 1990:
Zahlreiche Publikationen in Sachbüchern, Presse und Rundfunk mit Schwerpunkt Zeitgeschichte, Diktatur, Menschenrechte und Kultur. Vier eigenständige Buchpublikationen, zuletzt: Vision und Wirklichkeit. Die Opposition in Jena in den 70er und 80er Jahren, Sachbuch, Verlag Ch. Links 1999, 3. Auflage. Zeitrisse. Einwürfe Eingriffe Gespräche Geschichten, Geest–Verlag Vechta Langförden, 2. Auflage 2005 Jürgen Fuchs. Ein literarischer Weg in die Opposition, (Biografie), Jaron-Verlag, Berlin 2007
  • Rundfunkfeatures
Im Visier der Stasi, BR 2.10.1993; ORF 16.7.1994; BR 2 am 4.10.1998 ÜBER LEBEN, MDR 12.7.1993 Jenaer Kreise, MDR 8.10.1994 Das mehrfache Leben des Habakuk, MDR 05.05.2002 Weltbesteigung eines Gratwanderers, MDR 13.11.2004

Heinz J. Schiffer

schifferHeinz J. Schiffer, geb. 26.05.1938 in Grevenbroich; 1957 Engagement als Trompeter und Pianist »Apollo–Theater«, Düsseldorf; 1960 Einberufung in die Bundeswehr: Trompeter und Pianist des Heeresmusikkorps 7, Düsseldorf; 1964 Erster Trompeter an den Städtischen Bühnen Krefeld/Mönchengladbach; 1965 Solotrompeter am Stadttheater Wuppertal; 1967–1970 Kapellmeisterstudium an der Hochschule für Musik, Düsseldorf; 1970 stellv. Leiter der Hochschule für Militärmusik; 1972 Kapellmeister des Heeresmusikkorps 10, Ulm (anlässlich der Eröffnung der Olympiade in München). 1974–1982 Kapellmeister und Chef des Heeresmusikkorps 7, Düsseldorf. TV–Sendungen, Rundfunkkonzerte, Schallplatten, Staatsempfänge. Auslandsreisen: USA (Washington, Texas, Arizona, New Mexiko) Belgien, Luxemburg, Holland, Frankreich, Italien, Schweiz, Dänemark und Russland. Diverse Veranstaltungen bei Welt– und Europameisterschaften: im Fußball, in der Leichtathletik und im Tanzsport; 1978 Auszeichnung mit dem »Ehrenbecher der Deutschen Sportpresse«; 1982 Kapellmeister und Chef des Heeresmusikkorps 2, Kassel. Beitritt zum Deutschen Schriftstellerverband; 1983–1992 Leiter der Big Band der Bundeswehr. Siehe Auszug aus der Dokumentation Swing und Pop in Uniform. Bundeswehrverdienstkreuz in Gold; 1989 Ernennung zum Ehrenbürger des Staates South Dakota. Erschienene Werke: 1994   Die genetische Arche (Roman) 2000   Geniale Debütanten (Roman) 2001   Sternreisender (Gedichtband) 2002   Syndikat der Engel (Roman) 2005   Tod der Mücken (Roman) derzeit in Vorbereitung: Stadt der Fledermäuse (Roman)

Hubert Schirneck

Hubert Schirneck, geboren am 28.11.1962 in Gera. POS und Ausbildung zum Industriekaufmann. Daneben Teilnahme an Schreibwerkstätten etc., jedoch keine Veröffentlichungen in der DDR. Arbeit als Bühnentechniker und Heizer. Wehrdiensttotalverweigerung. Danach mehrere Ausreiseanträge. Nach drei Jahren Wartezeit Ausreise aus der DDR. Verschiedene Wohnorte, u.a. Krefeld und Regensburg. Seit 1996 freischaffender Autor. Lebt seit 1999 wieder in Weimar. Veröffentlichungen ab 1989, zunächst in Zeitschriften wie Akzente sowie in französischen Zeitschriften. Im Herbst 1989 erschien der erste Gedichtband, mit einem Nachwort von Günter Kunert. Danach erschienen einige Bücher mit Erzählungen und Gedichten, seit 2000 auch Kinderbücher. Zudem diverse Arbeiten für den Rundfunk. Besonders die Kinderbücher sind in viele Sprachen übersetzt. Auszeichnungen: Niederrheinischer Literaturpreis; Österreichischer Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur. Verschiedene Auszeichnungen durch die Stiftung Lesen, die Leipziger Buchmesse sowie durch das Goethe-Institut. Bücher (Auswahl): Was immer uns trägt, Gedichte, Nachw. Günter Kunert, Passau (Reche Verlag), 1989 Ausordnen, Gedichte, Ill. Karl-Georg Hirsch, Passau, 1993 Das Endspiel, Erzählung, Passau, 1996 Der Tag an dem mich Gregor Samsa besuchte, Gedichte und Erzählungen, Nachwort Wulf Kirsten, Rudolstadt (Hain Verlag), 1999 Das Neueste von den sieben Zwergen, Wien (Verlag Jungbrunnen), 2000 Als der Lange seine gute Laune verlor, Wien, 2001 Kiri Wal zählt die Sterne, Mit Sylvia Graupner, Wien. 2001 Neue Totentänze, Gedichte, Mit K.-G. Hirsch, Volker Braun u.a., Frankfurt (Suhrkamp Verlag), 2002 Zusammengewürfelt und auseinandergeschirneckt, Gedichte, Passau, 2002 Was ist ein Traum, fragte Jonas, Wien, 2003 Flaschenpost für Papa, St. Pölten/Salzburg (Residenzverlag), 2004 Theo und der Aufstand der Bücher, Stuttgart (Klett-Verlag), 2007 Die grüne Nudelsuppe spielt Geige, Wien, 2008 Das Herz der Dinge, Erzählungen, Erfurt (Druckkammer), 2010 Smiling Death oder Die Kunst, lächelnd von einem Tisch aufzustehen, Roman, Berlin (Satyr-Verlag), März 2011 Wir, die Osterhasen, Kinderbuch, Wien, 2011 (auch als Hörbuch bei DAV) Typisch Bär!, Kinderbuch, Köln (Boje-Verlag), 2012 Der Waschbär putzt sein Badezimmer, Bilderbuch, 2014 Die Beherrscher der Neuen Erde, Gedichte (Oktober 2015)

Dieter Schlesak

schlesakDieter Schlesak, geboren 1934 in Transsylvanien, Rumänien. Schlesak ist ein bekannter deutscher Lyriker, Essayist, Romancier, Publizist und Übersetzer. Lebt seit 1973 in der Toskana und in Stuttgart. Mitglied des deutschen P.E.N.–Zentrums und des PEN–Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland.   Werke (Auswahl):

Lyrik:

"Weiße Gegend", Rowohlt, Reinbek 1981; "Aufbäumen. Gedichte und ein Essay", Rowohlt, Reinbek 1990; "Landsehn", Druckhaus Galrev. Berlin 1997; "Tunneleffekt." Mit einem Nachwort "Fragmente zu einer posthumen Poetik", ebenfalls Druckhaus Galrev, Berlin 2000; "Lippe Lust. Poesia erotica"; Weiße Gegend, Gedichte, Lyrik–Edition 2000, Hrsg. Heinz Ludwig Arnold, München 2000; LOS. Reisegedichte, München 2002; Herbst Zeit Lose, Liebesgedichte, München 2006; alle vier Bände bei: Buch&medi@ GmbH, München; Sette volte sete. Grenzen Los. Oltre limite. Hrsg. Stefano Busellato, Lyrik–Werkauswahl italienisch–deutsch, Edizioni ETS, Pisa 2006.

 

Essays und Prosa:

"Visa, Ost West Lektionen", S. Fischer, Frankfurt 1970; "Geschäfte mit Odysseus", Hallwag, Bern 1972; Bildmeditationen in: ”Das Neue Licht Michelangelos”, Kunstdruckdokumentation der renovierten Sixtinischen Kapelle, 3 Bde. 1989–1991; Există o viaţă după moarte, Bucureşti, 2001.

 

Romane:

1986: ”Vaterlandstage” (1995 rumänisch: ”Zile acasã”); Der Verweser. Roman, Allitera Verlag, München 2002; Eine Transsylvanische Reise, EDITION KÖLN, Köln 2004; Romans Netz, Roman, EDITION KÖLN, Köln 2004.

Essays über Literatur, Grenzphänomene und Religion. Hörspiele und andere Arbeiten für das Radio (vor allem über psychiatrische Kliniken, Patientenkunst, über Meditation.) Historisch schließt an Vaterlandstage der Essayband Wenn die Dinge aus dem Namen fallen (1991) an, der die „enteignete“ Revolution von 1989 untersucht (rumänisch: Revolta morţilor, Bukarest 1998, italienisch: Bandiere bucate, Bergamo, 1997) gefolgt von dem synoptischen Journal Stehendes Ich in laufender Zeit (1994), das den europäischen Nach–Wende–Geist bis 1993 kritisch ausleuchtet; Zeuge an der Grenze unserer Vorstellung, Porträts, Studien und Essays, München 2005; Übersetzer– und Herausgebertätigkeit. Essays über rumänische Literatur und Philosophie; mehrere Herausgaben seit 1969: Nichita Stãnescu: ”11 elegii/11 elegien”, Bukarest und Norii, New York, 2002. Elf Elegien, Übersetzung und Nachwort: Metapoesie der roten Zeit, Ludwigsburg 2005, Gefährliche Serpentinen, Rumänische Lyrik der Gegenwart, 1998. Fortsetzung: Addenda corrige in: orte, Schweiz, Sonderheft Rumänien, Dezember 2005.  

