Liste der Ehrenmitglieder

Aufgrund der Geschichte unseres Zentrums, die in ihren frühen Jahren im Wesentlichen von der Emigration und der Verfolgung durch die Nationalsozialisten geprägt war, möchten wir jene Frauen und Männer ganz besonders auszeichnen, die sowohl zur literarischen als auch geschichtlichen Aufarbeitung der Zeit von 1933-45 ganz entscheidend beigetragen haben.

Inge Deutschkron

Inge Deutschkron, geboren am 23. August 1922 in Finsterwalde, ist eine deutsch-israelische Journalistin und Autorin jüdischer Herkunft. Sie wurde als Tochter eines sozialdemokratischen Gymnasiallehrers geboren und wechselte 1927 mit der Familie nach Berlin. Der Vater wurde 1933 als Jude aus dem Schuldienst entlassen und floh 1939 nach Großbritannien. Deutschkron und ihrer Mutter gelang die Flucht …

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Georges Arthur Goldschmidt

Der deutsch-französische Schriftsteller, Essayist und Übersetzer Georges-Arthur (Jürgen-Arthur) Goldschmidt wurde am 2. Mai 1928 als Sohn eines jüdischen, zum Protestantismus konvertierten Oberlandesgerichtsrates in Reinbek bei Hamburg geboren. Nach einer behüteten Kindheit in großbürgerlich-hanseatischer Familie schickten ihn die Eltern im Frühjahr 1938 zusammen mit seinem vier Jahre älteren Bruder zum Schutz vor der Judenverfolgung zunächst nach …

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Edgar Hilsenrath

Edgar Hilsenrath wird 1926 als Sohn eines jüdischen Kaufmanns geboren. Er wächst in Halle auf. Vor der Reichspogromnacht im November 1938 fliehen er, seine Mutter und sein jüngerer Bruder zu den Großeltern nach Sereth in der Bukowina (Rumänien). Der Vater sollte ursprünglich nachkommen, was jedoch durch den Kriegsausbruch unmöglich wird; er gelangt nach Frankreich, wo …

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Judith Kerr-Kneale

Judith Kerr wurde am 14. Juni 1923 als Tochter des bekannten jüdischen Theater- und Literaturkritikers Alfred Kerr in Berlin geboren. Am 15. Februar 1933 rettete sich die Familie vor dem Zugriff der Nazis durch die Flucht nach Zürich und emigrierte über Frankreich nach England, wo sie in London in einem kleinen Hotel wohnte. Nach Abschluß …

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Paul Nizon

Paul Nizon, geboren 1929 in Bern, lebt in Paris. Der »Verzauberer, der zur Zeit größte Magier der deutschen Sprache« (Le Monde) erhielt für sein Werk, das in mehreren Sprachen übersetzt ist, zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen, u. a. 2010 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur.

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Tuvia Rübner

Tuvia (zu deutsch Tobias) Rübner, 1924 in Bratislava-Pressburg geboren, die Muttersprache deutsch, entkam als einziger seiner Familie im letzten Augenblick dem Meuchelmassen- und Raubmord ins damalige Palästina, das heutige Israel. «Es ist Zufall, dass ich lebe», sagt er.

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Guy Stern

Guy Stern, geboren 1922 in Hildesheim als Günther Stern. Emigrierte 1937 mit Hilfe eines Onkels aus St. Louis und des amerikanischen Konsuls in Hamburg als einziges Mitglied seiner fünfköpfigen Familie in die USA. Alle Bemühungen, seine Familie in die USA nachzuholen, scheiterten. Sterns Eltern und Geschwister wurden deportiert und starben im Warschauer Getto. Ab 1940 …

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Georg Stefan Troller

Georg Stefan Troller,  geboren in Wien, Dezember 1921, als Sohn eines jüdischen Kaufmanns. 1938 ausgewandert über Prag, Marseille und Casablanca in die USA. 1943 – 1946 amerikanischer Soldat, zuletzt Besatzer in Deutschland. 1946 – 1949 literarisches Studium an der Universität von Kalifornien und der Columbia in New York. Danach zurück nach Europa. Lebt seit 1949 …

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