PEN ZENTRUM deutschsprachiger Autoren im Ausland

PEN-Zentrum kleinblauMit seiner  Entstehungsgeschichte trägt dieses PEN Zentrum eine besondere Verpflichtung. Hier haben sich Autorinnen und Autoren versammelt, die, aus Deutschland vertrieben, weiterhin auf Deutsch schrieben, Überlebende des Holocausts, deren Nachkommen, Nazigegner, sowie Menschen, die unter den Unterdrückungsmechanismen des DDR-Regimes gelitten haben. Unter den Gründern des Zentrums finden sich so bekannte Namen wie Heinrich Mann, Thomas Mann, Lion Feuchtwanger, Anna Seghers, Ernst Toller, Arnold Zweig, Stefan Zweig und Alfred Döblin.

Dazu haben sich im Laufe der Jahrzehnte deutschschreibende Autoren gesellt, die aus anderen – wirtschaftlichen und persönlichen – Gründen ihre Herkunftsländer verließen, oder deren Schreiben durch eine starke Beziehung zum Ausland geprägt ist. Das Überqueren von Grenzen bringt nicht nur einen Verlust an Gewissheiten mit sich, sondern auch einen Gewinn an Wachsamkeit im Umgang mit Werten und Wörtern und gegenüber jeder Art der geistigen, psychischen und physischen Unterdrückung und Diskriminierung.

PEN FederNeben der Wahrung des Andenkens an Leben und Werk der früheren Mitglieder sieht das PEN ZENTRUM deutschsprachiger Autoren im Ausland sein Hauptziel heute im Einsatz für Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die gegenwärtig verfolgt, vertrieben oder zum Schweigen gebracht werden.  Das PEN ZENTRUM deutschsprachiger Autoren im Ausland widmet sich deshalb besonders intensiv dem vom internationalen PEN organisierten Unterstützungsprogramm für „Writers in Prison“.

Heute steht das PEN ZENTRUM deutschsprachiger Autoren im Ausland allen deutschsprachigen Autoren unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Wohnort, Übersetzern, Herausgebern und anderen Personen, die sich bedeutende Verdienste um die deutschsprachige Literatur erworben haben, offen.

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make space

Make space − so lautet das Motto einer Kampagne, mit der PEN International seine diesjährige Konferenz in Lillehammer eröffnete und deren erklärtes Ziel es ist, Schriftstellern im Exil – und damit dem Thema von Flucht und gewaltsamer Vertreibung – Raum zu verschaffen, sprich zu einer größeren öffentlichen Aufmerksamkeit zu verhelfen.

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Mitglied im Netzwerk Autorenrechte

Das PEN ZENTRUM deutschsprachiger Autoren im Ausland ist dem Netzwerk Autorenrechte (NAR) beigetreten. Intensiver Austausch, verbandsübergreifende Kooperationen und Erklärungen sowie eine repräsentative Stimme gegenüber Politik und Branchenakteuren bei der Vertretung der Rechte von (Buch)-Autorinnen und Autoren sind die erklärten gemeinsamen Ziele der Initiative.

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Essay zum 30. Todestag von Primo Levi

„Eine entfernte Möglichkeit des Guten…“ Primo Levi wurde vor allem bekannt für sein bedeutendes Werk als Zeuge und Überlebender des Holocaust. In seinem autobiographischen Bericht Ist das ein Mensch? hat er seine Erfahrungen im KZ Auschwitz festgehalten. Zum 30. Todestag von Primo Levi ein Essay von Marko Martin

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OVID PREIS des PEN an Guy Stern vergeben

Der vom PEN Zentrum deutschsprachiger Autoren vergebene OVID Preis wurde am 14.3.2017  in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt/Main  an Professor Guy Stern überreicht.

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