Preise/Stipendien:

Für das Gesamtwerk die Ehrengabe der Schillerstiftung/Weimar, 2001; Dr. h.c. der Universität Bukarest, 2005

Heinz Schneeweiss

schneeweissHeinz Schneeweiss, geboren am 21. Februar 1930 in Bregenz/Österreich; verließ im Alter von zehn Jahren das Elternhaus; Gymnasium in Bregenz und Feldkirch; bis 1964 Lehrer im Österreichischen Schuldienst; danach Übersiedelung nach Rotterdam; 1964–68 Studium der Germanistik und der niederländischen Literatur. 1950–52 Bibliothekspraxis; 1952–56 Akademischer Mitarbeiter; Deutschlehrer und Übersetzer; seit 1974 Bibliothekar am Goethe–Institut Rotterdam; Mitarbeiter beim belgischen Rundfunk und bei Inter Nationes (Bonn). Seit 1964 Mitglied des Niederländischen Schriftstellerverbandes; seit 1978 Mitglied der Maatschappil der Niederlandse Letterkunde; seit 1989 Landesverband Niedersachsen (IG); Seit 1982 Mitglied des Internationalen P.E.N., London. Veröffentlichungen: Auf meiner Zunge der Kobol (Lyrik, 1964); Memorandum eines Antipoden (Lyrik 1968); So und nicht anders (Lyrik 1974); In eine Architektur der Stille (Lyrik 1984); literarische Übersetzungen aus dem Holländischen und Flämischen. Weitere Veröffentlichungen mit Textauszügen: In der Kombination von Weltelementen machen Texte Leser und Autor zu Mitarbeitern der Erde und des Kosmos und fordern sie auf, dem Gewissen zu folgen. Texte und ihre Inhalte stehen als Lebenszeugnisse auf dem Prüfstein menschlichen Daseins. In der Wüste der Wirklichkeit werden Zusammenhünge zwischen Welt und Kosmos, Leben und Mythos erkennbar, lebt das Wort aus persönlichem Erlebnis und sucht nach einem möglichen Ursprung im Unsagbaren, überschreitet Grenzen. Wirklichkeit und Möglichkeit, Zeit und Raum werden so Ausdruck gespaltenen Daseins in unserer Zeit, aber nicht ohne ein ständig neues Hoffen, dass Menschen einander finden und ihren Streit untereinander beenden. Auch in Zukunft werden sich zahlreicher Einschränkungen zum Trotz noch Freiräume persönlichen Lebens aufspüren lassen und wird sich Gefundenes absichern lassen, falls der Einzelne zu weltweitem Denken und Fühlen findet. (Ausschnitt aus der Einleitung zu dem Band Erzählungen Zwischen Picknick–Service und Showbusiness, 2001, Athena–Verlag Oberhausen mit der gleichnamigen mallorquinischen Novelle). Weiter erschienen im gleichen Verlag 2003 die Novelle Aus Sternenstaub mit Motiven aus Teneriffa. 2004 erschien bei Athena die Erzählung Was nun, Prometheus? mit Motiven aus Kreta. 2005 entstand die Novelle Vom doppelten Wert aller Dinge mit Motiven aus dem 20. Jahrhundert und einem Ausblick auf das Entstehen der Europäischen Union; Hier in Europa ist auf den Einbruch der neuen Welten niemand vorbereitet. Jedermann ist mit seinem eigenen ICH beschäftigt Man sieht nur die Sache, das Geschäft, Gewinn und Verlust. Man redet nicht miteinander, sondern man löst dauernd den einen oder anderen Konflikt. Man schaut noch immer auf die Uhr, denn Zeit ist Geld, Geld ist Macht, Macht ist Besitz, Besitz ist Glück. Schon in der dreigliedrigen Frage Kants über die Philosophie zeigt sich das Ich: 1. Was kann ich wissen? 2. Was muss ich tun? 3. Was darf ich hoffen? Ich    ich    ich    ich    ich. Ist dieses Ich vielleicht des Menschen Wesen, oder muss das Ich erst einmal lernen, Mensch zu sein? Die zweite Überlegung scheint mir richtiger. Dazu braucht es Lebenserfahrungen. Diese wiederum sind derart merkwürdig geworden, dass sie als solche nur noch schwer zu erkennen sind. Wer spricht heute von LIEBE? Das ist doch ganz einfach Sex geworden. Ist das nicht dasselbe? Ist alles so primitiv geworden? Du nennst das primitiv? Und so könnte sich ein Dialog darüber weiter entwickeln. Vielleicht hat Jean Gebser wieder einmal recht, wenn er sagt: "Imer noch ist der Mensch eine getrübte Erscheinungsform dessen, was mehr ist" (Gebser In der Bewährung, S. 24). Isoliert in sich selber wird der Mensch dieses sein Mehr nie erkennen, weil ihm nach Martin Buber die Fülle der Beziehungskraft fehlt, die "wirkliche Gegenseitigkeit, das Aufgenommen–werden, das Verbundsein mit mit einem Du“, wie er es in seinem wichtigen Werk Das dialogische Prinzip (Heidelberg 1992, 1994) beschreibt. Demnach ist gerade das Nicht–Finden des Zwischenmenschlichen einer der Hauptgründe fuer die "fehlende Friedensfähigkeit und Friedfertigkeit des Menschen und der Völker" (siehe auch: Karl Brose Friedensphilosophie und Friedenserziehung. Von Kant bis Adorno. Essen 1996). (Aus der Apologie zu Friedfische, Münster 1996)

Thomas B. Schumann

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAThomas B. Schumann, geboren am 6. Februar 1950 in Köln-Lindenthal. Abitur 1968. Buchhandelstätigkeit. Studium der Literaturwissenschaft und Geschichte in Köln, Bonn, München und Wuppertal. Seit 1970 vielfältige Pressearbeit bei verschiedenen Zeitschriften und Zeitungen (Die Zeit, FAZ, NZZ, Die Weltwoche, Publik, Allgemeinejüdische Wochenzeitung, Aufbau u. a.). Vorträge und Lesungen in Kulturinstitutionen. Ausrichtung literarischer Ausstellungen aus seiner umfangreichen Sammlung zur Exilliteratur und zur Gruppe 47 im Rathaus der Stadt Köln, Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf u. a. 1991 Initiator der gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung vergessener und exilierter Literatur e. V., seitdem deren Vorsitzender. 1994 Gründung des Verlages EditionMemoria für Exilliteratur, in dem zahlreiche Werke verfemter, verfolgter oder vergessener Autoren veröffentlicht worden sind. 1981 Kulturförderpreis der Stadt Hürth. Publikationen: Hans Bütow, Bio-Bibliographie, Hamburg: Christians, 1974. Plädoyers gegen das Vergessen. Hinweise zu einer alternativen Literaturgeschichte. Portraits und Aufsätze über vergessene oder unbekannte Autoren und Bücher des 20. Jahrhunderts, Berlin: Verlag europäische Ideen, 1979. (Hrsg.) Die Straßen komme ich entlang geweht. Sämtliche Gedichte von Ernst Blass, 1980. Asphaltliteratur. 45 Aufsätze und Hinweise zu im Dritten Reich verfemten und verfolgten Autoren, Berlin: Guhl, 1983. (Bibliothek Anpassung und Widerstand 9). Entdeckungen. Ausgewählte Nachworte, Aufsätze und Rezensionen zur Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, Duisburg: Gilles und Francke, 1984. (Hrsg.) Die Treue, Erzählung von Ludwig Tügel, Hamburg: Christians 1986. (Hrsg.) Georg Kreisler: Wenn ihr lachen wollt … Ein Lesebuch, Hürth bei Köln, Wien: Edition Memoria, 2001. (Literatur der deutschen Sprache 93). Zahlreiche Beiträge in Anthologien, Sammelbänden und Lexika.

Boris Schumatsky

schumatskyBoris Schumatsky wurde 1965 in Moskau geboren und zog Anfang der Neunziger Jahre in die Bundesrepublik. In seinem Buch »Silvester bei Stalin« erzählte er die Geschichte seiner Familie in der Zeit der russischen Revolution, des Stalinterrors und des Zweiten Weltkriegs. Boris Schumatsky engagierte sich für humanitäre und politische Projekte im Osten Europas. Er schreibt auch Essays für das deutschsprachige Feuilleton und Hörfunkfeatures.   Langvita

