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Roland Merk

Roland MerkRoland Merk wurde 1966 geboren und wuchs in Luzern und Ste-Croix bei Lausanne in einer deutsch-französischen Familie auf. Seine Schuljahre verbrachte er in Luzern, daraufhin nahm er das Studium der Philosophie, Germanistik und Soziologie in Berlin auf. Nach ausgedehnten Studien schloss er mit einer Arbeit über die „Ästhetische Theorie“ und „Negative Dialektik“ Theodor W. Adornos in Basel ab.

Nach Jahren als Redaktor für Schweizer Kultur und Literatur bei den Parlamentsdiensten in Bern tätig und als Leiter und Autor der Rundfunkreihe „Philosophische Marginalien“, Radio ALR, in Zürich, siedelte er 1997 als freier Schriftsteller nach Paris über. Nach ausgedehnten Reisen durch Osteuropa und in den Maghreb und Nahen Osten arbeitete er als Übersetzter für das „Internationale Parlament der Schriftsteller“ und als Redaktor für „Lisan. Zeitschrift für arabische Literatur“ sowie als Drehbuchautor und Regisseur für Auftragsfilme.

Neben Gedichten, Theaterstücken und Prosa betätigt er sich auch als Essayist, Film- und Literaturkritiker und Herausgeber. 2009 wurde sein dokumentarisches Theaterstück zum Nahostkonflikt „Die Vertreibung – Ein dokumentarisches Theaterstück zur Nakba in vier Fragmenten“ in Bern uraufgeführt, das erste deutschsprachige Theaterstück, das die Nakba der Palästinenser zum Thema macht. Nach Ausbruch der Tunesischen Revolution 2011, die er vor Ort erlebte, gab er als Autor und Herausgeber das Werk „Arabesken der Revolution“ heraus, eine literarische Zusammenarbeit mit arabischen Schriftstellern aus Ägypten (Salwa Bakr u.a.) , Tunesien, Algerien und Palästina. 2011 lernt er im Rahmen des Russel Tribunals zu Palästina Stéphane Hessel kennen. 2012 veröffentlichen sie zusammen im Aufbau Verlag Berlin das Buch  „An die Empörten dieser Erde. Vom Protest zum Handeln“, das seither in mehreren Übersetzungen (Frankreich, Korea, Italien etc.) erschien. Roland Merk ist Mitglied Autorinnen und Autoren der Schweiz (AdS) und Mitglied P.E.N. Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland.

Weitere Informationen auf: www.rolandmerk.ch

Auszeichnungen:

2006 Literaturförderung beider Basel

2010 Literaturförderung beider Basel

Lyrik & Prosa:

Wind ohne Namen. Gedichte. Edition 8, Zürich, 2010

Arabesken der Revolution. Edition 8, Zürich, 2011

An die Empörten dieser Erde. Vom Protest zum Handeln. Zusammen mit Stéphane Hessel. Aufbau Verlag, Berlin 2012

Theaterstück:

Die VertreibungEin dokumentarisches Theaterstück zur Nakba in vier Fragmenten. Uraufführung: Schlachthaus Theater Bern, Bern, 2009.

„Schreiben nach der Nakba, Werkstattbericht zum Theaterstück: Die Vertreibung – Ein dokumentarisches Theaterstück zur Nakba in vier Fragmenten“, in: Itinera 28, Judentum, Holocaust, Israel, Palästina, Hg. Georg Kreis. Schwabe, Basel, 2009.

Essays, Interviews:

„Diskurs in der Enge“ revisited. Paul Nizon im Gespräch mit Martin R. Dean und Roland Merk, in: Globale Heimat. Grenzüberschreitende Begegnungen in der zeitgenössischen Literatur. Edition 8, Zürich 2012.

„Von der arabischen Revolution im Besonderen und von der Weltgesellschaft im Allgemeinen. Zur philosophischen Botschaft des Tahrir-Platzes“, Roland Merk im Gespräch mit dem Philosophen Hans Saner, LISAN, Zeitschrift für arabische Literatur, 13/14, 2012

„Von der Freiheit des Menschen als Unfreiheit des Tiers“, in: Die Schweizer Autobahn, Hg. Martin Heller, Andreas Volk. Edition Museum für Gestaltung, Zürich , 1999

„Marco Ferreri: Im Schatten der Dialektik der Aufklärung, in: Film und Fernsehen, Berlin, 1999

„Der Maler Thomas Ritz“, in: Bilder aus der Zeit,

Claude & Fabian Walter, Zürich , 2000

Hörspiele & Filme:

Feat : Günther Anders: Die Antiquiertheit des Menschen, 1998

Feat : Walter Benjamin: Über den Begriff der Geschichte, 1999

Hsp : Bertolt Brecht: Brechts Philosophie der Strasse

Ein Hörspiel für 4 Stimmen, 1999

Dok : Schweiz total

Das Turnen der Nation, 2004

F : B wie Beirut, B comme Beyrouth

Filmessay , Uraufführung Centre Pompidou, Paris, 2006

Dok : Eins, Zwei, Drei, 2007

 

Reportagen, Kritiken (Auswahl):

«Tauben in Tunis. Auch nach dem Sturz von Diktator Ben Ali geht die Revolution in Tunesien weiter. “ Basler Zeitung, 26. März 2011.

„Vom Süden kommt der Wind“, Der Freitag, Berlin, 19.4. 2011

«Der Fall Hitchcock und die Politik der Autoren. Hitchcock als Schlüsselfigur in den Theorien der Nouvelle vague», in: Neue Zürcher Zeitung, Sonderbeilage für das Filmfestival Locarno 7./8. August 1999.

„Das Wunder der Welt in lyrischer Form. Zum Tod der polnischen Dichterin und Nobelpreisträgerin Wis?awa Szymborska“ . Tageswoche, 11.02.2011

„Dichtung & Revolte – Zeitgenössische Arabische Lyrik. Das Dach über dem Kopf des Poeten ist der freie Himmel“, Beilage Literatur zu den Solothurner Literaturtagen, Wochenzeitung 10.5.2012

«Ein Maler des Erhabenen, Mark-Rothko », in: Wiener Zeitung, 26./27. März 1999.

Vertonungen:

„Kalte Lieder“. Der englische Komponist Edward Rushton vertonte Gedichte aus „Wind ohne Namen“ zum Liederzyklus „Kalte Lieder“. Uraufführung, Luzern 2013.

Sekundärliteratur:

Götz Großklaus, Prof. Dr., Germanist, Universität Karlsruhe: „Roland Merk. Wind ohne Namen“ in: Entwürfe, Zeitschrift für Literatur, 67/2011.

 Tamer Abu al-Ainein: „Ein Schweizer Theaterstück dokumentiert die palästinensische Nakba“, Al-Jazeera, 7.03.2009.

Cristophe Mangelle: Interview avec Roland Merk, Co-auteur de „A nous de jouer. Apel aux indignés de cette terre“. La fringale litteraire, Paris, Avril 2013.