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Ausstellung – Klaus und Heinrich Mann

Die Münchner Ausstellung »Mon Oncle« in der Monacensia im Hildebrandhaus präsentiert ein besonderes Kapitel aus der Geschichte einer ganz besonderen deutschen Familie: die Beziehung zwischen Heinrich Mann (Erster Präsident unseres PEN ZENTRUM) und seinem ältesten Neffen Klaus.

Gezeigt werden die Lebensgeschichten zweier Schriftsteller: Heinrich Mann (1871–1950), Autor der Romane Professor Unrat und Der Untertan, der in den Jahren der Weimarer Republik zu einem der angesehensten Künstler in Deutschland wurde; und Klaus Mann (1906–1949), der seinen Weg als literarisches Enfant terrible in den Zwanzigerjahren begann.

Im Frühjahr 1933, nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten, mussten beide ins Exil gehen. In den folgenden Jahren wurde die geistige Verbindung zwischen ihnen immer enger, der Onkel wurde für den Neffen zunehmend zur Vaterfigur. Klaus Manns Roman Mephisto ist ohne Heinrich Manns Der Untertan nicht zu denken.
Beide gehörten zu den wichtigsten Repräsentanten der Hitler-Gegner, zunächst im europäischen Exil, später in den USA. Eine dauerhafte Rückkehr nach Europa in den Jahren nach 1945 gelang jedoch weder Klaus noch Heinrich Mann. Das Exil war lebenslänglich. Die Ausstellung dauert noch bis 13.1.2018.