Serdar Somuncu

somuncuSerdar Somuncu wurde am 3. Juni 1968 in Istanbul geboren. Seine Eltern zogen nach Deutschland um, als er etwa ein Jahr alt war. Somuncu, der sich bereits früh für Musik und Schauspiel interessierte, studierte Schauspiel, Musik und Regie in Maastricht und Wuppertal, inszenierte eine Vielzahl von Theaterstücken, unter anderem Kafka, Bernhard, Vilar und Woody Allen, und hatte eine Reihe von Engagements als Schauspieler und Regisseur, unter anderem in Frankfurt am Main, Berlin, Mailand und Dresden. Daneben wirkte Somuncu in mehreren Film-, Funk- und Fernseh-Produktionen mit. Seit 1987 leitet er das Kammerensemble in Neuss. Von 1996 bis 2003 befand er sich acht Jahre lang kontinuierlich mit dramatischen Lesungen von Hitler- und Goebbelstexten auf Tournee. 2002 erschienen die Publikationen Nachlass eines Massenmörders – Auf Lesereise mit "Mein Kampf" und Serdar Somuncu liest aus dem Tagebuch eines Massenmörders – "Mein Kampf". Von 2004 bis 2007 veröffentlichte Somuncu neben seinem Programm Hitler Kebab mehrere Bücher und Hörspiele und moderierte eine eigene Bühnentalkshow mit dem Titel Schöner Reden. In seinem letzten Bühnenprogramm Der Hassprediger liest Bild rezitierte und kommentierte Somuncu jeweils die aktuelle Ausgabe der Bild-Zeitung. Der österreichische Ableger dieses Programms hieß Kronenzeitung lesen. Parallel dazu präsentierte Serdar Somuncu eine Internet-Show auf youtube.com mit dem Titel Hatenight, in der aktuelle Themen aufgegriffen wurden. Im Juni 2009 sperrte youtube Somuncus Kanal und löschte sämtliche Videos ohne vorherige Ankündigung, vorgeblich aus inhaltlichen Gründen. Die Show wurde anschließend auf sevenload.com weitergeführt, sollte aber im März 2010 aus rechtlichen Gründen eingestellt werden, was aber letztlich verhindert werden konnte. Ende Januar 2009 begann Somuncus aktuelle Tour Der Hassprediger – Ein demagogischer Blindtest. Im Oktober 2010 veröffentlicht er sein neues Buch Karneval in Mio. Veröffentlichungen Bücher Nachlass eines Massenmörders. Lübbe Belletristik, 2002 Getrennte Rechnungen. Lübbe Belletristik, 2004 Die Türkei und das deutsche Verständnis. Aufbau Verlag, 2005 Kernspaltung. Knaur Belletristik, 2005 Der Antitürke. Rowohlt Sachbuch, 2009 Auf Lesereise mit Adolf. edel, 2009 Hörbücher Serdar Somuncu liest aus dem Tagebuch eines Massenmörders „Mein Kampf“. 2000 Diese Stunde der Idiotie, Serdar Somuncu liest Joseph Goebbels. 2004 Serdar Somuncu liest E. A. Poe: Das verräterische Herz, Grube und Pendel. 2003 Musik und Livemitschnitte von Auftritten Wollt ihr den totalen Beat. Sony BMG, 2005. Hitler Kebab. Sony BMG, 2006 (Hörbuch). Diary Of A Massmurderer, Serdar Somuncu reads „Mein Kampf“. Sony BMG, 2007 (Hörbuch engl.). Der Hassprediger liest BILD. WortartBMG, 2009 (DVD). Auszeichnungen 1990    1. Deutscher Literatur-Theater-Preis für Franz Kafkas Bericht für eine Akademie 1993    Europäischer Nachwuchsförderpreis für Bukowski-Blues 2004    Prix Pantheon für Sportpalastrede und Mein Kampf 2007    Kulturnews-Award für bestes Entertainment

Guy Stern

stern_2Guy Stern, geboren 1922 in Hildesheim als Günther Stern. Emigrierte 1937 mit Hilfe eines Onkels aus St. Louis und des amerikanischen Konsuls in Hamburg als einziges Mitglied seiner fünfköpfigen Familie in die USA. Alle Bemühungen, seine Familie in die USA nachzuholen, scheiterten. Sterns Eltern und Geschwister wurden deportiert und starben im Warschauer Getto. Ab 1940 studierte Stern zunächst Romanistik, später Germanistik. 1942 meldete er sich freiwillig zum Kriegsdienst, wurde aber erst später eingezogen. 1944 landete er drei Tage nach Invasionsbeginn mit den sogenannten Ritchie Boys, einer überwiegend aus Emigranten gebildeten Spezialeinheit des Militärnachrichtendienstes, in der Normandie und verhörte bis Kriegsende deutsche Kriegsgefangene und Überläufer. Er erhielt dafür den Bronze Star. Nach dem Krieg nahm er sein Studium wieder auf, machte 1948 seinen B. A. in Romanistik, 1950 den M. A. in Germanistik, 1953 folgte die Promotion. Nach Lehrtätigkeiten an der Columbia University New York City wurde er 1963 Professor und Abteilungschef für deutsche Sprache und Literatur an der University of Cincinnati, danach University Dean, ab 1975 an der University of Maryland. 1978 folgte die Berufung an die Wayne State University in Detroit, wo er ab 1981 Distinguished Professor für Deutsche Literatur- und Kulturgeschichte war. Gastprofessuren führten ihn an die Universitäten Freiburg im Breisgau, Frankfurt am Main (1993), Leipzig (1997), Potsdam (1998) und München. Er ist der Direktor eines Instituts des Holocaust-Museums in Detroit sowie einer der Mitbegründer der Lessing Society, deren Präsident er von 1975 bis 1977 war. Als Autor und Herausgeber veröffentlichte er zahlreiche Bücher und Sammelwerke zur deutschen Literaturgeschichte, insbesondere zur Emigranten- und Immigrantenliteratur. 1988, bei der Enthüllung des Erinnerungsdenkmals am ehemaligen Standort der zerstörten Hildesheimer Synagoge am Lappenberg, trug er eine Ansprache bei. 1998 hielt er zum sechzigsten Jahrestag der Reichspogromnacht im Bonner Bundestag einen Vortrag. Stern erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland (1987) und die Goethe-Medaille (1989). Werke (Auswahl) "War, Weimar and literature. The story of the Neue Merkur", 1914-1925. University Park: Pennsylvania State University Press 1971. "Literatur im Exil. Gesammelte Aufsätze 1959 – 1989." Ismaning 1989. "Literarische Kultur im Exil. Gesammelte Beiträge zur Exilforschung" (1989 - 1997). Dresden u.a. 1998. "Fielding, Wieland, Goethe and the rise of the novel." Frankfurt am Main u.a. 2003.

Gertje Suhr

potash_suhrGertje Suhr ist in Norddeutschland aufgewachsen. Studium der Germanistik, Romanistik, Geschichte und Psychologie in Tübingen, Freiburg und Lausanne (Schweiz). Abschluss mit einer Licence des Lettres, Université de Lausanne. Fortsetzung des Germanistik–Studiums an der Universität of Illinois, Chicago und Urbana–Champaign. Abschluß mit einer Dissertation über die Lyrik Heinrich Heines. Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller. Zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften sowie Sendungen bei Rundfunkanstalten. Veröffentlichung des Gedichtbandes GESANG IM FLUGZEUG im Verlag Klaus Guhl, Berlin, 1990, des Erzählbandes VERSUCH SICH IN IHN HINEINZUDENKEN im Verlag Klaus Guhl, Berlin, 1994, und des Gedichtbandes STANDBILD GROSSE LIEBE im Grupello–Verlag, Düsseldorf, 1996. 1998 erschien ihr Buch über die Frauengestalten in der Lyrik Heinrich Heines VENUS UND LORELEY im Grupello–Verlag, Düsseldorf, und 2000 ihr Roman MEPHISTO IST NICHT TOT im selben Verlag. Außerdem ist 2003 im Grupello–Verlag, Düsseldorf, ihr Band mit Kurzgeschichten erschienen: KINDKATER (Erzählungen von Katzen, Männern und besten Freundinnen), und im Jahre 2006 ihr Band mit Lyrik: DIE FALSCHEN ROSEN. Arbeitet zur Zeit an einem Roman. Sie lebt in Chicago und gibt häufig Vorträge und Lesungen in den USA, in Frankreich und Deutschland.

Axel Thormählen

ThormaelenAxel Thormählen, geboren am 11.12.1945 in Nordenham, aufgewachsen in Brake/Unterweser, zog nach Hamburg, wechselte 1969 nach Schweden, wohnt seitdem in Hamburg und Südschweden. Auslandssprecher im VS (Verband deutscher Schriftsteller). Viermal Jahresstipendien (1983, 1988, 1993, 1998 ) des schwedischen Schriftsteller–Fonds. Veröffentlichungen: HANKY, Roman, 1978, Merlin Verlag, Vastorf HANNA, Roman, 1983, Merlin Verlag, Vastorf "DE NÄRVARANDE" (Die Anwesenden), Erzählungen in schwedischer Übersetzung, 1987, Ellerströms, Lund. "WILHELM", Roman in schwedischer Übersetzung, 1993, Ellerströms, Lund. "VERKSAMHETSBERÄTTELSER" (Rechenschaftsberichte), Erzählungen in schwedischer Übersetzung), 1996, Ellerströms, Lund. ”SOWEIT VORHANDEN” (Erzählungen), E–book, Internet–Edition, 2001 ”WENN WÖRTER TÖTEN KÖNNTEN” (Literaturthriller), Revonnah Verlag, Hannover, 2003, Neuauflage 2004 Erzählungen und Gedichte in verschiedenen Zeitschriften: u.a. in NURT (Polen), Transit (Schweden), die horen, Scandica, Forum (Deutschland), The New Welsh Review (Wales) und Tempus (Schweden). Erzählungen in Anthologien: "Ich bin Frau Kanthak" (1984), "Frontbericht vom Finkenkrug" (1988), "Besuchszeit" (1993), "Der Bauarbeiter" (Übersetzt) in "Världen i Sverige" (Intern.Anthologie, 1995), "Patrizier" (1996), "Der Ablauf der Dinge" (horen 161, BrÜckenschlag 11/95) Die längere Erzählung "Rechenschaftsbericht" erschien 1992 (übersetzt) in der schwedischen Anthologie "Södra Magasinet" (Viken förlag). Veröffentlicht in "die horen" Nr. 183, Sept.96. ”23. Dezember” Ort der Augen 1998 ”Sein Kampf”, Ort der Augen 1999. ”Der Kirchgänger” Ort der Augen 2001, ”An den Wurten 1”, Ort der Augen 2002 Übersetzung ins Deutsche: Thomas Millroth, Helmtrud Nyström, Grafik, (Kaleidoskop förlag, 1991) SachbuchbeitrÄge: "Richtig Reisen Schweden" (Dumont, Köln, 1989, 4.Aufl.93) Letzte Veröffentlichungen in Deutschland: 1988 Frontbericht im Finkenkrug (Erzählung), Anthologie "Das verfolgte Wort", Davids Drucke, S.147 – 150 1991 Der Ablauf der Dinge (Erzählung), die horen Nr.161, S. 95 – 98 1993 Besuchszeit (Erzählung), Anthologie "Stimmen in der Stille", Psychatrie Verlag, S. 25 – 29 1993 Einweihung (Erzählung), FORUM (IG Medien), 2 Seiten 1993 Drei Beiträge in "Richtig Reisen Schweden" 4.Aufl.1993, Du Mont, Köln, insges. 9 Seiten 1995 Der Ablauf der Dinge, Brückenschlag, Band 11 1996 Ich bin ein Patrizier, Anthologie "C:\ literatur", BVJ 1996 Rechenschaftsbericht (Erzählung), die horen Nr.183 1998 23. Dezember (Erzählung), Ort der Augen 4/98 1998 Laila, Anthologie ”Grenzenlos”, Avlos verlag 2000 Sein Kampf (Erzählung), Ort der Augen 4/99 2001 Der Kirchgänger (Erzählung), Ort der Augen 1/01 2001 ”SOWEIT VORHANDEN” (Erzählungen), internet–edition.com 2002 An den Wurten 1 (Erzählung), Ort der Augen 3/02 2003 ”Wenn Wörter töten Könnten” (Literaturthriller/Roman), Revonnah Verlag, Hannover

Paul Tischler

TischlerPaul Tischler, geboren am 21. März 1946 in Metzenseifen, Zips (heutige Slowakei), lebt seit dreißig Jahren in München. Er stammt aus einer Gegend unter der Hohen Tatra, der östlichen Slowakei, die zahlreiche literarisch und politische bedeutende Persönlichkeiten deutscher Sprache hervorgebracht hat, darunter der Verleger Samuel Fischer, die Schriftsteller Sándor Márai (eigentlich Sándor Károly Henrik Grosschmid de Mára, Pseudonym: Alexander Marai), Andreas Okopenko und Ilma Rakusa sowie der frühere Staatspräsident der Slowakei, Rudolf Schuster. Als freischaffender Schriftsteller, Journalist und Literaturhistoriker widmet sich Tischler insbesondere dieser literarischen Landschaft, aber auch der deutschsprachigen Literatur im Auslands überhaupt, etwa in Israel. Zahlreiche Beiträge in Zeitungen, Zeitschriften, Jahrbüchern und Lexika. Werdegang: 1952-60 Gesamtschule Metzenseifen, 1960-63 Gymnasium Moldau, 1963-68 Studium der Germanistik und Nordistik an den Universitäten Pressburg und Greifswald, 1968-69 Gymnasiallehrer, 1969-70 Militärdienst, 1971 Verlagslektor in Pressburg, 1971-72 Ober-Assistent an der Universität Kaschau-Eperies (Philosophische Fakultät, Institut für Germanistik), 1972-73 freischaffender Übersetzer und Journalist, 1973-77 Verlagslektor in Pressburg, 1977-79 Zeitschriftenredakteur und Journalist, Pressburg, 4. August 1979 Ausreise in die Bundesrepublik:, 1979-80 Aufenthalt im Übergangsheim, 1980-82 Studium der Journalistik an der LMU München, 1980-95 Verlag für auslandsdeutsche Literatur, München, 1981-85 Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Verein für das Deutschtum im Ausland München, 1986-2001 Korrektor und Redakteur bei diversen Münchener Verlagen, seit 2002 Leiter der Forschungsstelle Karpatendeutsche Literatur München. Publikationen: Deutsche Demokratische Republik [slow. Nemecká demokratická republika]. Mit einem Vorwort und über 100 Fotos des Autors. Bratislava: Obzor, 1978. Leitfaden der deutschsprachigen Presse im Ausland. Berlin, Bonn: Westkreuz-Verlag, 1984.Johann Genersich. Pionier der Zipser Romandichtung. Eine Studie. Berlin; Frieling Verlag, 2000. Grasgott. Die Geschichte einer Liebenden aus der Slowakei. Novelle. Oldenburg: Igel Verlag Literatur, 2000. In Tischlers Verlag für auslandsdeutsche Literatur erschienen Titel wie Zipser Kunst. Deutsche Künstler aus der Zips in aller Welt (1987), 300 Jahre Deutsche in Amerika 1683-1984 (1983), 160 Jahre Deutsche in Brasilien 1824-1984 (1984), Karmel. 40 Jahre Israel. Die deutsche Sprache, deutschsprachige Literatur und Presse in Israel (1988), Robert R. Skawran: Strange Birds. Gedichte und Zeichnungen (1990).

Stephen Tree

treeStephen Tree wurde 1949 in Zürich geboren – daher der Akzent; sein Vater kam aus London – daher der Name. Er machte in der Schweiz Abitur und besuchte die Regieklasse der Schweizerischen Schauspielakademie Zürich. Danach kam er nach Deutschland, zuerst nach Bielefeld, dann an die Schaubühne Berlin, wo er mit Robert Wilson und Peter Stein zusammenarbeitete, u. a. bei der Komödie Der Streit von Pierre Carlet de Chamblain de Marivaux (dt. von Stephen Tree, 1982). Seit zwanzig Jahren freier Regisseur, Dramaturg, Übersetzer und Autor. Zahlreiche Features über literarische, musikalische, politische und sehr viele jüdische Themen.   Publikationen (u. a).: Ward, Peter: Kitsch as kitsch can. Ein Konsumführer für den schlechten Geschmack, übersetzt von Stephen Tree, Berlin: Elefanten-Press, 1992. Schwarzkopf, H. Norman (in Zusammenarbeit mit Peter Petke): Man muß kein Held sein. Die Autobiographie, aus dem Amerikanischen von Hans-Jürgen Baron von Koskull und Stephen Tree, München: C. Bertelsmann, 1992. Berger, John: Das Leben der Bilder oder die Kunst des Sehens, aus dem Englischen von Stephen Tree, Berlin: Wagenbach, 1993, 92003. Sked, Alan: Der Fall des Hauses Habsburg. Der unzeitige Tod eines Kaiserreichs, aus dem Englischen von Stephen Tree, Berlin: Siedler, 1993. Ellroy, James: Ein amerikanischer Thriller. Roman, aus dem Amerikanischen von Stephen Tree, Hamburg: Hoffmann und Campe, 1996. Ellroy, James: Crime Wave. Auf der Nachtseite von L.A., ins Deutsche übertragen von Stephen Tree, Berlin: Ullstein, 1999. Master, Roger D., Fortuna ist ein reißender Fluß. Wie Leonardo da Vinci und Niccolò Machiavelli die Geschichte verä;ndern wollten, aus dem Amerikanischen von Stephen Tree, München: List, 1999. Armstrong, Karen: Kleine Geschichte des Islam, aus dem Englischen von Stephen Tree, Berlin: btv, 2001. Ellroy, James: Ein amerikanischer Albtraum. Roman, aus dem Amerikanischen von Stephen Tree, Berlin: Ullstein, 2001. Palast, Greg: Shame on You! Die Wahrheit über Macht und Korruption in westlichen Demokratien, aus dem Amerikanischen von Michaela Grabinger, Norbert Juraschitz und Stephen Tree, München: DVA, 2003. Isaac Bashevis Singer, München: dtv, 2004. Ellroy, James: Endstation Leichenschauhaus. Roman, aus dem Amerikanischen von Stephen Tree, Berlin: Ullstein, 2005.

Moses Mendelssohn, Monographie (Rowohlt Monographien, 2007)
James Ellroy, Blut will fließen (Ullstein, 2010)
James Ellroy, Der Hilliker-Fluch: Meine Suche nach der Frau (Ullstein, 2012)

Georg Stefan Troller

trollerGeorg Stefan Troller,  geboren in Wien, Dezember 1921, als Sohn eines jüdischen Kaufmanns. 1938 ausgewandert über Prag, Marseille und Casablanca in die USA. 1943 – 1946 amerikanischer Soldat, zuletzt Besatzer in Deutschland. 1946 – 1949 literarisches Studium an der Universität von Kalifornien und der Columbia in New York. Danach zurück nach Europa. Lebt seit 1949 in Paris. Rundfunkreporter für alle deutschen Sender. Seit 1957 auch Fernsehen. 1962 – 1971 fünfzig Sendungen Pariser Journal für den WDR. Danach 70 Sendungen Personenbeschreibung – zumeist halbstündige Fernsehportraits – für das ZDF. Seit 1996 Dokumentarfilme für die Kickfilm–Produktion München, darunter Mord aus Liebe, 1996; Selbstbeschreibung, 2001; Tage und Nächte in Paris, 2004. (Bild aus Wikipedia) Veröffentlichte ein Dutzend Bücher. Darunter: Pariser Journal, Hamburg 1965 Selbstbeschreibung, Hamburg 1988 Dichter und Bohemiens. Literarische Streifzüge durch Paris, Düsseldorf, Artemis & Winkler, 2003 Das fidele Grab an der Donau. Mein Wien, 1918 bis 1938, Düsseldorf, Artemis & Winkler, 2004 Ihr Unvergeßlichen. 22 starke Begegnungen., Düsseldorf, Artemis & Winkler, 2004 Drehbücher: Ein Junger Mann aus dem Innviertel. TV, Regie: Axel Corti, 1973 Der junge Freud. TV, Regie: Axel Corti, 1976 Ferry oder Wie es war. TV, Regie: Axel Corti, 1981 Wohin und zurück – An uns glaubt Gott nicht mehr. TV, Regie: Axel Corti, Drehbuch zusammen mit Axel Corti, 1981 Wohin und zurück – Santa Fe. TV, Regie: Axel Corti, Drehbuch zusammen mit Axel Corti, 1986 Wohin und zurück – Welcome in Vienna. TV, Regie: Axel Corti, Drehbuch zusammen mit Axel Corti, 1986 Auszeichnungen: Theodor Kramer Preis, 2005, Bayerischer Dokumentarfimpreis 2001, Telestar 1994, Goldene Nymphe von Monte Carlo 1987, Eduard–Rhein–Preis 1986, Goldene Kamera 1965, sowie sechs Adolf–Grimme–Preise. Honorarprofessor, Mitglied der Berliner Akademie der Künste. Verheiratet mit Kirsten, geb. Lerche. Zwei Töchter, Fenn und Linda.

Tomi Ungerer

UngererTomi Ungerer (eigentlich Jean-Thomas Ungerer), geb. am 28. November 1931 in Straßburg als vierter und jüngster Sohn des Uhrmachers Théodore Ungerer und der oberrheinischen Industriellentochter Alice, geb. Essler, ist als Grafiker und als Autor und Illustrator von Bilderbüchern für Kinder und Erwachsene bekannt. Sein Vater, der sich auch als Künstler und Historiker betätigte, starb an den Folgen einer Blutvergiftung, als Tomi vier Jahre alt war. Später sollte Ungerer einige Bilderbücher ausdrücklich vierjährigen Kindern widmen. Nach dem Tod des Vaters zog die Mutter mit Tomi und seinen drei Geschwistern zurück zu ihrem Elternhaus nach Logelbach bei Colmar. Dort wuchs er in einer behüteten und warmherzigen Atmosphäre auf. Seine Schuljahre dagegen waren von Krieg und Besatzung geprägt. Für weitere Drangsal und Konfusion sorgt ein zweimaliger Wechsel der Unterrichtssprache: von Französisch in die deutsche Sprache durch autoritäre, nationalsozialistische Lehrer und wieder zurück. Das führt unvermeidlich zu Schwierigkeiten mit dem Französischen, so daß er das Baccalauréat knapp verfehlte. Nach dem frühen Verlust seines Vaters verlor er auch noch eine sichere Lebensperspektive. Dennoch konnte er unter den Deutschen so gut Englisch lernen, daß er nach dem Krieg als Dolmetscher für französische Offiziere arbeiten konnte. Ruhelose Lehr- und Wanderjahre führten quer durch Europa, aber auch zu einer Stippvisite bei einem Kamelkorps der französischen Armee in Algerien. Ungerer probiert viel aus und bricht es schnell auch wieder ab. Er scheint nicht viel Glück im Leben zu haben, und so hätte es wohl ziellos weitergehen können. Kaum etwas deutet auf seine spätere Meisterschaft in der Zeichenkunst hin. Doch da ist zum einen der Respekt vor dem Bildungsgut des Bildungsbürgertums, die Liebe zu den Büchern und besonders zur Malerei. Vor allem zeigt er starke Energie und Willenskraft, sich ständig mit Neuem auseinanderzusetzen und Grenzen zu überwinden. So kommt es zur intensiven Auseinandersetzung mit der amerikanischen Kultur in Straßburg. Im amerikanischen Kulturzentrum entdeckt er die Werke des Cartoonisten Saul Steinberg und des Zeichners James Thurber. Bald steht sein Entschluß fest: Auch er will sein Glück in der Neuen Welt versuchen. 1956 wandert Ungerer mit sechzig Dollar und einigen Zeichnungen in der Tasche nach Amerika aus, wo er in New York als Zeichner, Maler, Illustrator, Kinderbuchautor und Werbegrafiker arbeitet. Bereits 1957 gewinnt er seinen ersten Preis für ein illustriertes Kinderbuch, The Mellops Go Flying, einer Geschichte mit kleinen Schweinchen. Programmatisch für sein Lebenswerk vereinen sich in den Figuren der kleinen Schweinchen kindliche Unschuld und in rein symbolischer Hinsicht das Laster. Zugleich gelingt ihm ein Bestseller. Im selben Jahr kann er Kontakt mit seinem späteren Hausverlag, dem Zürcher Diogenes Verlag, knüpfen. Mitte der 1960er Jahre schockiert Ungerer mit den Cartoonbänden Geheimes Skizzenbuch und The Party, in denen er auf drastisch-satirische Weise die New Yorker Schickeria aufs Korn nimmt. Ungerers Kreativität kennt nun auch keine Genre-Grenzen mehr, und er wendet alle Zeichentechniken an. 1969 erscheint Fornicon, das später in England verboten wird. Doch die Karikaturen stellen nicht Ungerer, sondern stets nur Potenzwahn, Sexismus und Gier bloß. Drastik und Radikalität bleiben immer Mittel eines Moralisten. Die Ironie seiner visualisierten sexuellen Praktiken basiert auf dem Prinzip der Übertreibung einer noch nie gesehenen Technisierung und Mechanisierung sexueller Wünsche. Daneben verfertigt er Film-Plakate u. a. für die Star-Regisseure Stanley Kubrick und Otto Preminger. In seiner New Yorker Zeit teilt er sich mit dem Schriftsteller Philip Roth ein Ferienhaus auf Long Island. Zu seinen weiteren literarischen Freunden zählen Saul Bellow und Tom Wolfe. Später wird er rückblickend resümieren, zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein. Wegen der Hysterie in der McCarthy-Ära suchen viele kritische Kreative Zuflucht im damals noch weltoffenen New York. Dieses Klima einer radikalen künstlerischen Freiheit nimmt gegen Ende der 1960er Jahre mit dem Aufkommen harter Drogen ein allmähliches Ende. Trotz einer liberalen Aufbruchsstimmung in den USA stoßen seine satirischen und erotomanischen Zeichnungen dort auf immer mehr Kritik. Ungerer wird von der FBI beobachtet, und auch seine Kinderbücher werden verboten. 1971 verläßt er New York nach vierzehn Jahren intensiver Arbeit und sucht nun ländliche Ruhe und Inspiration auf einer Farm im kanadischen Neuschottland. Nach jahrelanger Arbeit am Großen Liederbuch (1975) treibt ihn das Heimweh wieder zurück nach Europa. Seit 1976 lebt er mit der Familie – seiner zweiten Frau, der US-Amerikanerin Yvonne Wright, und den Kindern Aria, Lukas und Pascal – abwechselnd auf einer 160 ha großen Farm nahe der Stadt Cork im Südwesten Irlands und in Straßburg. Ungerer selbst sieht sich als Elsässer, nicht als Franzose oder Deutscher, er ist überzeugter Europäer. In den letzten vierzig Jahren hat Ungerer rund 40.000 Zeichnungen zu Papier gebracht und über 140 Bücher veröffentlicht. Ab 1979 waren seine Werke in etwa hundert Ausstellungen zu sehen. 1990 gründete Ungerer in Straßburg die “Vereinigung Kulturbank”, ab 1987 arbeitete in der “Commission Interministérielle Franco-allemande”, und seit 2000 betätigt er sich als “Botschafter für Kindheit und Erziehung” des Europarats. Im Herbst 2007 wird in Straßburg das Centre Tomi Ungerer eröffnet. Die Museumssammlung gründet auf einer Schenkung des Künstlers mit einem Teil seines grafischen Lebenswerks (7.000 Zeichnungen, 2.000 Plakate und Grafiken usw.) sowie einer umfassenden Spielzeugsammlung, dem Familienarchiv, Presseartikeln und Fotografien. (Text: Wikipedia) Auszeichnungen: 1983 Jacob-Burckhardt-Preis der Johann-Wolfgang-Goethe-Stiftung in Basel 1993 Bundesverdienstkreuz 1995 Großer Nationalpreis für Grafik 1998 Hans-Christian-Andersen-Preis 2001 Ernennung zum Offizier der französischen Ehrenlegion 2003 Erich Kästner Preis für Literatur 2004 Ehrendoktorwürde der Universität Karlsruhe

Fred Viebahn

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA Fred Viebahn, 1947 in Gummersbach geboren und in Köln aufgewachsen, hat seit 1981 seinen ständigen Wohnsitz in den USA. 1969 wurde sein erster Roman, Die schwarzen Tauben, zum "Buch des Monats" gewählt. Neben mehreren anderen Auszeichnungen erhielt er 1973 den Förderpreis der Stadt Köln, 1976 ein Villa–Massimo–Stipendium, ebenfalls 1976 ein Fulbright–Stipendium als Gastautor an der University of Iowa, wo er seine zukünftige Frau Rita Dove kennenlernte, und 1979 eine Mishkenot Sha'ananim–Residenz der Jerusalem Foundation. Von 1974 bis 1976 gehörte er dem Bundesvorstand des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS) an. The Stain, die revidierte amerikanische Fassung seines in Deutschland 1979 veröffentlichten Romans Die Fesseln der Freiheit, erschien 1988. Seit 1989 lebt Fred Viebahn in Charlottesville, Virginia. Ausführlichere Daten gibt es auf seiner Homepage.

Deborah Vietor-Engländer

vietorDeborah Vietor-Engländer, geboren und aufgewachsen in London. Studium an der Universität London, B.A. Tätigkeit beim BBC German Service und an der Polytechnic of Central London. Forschungsarbeit an der Fontane–Briefausgabe. Promotion in Tübingen. Bis 1992 an der Universität des Saarlandes, seitdem an der Technischen Universität Darmstadt. Initiatorin der Reihe "Theater in Deutschland". Veröffentlichungen zum 18. Jahrhundert, Yiddisch in English, zur Übersetzungsproblematik von Exilromanen, zu Kinder– und Jugendliteratur, Exilthematik, insbesondere zu den Autoren Alfred Kerr, Lion Feuchtwanger und Arnold Zweig, zur Vermittlung der Shoah–Thematik in Film und Theater und zur Schriftstellerin Elsa Bernstein. Herausgeberin der Reihen "Jüdische Bibliothek" und "Exil–Dokumente". Vorsitzende der internationalen Arnold–Zweig Gesellschaft e.V. bis 2002. Publikationen:

  • Faust in der DDR. 1987.
  • (Mithrsg.) Arnold Zweig: Berlin – Haifa – Berlin. Perspektiven des Gesamtwerks. 1995.
  • (Hrsg.) The Legacy of Exile. 1998.
  • (Mithrsg.) Hermynia Zur Mühlen: Vierzehn Nothelfer und andere Romane aus dem Exil. 2002.
  • (Mithrsg.) Hermynia Zur Mühlen: Nebenglück. Ausgewählte Erzählungen und Feuilletons aus dem Exil. 2002.
  • (Hrsg.) Ruth Rewald, Janko. Der Junge aus Mexiko / Tsao und Jing–Ling. Kinderleben in China. 2002.
  • (Hrsg.) Alfred Kerr, Sucher und Selige, Moralisten und Büßer, Literarische Ermittlungen, Band IV., 519 Seiten, Frankfurt : S. Fischer Verlag 2009.
  • (Hrsg.) Alfred Kerr, Das war meine Zeit: Erstrittenes und Durchlebtes, Literarische Ermittlungen, Band V/VI., 797 Seiten, Frankfurt : S. Fischer Verlag, 2013.
  Eine ausführliche Publikationsliste findet sich auf www.vietor-englaender.co.uk.

Christina Viragh

viraghChristina Viragh, geboren am 23. Januar 1953 in Budapest, emigierte Christina Viragh 1960 in die Schweiz und besuchte das Gymnasium der Kantonsschule Luzern. Nach der Matura studierte sie 1973-74 Kunstgeschichte sowie französische und englische Literatur an der Universität Fribourg, ab 1974-80 Philosophie, französische und deutsche Literatur an der Universität Lausanne, wo sie mit Licence ès lettres (Lic.phil.I) abschloß.

Schon während des Studiums begann Christina Viragh mit ihrer Mitarbeit beim Feuilleton der Neuen Zürcher Zeitung, ab 1980-85 als freie Journalistin und Lehrerin für Französisch mit Wohnsitz in Zürich, Steckborn und Schaffhausen.1982 Beginn der Übersetzertätigkeit. Reisen in Asien und den USA. 1985-87 Teaching Assistant für Französisch an der University of Manitoba, Winnipeg, Kanada, Beginn der schriftstellerischen Arbeit. 1987-90 Redaktorin von Swissair Gazette in Zürich. 1990-94 Wohnsitz in Luzern, Schriftstellerin und Übersetzerin aus dem Ungarischen und Französischen, weiterhin Mitarbeit bei der NZZ; Teilzeitarbeit im Caritas Flüchtlingszentrum in Schwyz. 1994 Stipendiatin am Schweizer Institut in Rom. Lebt seither in Rom als Schriftstellerin und Übersetzerin. Seit 1999 Korrespondierendes Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Publikationen Artikel und literarische Texte im Feuilleton der Neuen Zürcher Zeitung sowie in verschiedenen Literaturzeitschriften, u.a. “Entwürfe”, “Drehpunkt”, “Lettre internationale”.Kolumnen u.a. in der Luzerner Zeitung, Werk, Bauen+Wohnen. Unstete Leute. Roman. Klett-Cotta, Stuttgart 1992. 158 Seiten Damals draussen. Theaterstück/Hörspiel. Hunzinger Bühnenverlag, Bad Homburg 1992. (Als Hörspiel gesendet vom SWF 1995). Rufe von jenseits des Hügels. Roman. Klett-Cotta, Stuttgart 1994. 169 Seiten Mutters Buch. Roman. Klett-Cotta, Stuttgart 1997. 233 Seiten Anya-Könyv (Mutters Buch). Jelenkor Kiadó, Pécs 2001. (Übers. aus dem Deutschen von Gabriella Hajós). Pilatus. Roman. Ammann Verlag, Zürich 2003. 236 Seiten Chaostheorie. Theaterstück, uraufgeführt am 1. September 2005 am Luzerner Theater. Im April. Roman. Ammann Verlag, Zürich 2006. 333 Seiten Nachworte zu: André Gide: Die enge Pforte. Manesse Verlag, Zürich 1995. Marcel Proust: Der gewendete Tag. dtv, München 1996. André Gide: Theseus. DVA, Stuttgart 1997. Marguerite Yourcenar: Ich zähmte die Wölfin. Manesse Verlag, Zürich 1999. Gyula Krúdy: Meinerzeit. dtv, München 1999. Sándor Márai: Die Glut. Piper Verlag, München 1999. Übersetzungen ins Deutsche Dorothée Letessier: Die Reise nach Paimpol (Le Voyage à Paimpol). Huber Verlag, Frauenfeld 1983. Jacques Gernet: Christus kam bis nach China (Chine et christianisme). Artemis Verlag, Zürich 1984. Paul Valéry: Cahiers/Hefte. S. Fischer Verlag, Frankfurt/M 1989. Übersetzung der Rubrik “Psychologie”. André Gide: Tagebuch 1903-1922 (Journal). DVA, Stuttgart 1990. Neubearbeitung. Mitarbeit an der Anthologie französischer Dichtung, Band II (Von Corneille bis Gérard de Nerval). Verlag C.H. Beck, München 1990. Julien Green: Tagebücher 1926-1942. Paul List Verlag, München 1991. Übersetzung des Tagebuchs 1940-1942: “Vor der dunklen Pforte”. Péter Nádas, Richard Swartz: Zwiesprache (Párbeszéd). Rowohlt Verlag, Hamburg 1992. Péter Nádas : Liebe (Szerelem). Rowohlt Berlin, 1996. Imre Kertész: Roman eines Schicksallosen (Sorstalanság). Rowohlt Berlin, 1996. Francesco Biamonti: Die Erwartung (Attesa sul mare). Klett-Cotta, Stuttgart 1996. Zusammen mit Brigitte Forster. Marcel Proust: Der gewendete Tag (Aus den Vorabdrucken der Recherche du Temps perdu). dtv, München 1996. Zusammen mit Hanno Helbling. Péter Nádas: Minotauros. Rowohlt Berlin, 1997. Übersetzung von: “Das Lamm”, “Frau Kláras Haus”, “Plötzlicher Spaziergang”. Alain-Fournier: Der grosse Meaulnes (Le Grand Meaulnes). Manesse Verlag, Zürich 1997. Mihály Kornis: Der Held unserer Geschichte (Napkönyv). Rowohlt Berlin, 1999. Peter Haber (Hg.) Jüdisches Städtebild Budapest. Übersetzung von sieben Texten. Jüdischer Verlag im Suhrkamp Verlag, Frankfurt/M 1999. Gyula Krúdy: Meinerzeit (Boldogult úrfikoromban). dtv, München 1999. Sándor Márai: Die Glut (A gyertyák csonkig égnek). Piper Verlag, München 1999. Sándor Márai: Das Vermächtnsi der Eszter (Eszter hagyatéka). Piper Verlag, München 2000. Sándor Márai: Wandlungen einer Ehe (Az igazi). Piper Verlag, München 2003. Antal Szerb: Reise im Mondlicht (Utas és holdvilág). dtv, München 2003. Deszö Kosztolányi: Ein Held seiner Zeit (Esti Kornél). Rowohlt Berlin 2004. László Krasznahorkai: Im Norden ein Berg, im Süden ein See, im Westen Wege, im Osten ein Fluß (északról hegy, Délröl tó, Nyugatról utak, Keletröl folyó). Ammann Verlag, Zürich 2005. Deszö Kosztolányi: Die Abenteuer des Kornél Esti (Esti Kornél kalandjai). Rowohlt Berlin, 2006. Dezsö Kosztolányi: Lerche (Pacsirta). Manesse Verlag, Zürich 2007. In Arbeit: Péter Nádas: Párhuzamos történetek (dt. Arbeitstitel: Parallelgeschichten). Erscheint 2011 beim Berlin Verlag. Preise und Stipendien Für die literarische Arbeit: Werkjahr des Kantons und der Stadt Luzern, 1992. Förderpreis der Dienemann-Stiftung, Luzern, 1992. Gastpreis des Kantons Bern, 1992. Förderpreis der Schweizerischen Schiller-Stiftung, Zürich, 1992. Herrmann-Ganz-Preis des Schweizerischen Schriftstellerverbands, 1993. Förderpreis der STEO-Stiftung, Zürich, 1994. Stipendium der Pro Helvetia zum Aufenthalt am Schweizer Institut in Rom, 1994. Anerkennungspreis der Stadt Luzern, 1998. Arbeitsstipendium des Ilse-Langner-Dramatikerinnenwettbewerbs, Darmstadt 1999. Werkpreis der Innerschweizer Literaturförderung, 1999. Werkbeitrag der Pro Helvetia, 2000. Werkbeitrag der Pro Helvetia 2003-04. Wahl des Romans Pilatus zum Buch des Monats März 2003 durch die Darmstädter Jury. Schillerpreis der Schweizerischen Schillerstiftung, 2003. 2012 Europäischer Übersetzerpreis Offenburg[2] 2012 Preis der Leipziger Buchmesse für die Übersetzung von Parallelgeschichten von Péter Nádas 2012 Brücke Berlin Literatur- und Übersetzerpreis, gemeinsam mit Péter Nádas, für Parallelgeschichten Übersetzerstipendien Werkjahr der Pro Helvetia 1997. Förderung durch den Deutschen Übersetzerfonds e.V., für die Arbeit an: László Krasznahorkai: Im Norden ein Berg, im Süden ein See, im Westen Wege, im Osten ein Fluß. Ammann Verlag, Zürich 2005. Heinrich-Brockes-Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds e.V., 2007. Stipendium des Hungarian Book Foundation für die Arbeit an: Péter Nádas: Párhuzamos történetek (Parallelgeschichten). Erscheint 2011 beim Berlin Verlag. Zuger Übersetzerstipendium 2009.

Friedrich Voit

voitDr. phli. habl. Friedrich Voit, geboren 1947 in Heidelberg. Lebt seit 1978 in Neuseeland, wo er als Germanist an der University of Auckland lehrt. Forschungs– und Publikationsschwerpunkt deutschsprachige Gegenwartsliteratur, literarisches leben um 1800 und deutsch–jüdische Exilliteratur nach 1933. Herausgabe der Werke von Gerson Stern (Böschen Verlag, Siegen) seit 1999, Monographie zum Leben und Werk Karl Wolfskehl im europäischen und neuseeländischen Exil, 2005.   Visiting professor at Washington University (St. Louis, USA) 1986Visiting lecturer at the University of Paderborn (Germany) 1991   Lebt in Auckland, Neuseeland.

Inge von Weidenbaum

weidenbaumInge von Weidenbaum, geboren in Kaschau (Kosice) / Slowakei. Juni 1945 Vertreibung. Kindheit, Schule und Studium in München. Seit 1963 Lektorin, Übersetzerin, Herausgeberin, Autorin. Arbeit für die Verlage Piper, Hanser, Fink in München. Sowie Suhrkamp & Insel in Frankfurt a.Main, Diogenes in Zürich, Wassmann aus Bremen, Wagenbach in Berlin, Edizione SE in Mailand u.a. Dozentin für "Neuere und Zeitgenössische Deutsche Literatur" an den Universitäten Gabriele d´Annunzio, Pescara (1983 – 89) und Cassino (1997 – 2000). Auswahlbibliographie: Sein wir geizig mit Leichtgläubigkeit / München, 1990 Historisch Denken – Utopisch schreiben / Ancona, 1994 Todesart – Wessen Projekt ? / Rom, 1996 Ist Die Wahrheit Zumutbar ? / Frankfurt/M., 1997 u. 1999 Zumutbare Wahrheiten / Wiesbaden, 1998 Sie liebte Gefährlich, wie man es aus Liebe tut. / Rom, 2001 WIE WAR INGEBORG BACHMANNS BEZIEHUNG 1965–1973 ZUR LITERATURSZENE IN ITALIEN? in: "...dass uns die Augen zum Sehen gegeben sind". Ingeborg Bachmann, eine Europäerin in Rom. Hrsg, Barbara Agnese u. Robert Pichl. Cultura tedesca. Donzelli Rom, 2004 Übersetzungen: Giorgio Manganelli – Literatur als Lüge / München, 1968 Giuseppe Ungaretti – Renato Guttuso / Berlin, 1969 Frederico Fellini – Aufsätze / Zürich, 1975 D. H. Lawrence – Demokratie / Zürich, 1975 Djuna Barnes, frühe Prosa – Die Frau, die auf Reisen geht... Verführer an allen Ecken und Enden, alles Theater / Berlin, 1992, 1994 & 1998 Die frühen dramatischen Werke. 16 Stücke in 1 Akt. Mitübersetzungen (mit Christine Koschel): Oscar Wilde – Das Bildnis des Dorian Gray u. Essays / München, 1970 G. B. Shaw – Phantastische Fabeln u. Die goldenen Tage des guten König Karl / Frankfurt/M. 1991 Das späte dramatische Werk von Djuna Barnes. Die Tragödie in Versen. – The Antiphon / Frankfurt/M., 1972, 1985 (1983 ausgezeichnet mit dem Hieronymus–Rng.) Als Herausgeberin: Ida Magli – La Madonna. Entstehung eines weiblichen Idols aus der männlichen Phantasie. / München, 1989 Ingeborg Bachmann – Luogo Eventuale / Mailand, 1991 Als Mitherausgeberin (mit Christine Koschel): Ingeborg Bachmann – Werke in 4 Bänden / München, 1978; 1981; 1990 Ingeborg Bachmann – Wir müssen wahre Sätze finden. Gespräche und Interviews / München, 1983; 1991 Ingeborg Bachmann – Das noch Tausend und ein Morgen wird. / München, 1985 Kein Objektives Urteil, nur ein Lebendiges. Zwanzig Jahre Rezeptionsgeschichte des Werkes von I. Bachmann / München, 1989

Ruth Weiss

weissRuth Weiss, geboren 1924 in Fürth, musste mit ihrer jüdischen Familie 1936 nach Südafrika emigrieren. Die Familie lässt sich in Johannesburg nieder. Nach Tätigkeit in einem Anwaltsbüro, bei einer Versicherung und einem Verlag, begann sie 1954 für verschiedene internationale Zeitungen und Zeitschriften zu schreiben. Sie setzt sich als Journalistin in Südafrika gegen die Apartheid ein, schreibt gegen das Apartheidssystem. In Südafrika wird sie zur Persona non grata erklärt und darf nicht mehr nach Südafrika reisen. Dann Tätigkeit in Südrhodesien. Sie begleitete die Unabhängigkeit Zimbabwes, verlässt auch dieses Land, lebt dann in England, Deutschland und Sambia. Ruth Weiss bereiste fast alle Länder Afrikas. 1989 lebt sie auf der Isle of Wight. Heute lebt Ruth Weiss wieder in Deutschland und publiziert Romane und andere Werke. Veröffentlichungen: Feresia (1988) Menschen werfen Schatten (1989) Wege im harten Gras (Autobiographie; 1994) Die Reise nach Gaborone (1997) Sascha und die neun alten Männer (1997) Geteiltes Land (1997) Nacht des Verrats (2000) Meine Schwester Sara (2002) Blutsteine (2003) Der Judenweg (2005) Die Nottaufe (2006)

Livia Käthe Wittmann

wittmannLivia Käthe Wittmann wurde 1938 in Berlin geboren, Jugend in Budapest. Studium der Literaturwissenschaft in Budapest und Berlin. Promotion 1964 in Budapest. 1964–1967 Alexander von Humboldt Stipendiatin in Tübingen. Danach drei Jahre in Melbourne, Australien, Lehrtätigkeit an der Monash University im Fach Germanistik. 1971–2002 Lehrtätigkeit als Professorin an der University of Canterbury, Christchurch, Neuseeland. Seit 2002 der University of Auckland, Neuseeland, als Forschungsprofessorin angegliedert. Bücher und zahlreiche Publikationen auf dem Gebiet der Germanistik, Vergleichenden Literaturwissenschaft, Feministischen Literaturtheorie und Sprachphilosophie. Ehrenbürgerschaft von Berlin–Adlershof, 2005. Publikationen: Wandlung des lyrischen Weltbildes bei Johannes R. Becher, Budapest: University Press, 1964; Alfred Andersch, Stuttgart: Kohlhammer Verlag, 1971; Interactive Identities. Jewish Women in New Zealand, Palmerston North: Dunmore Press, 1998; Livia Z. Wittmann / August Obermayer, Fernste Dinge erkannten sich. Kritische Studien zu Johannes R. Bechers früher Prosa, Stuttgart: Akademischer Verlag, 1987; Weitere Veröffentlichungen zu Peter Huchel, Günter Eich, Johannes R. Becher, Irmgard Keun, Gabriele Reuter, Otti Binswanger u. v. a. Themen.

Peter Wortsman

Wortsmann_webPeter Wortsman wurde 1952 in New York als Sohn österreichisch-jüdischer Emigranten geboren und zwei-sprachig, d.h. sprachverwirrt,  erzogen, wobei Französisch später noch zu dem Wirrwarr hinzu gefügt wurde. Er ist Autor von Erzählungen, Theaterstücken, Aufsätzen, Prosa-Gedichten, Liedern, und Reiseberichten für Zeitschriften, Zeitungen und Webseiten. Wortsman ist auch literarischer Übersetzer aus dem Deutschen ins Englische.   Er war 1973 Fellow an der Albert Ludwig Universität in Freiburg im Breisgau von der Fulbright Foundation, 1974 Fellow in Wien von der Thomas J. Watson Foundation, und im Frühling 2010 Holtzbrinck Fellow an der American Academy in Berlin. Seine Reiseberichte wurden fünf Jahre nacheinander in The Best Travel Writing, 2008-2012, aufgenommen. Seine Erzählungen sind, in deutscher Übersetzung, in den Zeitschiften Manuskripte, Graz, Schreibheft, Essen, Cicero, Berlin, und in der Anthologie AmLit: Neue Literatur aus den USA, Druckhaus Galrev, Berlin, erschienen. Seine Aufsätze sind, in deutscher Übersetzung, in Die Welt und Die Zeit erschienen. Seine Interviews mit Überlebenden von den Nazi Konzentrationslagern umfassen die “Peter Wortsman Collection of Oral History” an der U.S. Holocaust Memorial Museum in Washington D.C.   Auszeichnungen Wortsman wurde 1985 mit dem Beard’s Fund Short Story Award ausgezeichnet, 2008 mit dem Gertje Potash-Suhr Prosapreis der Society for Contemporary American Literature in German und 2012 mit dem Gold Grand Prize for Best Travel Story of the Year (Solas Awards Competition).   Veröffentlichungen: Eigenes A Modern Way to Die, Erzählungen, 1991 The Tattooed Man Tells All, ein Theaterstück, 2000 Burning Words, ein Theaterstück, 2004 it-t=i, ein Künstlerbuch, in gemeinsamer Arbeit mit seinem Bruder, Harold Wortsman, erzeugt, 2004 In God We Rust, eine Farce, 2013 Ghost Dance in Berlin: A Rhapsody in Gray, eine Memoir, 2013 Cold Earth Wanderers, ein Roman, erscheint in 2014   Theatralische Aufführungen "The Tattooed Man Tells All" eine dramatische Lesung, von dem Schauspieler Robert Benês, The Total Theatre Lab, unter der Leitung von Caroline Thomas, artistic director, in der Fales Library, New York University, New York, 15. Mai, 2000 präsentiert. “Burning Words,” in der englischen Originalfassung, von der Hampshire Shakespeare Company, unter der Leitung von Lucinda Kidder, an der Northampton Center for the Arts, in Northampton, Massachusetts, in 2006 uraufgeführt. Die deutsche Fassung, „Wo man Bücher verbrennt... Reuchlins Streit um da jüdische Schrifttum“ (von Peter Torberg ins Deutsche übersetzt) wird vom Theater Ensemble im Kulturhaus Osterfeld, in Pforzheim, unter der Leitung von Fritz Schönthaler, am 25. Januar, 2014, uraufgeführt.   Ausgewählte Übersetzungen aus dem Deutschen ins Englische: Songs From the Depths of Hell (Collected and Sung by Aleksander Kulisiewicz), Lieder von den Nazi Konzentrationslagern, 1978 Posthumous Papers of a Living Author, by Robert Musil, 1988; zweite Auflage 1995; dritte Auflage 2006 69 Ways to Play the Blues, by Jürg Laederach, 1990 Peter Schlemiel, by Adelbert von Chamisso, 1993 Recommendation Whether to Confiscate, Destroy and Burn All Jewish Books, A Classic Call for Tolerance, by Johannes Reuchlin, 2000 Telegrams of the Soul, Selected Prose of Peter Altenberg, 2005 Travel Pictures, by Heinrich Heine, 2008 Selected Short Prose of Heinrich von Kleist, 2010 Tales of the German Imagination: From the Brothers Grimm to Ingeborg Bachmann, eine Anthologie, 2013 Selected Tales of the Brothers Grimm, 2013

Feridun Zaimoglu

zaimogluFeridun Zaimoglu, geboren am 4. Dezember 1964 in Bolu in der Türkei, kam er 1965 mit seinen Eltern nach Deutschland und wohnte bis 1985 in Berlin und München; seitdem lebt er in Kiel. Seit dem Abbruch eines Medizin– und eines Kunststudiums arbeitet er als freier Schriftsteller, Drehbuchautor und bildender Künstler. Als Journalist verfaßt er Literaturkritiken und Essays, u. a. für Die Zeit, Die Welt, SPEX und den Tagesspiegel. 1999/2000 war er am Nationaltheater Mannheim beschäftigt. Im Jahre 2000 drehte Lars Becker den sozialkritischen Film Kanak Attack, für den Zaimoğlu mit seinem Roman Abschaum die Buchvorlage lieferte. 2003 war er Inselschreiber auf Sylt, im Sommersemester 2004 versah er eine Gastprofessur an der Freien Universität Berlin. Unter dem Titel “Kanak Attack. Die dritte Türkenbelagerung” führte er vom 7. bis 28. März 2005 in der Kunsthalle Wien eine Fahneninstallation durch. In Zaimoğlus literarischen Werken werden Ausgegrenzte zu Subjekten der Kultur. Besonders in seinem ersten Buch „Kanak Sprak“ versucht er, authentisch die subversive Kraft der Sprache junger türkischstämmiger Männer in Deutschland darzustellen. Damit wendet er sich sowohl gegen einen romantischen Multikulturalismus wie auch gegen die Kulturschickeria und liefert die begriffliche Vorlage für die Gruppe kanak attack. Mit seinem jüngsten Werk Leyla hat der deutschtürkische Autor in einer Mischung aus Poesie und Realismus einen Roman über die “unerbittliche Macht der Sitte” (Süddeutsche Zeitung) geschrieben. Auszeichnungen: 1998    Civis–Medienpreis 1998    Drehbuchpreis des Landes Schleswig–Holstein 2002    Friedrich–Hebbel–Preis 2003    Preis der Jury beim Ingeborg–Bachmann–Wettbewerb 2005    Adelbert–von–Chamisso–Preis 2005    Villa Massimo–Stipendium 2005    Hugo–Ball–Preis der Stadt Pirmasens 2006    Kunstpreis des Landes Schleswig–Holstein Publikationen: Kanak Sprak, Hamburg: Rotbuch, 1995. Abschaum. Roman, Hamburg: Rotbuch, 1997. Koppstoff, Hamburg: Rotbuch, 1999. Liebesmale, scharlachrot. Roman, Hamburg: Rotbuch, 2000. Kopf und Kragen. Kanak–Kultur–Kompendium, Frankfurt am Main: S. Fischer, 2001. German Amok. Roman, Köln: Kiepenheuer & Witsch 2002. Leinwand. Roman, Hamburg: Rotbuch, 2003. Zwölf Gramm Glück. Erzählungen, Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2004. Leyla. Roman, Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2006.

Hans Dieter Zimmermann

Geboren am 29. Juli 1940 in Bad Kreuznach. Stefan George Gymnasium in Bingen am Rhein. Studium der Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie in Mainz und Berlin (Freie und Technische Universität). Promotion bei Walter Höllerer an der TU Berlin mit einer Arbeit zur politischen Rhetorik (Die politische Rede, drei Auflagen im Kohlhammer Verlag Stuttgart). Journalistische Tätigkeit bei Hörfunk und Fernsehen.

1965 Redakteur des "Spandauer Volksblatt" in Berlin.

1969 bis 1975 Sekretär der Abteilung Literatur der Akademie der Künste Berlin/West. U.a. Colloqium über Samuel Beckett, Ausstellung über Comic Strips. Lehrauftrag an der Universität Hannover, Lehrstuhl Hans Mayer; dort auch Habilitation. Seit 1970 Besuche in Prag zur Unterstützung verfolgter Schriftsteller. Ende 1973 Festnahme am Flughafen Prag und Ausweisung. Zehn Jahre Einreiseverbot. Seit 1976 verheiratet mit einer Pragerin, vier Kinder.

1975 bis 1987 Professor für neuere deutsche Literatur an der J. W. Goethe – Universität in Frankfurt am Main. Wiederbegründung der Poetik – Dozentur zusammen mit Helmut Brackert und Siegfried Unseld, Mitglied der Poetik – Kommission der Universität (siehe: Poetik. Essays zur Frankfurter Poetik – Dozentur, hrg. mit H.D. Schlosser, Frankfurt a.M. 1988). Viermal Mitglied der Jury des Alfred Döblin Preises Berlin unter der Leitung von Hans–Werner Richter. Seit 1987 Professor am Institut für Literaturwissenschaft der TU Berlin. Gastprofessuren in Jerusalem und Rom.

Werke, Auszeichnungen und weitere Tätigkeiten: Untersuchungen zur Literaturtheorie (Vom Nutzen der Literatur, Frankfurt a.M. 1977. – Trivialliteratur ? Schema–Literatur ! Stuttgart 1979), zur Literatur der Romantik (Heinrich von Kleist. Eine Biographie. Reinbek 1992), zur Nachkriegsliteratur (Der Wahnsinn des Jahrhunderts. Die Verantwortung der Schriftsteller in der Politik. Stuttgart 1992 – Literaturbetrieb Ost/West. Die Spaltung der deutschen Literatur von 1948 bis 1998, Stuttgart 2000), zur klassischen Moderne (Der babylonische Dolmetscher. Zu Franz Kafka und Robert Walser. Frankfurt a.M. 1985). Vier Konferenzen zu Franz Kafka und seinem Umfeld, die letzte im Prager Goethe–Institut 1992 (Kafka und das Judentum, hrg. mit Margarita Pazl, Würzburg 1991. – Nach erneuter Lektüre: Kafkas "Der Prozeß". Würzburg 1992. – Kafka a Praha, herausgegeben mit Kurt Krolop, Berlin 1994). Außerdem: Rilke – ein europäischer Dichter aus Prag, hrg. mit P. Demetz und J. W. Storck, Würzburg 1998. Mehrere Konferenzen mit polnischen Schriftstellern und Literaturwissenschaftlern, zuletzt "Mythen und Stereotypen auf beiden Seiten der Oder", erschienen in der Schriftenreihe des Forum Guardini, Berlin 2000.

Geschäftsführender Herausgeber der Tschechischen Bibliothek in deutscher Sprache in 33 Bänden. Seit 1999 erschienen jährlich vier Bände. Die Robert Bosch Stiftung Stuttgart finanziert die Bibliothek, die in der Deutschen Verlagsstadt Stuttgart und München erscheint. Herausgeber sind weiterhin Peter Demetz, Jiri Grusa, Peter Kosta und Eckhard Thiele. Mitglied der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft und des PEN Zentrums deutschsprachiger Schriftsteller im Ausland, Mitglied des Präsidiums Guardini – Stiftung Berlin und der Hans Werner Richter – Stiftung Bansin. Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins "Peter – Huchel – Gedenkstätte", der das Haus des Lyrikers in Wilhelmhorst bei Potsdam als Gedenkstätte und literarischen Treffpunkt verwaltet. Orden des Thomas Garrigue Masaryk durch Präsident Vaclav Havel am 28. Oktober 2000. Mitglied der Jury des Kafka – Preises der Stadt Prag und des Kafka Zentrums Prag 2001 und 2002. Lebt in Berlin und Prag. mehr